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Ostersonntag, 20.04.2025 – Mitternachtsfeier in Drepano, Nafplio, Abendessen in Mykene
Vom Camping XeniBeach bis Mykene - 34 km
Wetter: sonnig, bis 25 Grad
Um 23:15 regte es sich vorne auf dem Campingplatz. Einige Erwachsene und Kinder kamen aus den Bungalows und verließen den Platz. Xenia fragte nach und bekam zur Antwort, dass sie nach Drepano gehen, um dort den Ostergottesdienst mit anschließendem Feuerwerk zu besuchen. Letzteres fände genau um Mitternacht statt. Man müsse nur immer geradeaus fahren, dann käme man zur Kirche. Die Wegangabe stellte sich später als nicht ganz so einfach heraus, aber wir fanden die Kirche und den Kirchplatz von Drepano.
Um 23:45 Uhr starteten wir mit den Fahrrädern und kamen kurz vor Mitternacht dort an. Wir hatten die Räder gerade abgestellt und abgeschlossen, da ging das Feuerwerk, begleitet von Kirchenglocken, los. Es endete mit einer Reihe von extrem lauten Böllern. Dann wurde noch die Osterliturgie, die immer noch in der Kirche zelebriert wurde, über Lautsprecher am Kirchturm übertragen. Viele Menschen waren auf dem Platz, die meisten mit brennenden Kerzen in den Händen. Manche gingen in die Kirche, andere kamen heraus. In der Kirche begrüßten sich die Leute und redeten zum Teil auch länger miteinander, während parallel ein Priester Gottesdienst hielt. Wir haben einen Blick in die Kirche geworfen, gingen dann aber wieder und schlossen uns den Leuten an, die seit Ende des Feuerwerks Zug um Zug den Platz verließen. Einige kehrten noch in die umliegenden Wirtschaften ein, wo österlich gedeckt war.
Um 0:45 Uhr waren wir wieder an der Berta und legten uns schlafen.
Am Morgen war alles wie sonst, auf dem Campingplatz war keine österliche Veränderung zu bemerken. Lediglich Gina, die nette Managerin, war nicht da. Wir beschlossen, nach Nafplio weiterzufahren und benötigten Zeit bis 11:30 Uhr, bis alles wieder auf- und eingeräumt war und die Berta einen umfassenden Camperservice erhalten hatte. Beim Ablassen des Grauwassers haben wir uns noch eine Beule in den Alkoven gefahren, weil weder Udo noch die Einweiser bemerkten, dass ein Baum die Berta mit einem zur Faust geballten Ast bedrohte. Zum Abschluss hat Udo ein paar Aufnahmen von unserem Xeni-Beach gemacht, der inzwischen mehr zu einem Platz für Dauercamper oder Wohnwagenmieter geworden ist. Wir werden wohl nicht mehr wiederkommen.
Bis Nafplio waren es nur wenige Kilometer und so kamen wir noch vor 12 Uhr auf dem ausgesuchten Parkplatz unterhalb der Burg und neben dem Strand an. Die Anfahrt war auf dem letzten Stück etwas schwierig, da der Weg den Berg hinauf so schmal war, dass kaum zwei normale Autos aneinander vorbei passten.
Dafür fanden wir oben einen schönen Schattenparkplatz. Das Thermometer zeigte 25 Grad, aber es wehte eine frische Brise, sodass es einem nicht so warm vorkam. Bevor wir zu einem Küstenspaziergang starteten, machten wir ein kleines Vesper.
Dann ging es los, einen schönen, geschotterten Weg etwas mehr als drei Kilometer entlang der Küste, vorbei an mehreren kleinen Stränden, im Sonnenschein und mit Meerblick. Wir waren nicht die Einzigen, die hier unterwegs waren, aber der Ansturm hielt sich noch in Grenzen. Der Weg endete an einem großen Strand. Dort kehrten wir um und gingen die drei Kilometer wieder zurück. Wir ließen uns Zeit, machten es ganz gemütlich, erfreuten uns am herrlichen Wetter und an den schönen An- und Ausblicken. An einem Felsen waren auch Kletterer zu Gange. Auf dem Hinweg hatten wir zwei Mädels bemerkt, die sich startklar machten. Auf dem Rückweg sahen wir einen Kletterer im Felsen.
Um 15 Uhr waren wir wieder an der Berta. Auch wenn der Weg nicht schwer gewesen war, waren wir trotzdem müde und machten eine Stunde Mittagschlaf. Da hat ein Wohnmobil schon seine Vorzüge!
Um 16 Uhr starteten wir noch einmal, gingen am Strand in die andere Richtung, umrundeten den Vorsprung, kamen zum Hafen und machten noch einen Abstecher durch die Innenstadt. Die engen Straßen sind sehr gepflegt, Nafplion hat uns sehr gut gefallen - insbesondere auch, dass es hier mehrere sehr gute Eisdielen gibt. Zwei davon haben wir ausprobiert und es nicht bereut.
Es war 18 Uhr, als wir wieder am Parkplatz waren. Wir beschlossen, noch eine halbe Stunde bis Mykene weiterzufahren. Wir haben in der Karte gesehen, dass es in dem Städtchen mindestens eine schöne Taverne und nicht weit davon entfernt einen großen Parkplatz bei einem Basketballfeld gibt. Diesen steuerten wir an und da es zum Abendessen noch etwas früh und unsere Mägen noch voller Eis waren, blieben wir etwas auf dem Parkplatz, bevor wir uns auf den Weg zum Abendessen machten und zuvor noch zwei E-Tickets für die archäologischen Sehenswürdigkeiten in Mykene kauften.
Mykene war am Ostersonntagabend ein sehr verschlafenes Nest und wir waren froh, als wir eine kleine Taverne fanden, die geöffnet hatte. Es gab eine Portion Tzatziki zur Vorspeise, die wir noch draußen verzehrten. Dann wurde es uns aber doch zu frisch. Wir wechselten in die Gaststube und aßen dort zwei Hähnchen- und einen Schweinefleischspieß mit frittierten Kartoffelscheiben und darübergestreutem Käse. Für insgesamt 22 Euro inklusive zweier Büchsen Cola war es echt okay. Nichts Besonderes, aber frisch zubereitet.
Wir stellten die Berta an eine etwas ebenere Stelle auf dem großen Platz und übernachteten hier, mit vollen Bäuchen und drei Autominuten von den Ausgrabungen entfernt. Udo gönnte sich eine Dusche, während irgendwo in Mykene ein kleines Feuerwerk losging.
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