Berta-Griechenland25-Tag23


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Karfreitag, 18.04.2025 – Doline bei Didyma, Höhle von Franchthi mit Strand, Fahrt zum XeniBeach Campingplatz

Von Didyma bis Tolo – 71 km

Wetter: sonnig, 20 bis 25 Grad

Um 23 Uhr wurde der Gesang unterbrochen bis 9 Uhr am Morgen. Er hat uns aber nicht weiter gestört. Wir verbrachten eine ruhige Nacht bis auf ein paar Kläffer am Morgen von den Hunden eines Nachbars.

Die kleine Doline hatten wir ja schon besichtigt, daher machten wir nach dem Frühstück eine kleine Wanderung zur der zweiten, etwas größeren Doline. Zu ihr kann man hingehen, allerdings nicht hinein und auch nicht darum herum.

Wir setzten uns am Rand auf einen Stein und machten Karfreitagsmeditation. So viel Leben im Krater! Vögel nisteten in den Felsen, flogen umher und zeigten uns ihre Akrobatik. Verschiedenste Insekten summten und brummten um uns herum und Xenia erinnerte sich an den Tagebucheintrag, dass Udo bei unserer ersten Reise hier mit einem Wespenstich geplagt war. In Didyma sang ein Priester und dieser Gesang hallte tatsächlich leise in der Doline wider. Dazu die bunte Blumenkulisse – das Ganze hatte schon etwas!

Nach einiger Zeit gingen wir zurück zur Berta und fuhren eine halbe Stunde zum nächsten Ziel, der Höhle von Franchthi. Wir hatten sie auf der Karte gefunden mit dem Vermerk, dass man einfach reingehen und sich dort mithilfe von ein paar Infotafeln informieren kann. Sehr nützlich war auch der Vermerk, dass einen google an die falsche Stelle führt. So waren wir achtsam auf dem Weg und Xenia entdeckte tatsächlich einen kleinen Wegweiser zur Höhle. Im folgten wir und kamen zu einem wunderschönen großen Strand, auf dem schon zwei Wohnmobile standen. Es hätten locker noch 10 dazu gepasst und so konnten wir uns ein schönes Plätzle in der ersten Reihe aussuchen.

Doch bevor wir den Strand genossen, zogen wir die Wanderschuhe an und machten uns auf den Weg zur Höhle. Es war ein kurzer, etwas steiniger aber ansonsten problemloser Marsch. Die Höhle war jetzt nicht das Highlight, aber ganz interessant und vor allem der Strand und das Wasser waren toll.

Die Höhle ist frei zugänglich. Die Absperrungen stammen wohl aus der Zeit, als hier Ausgrabungen stattfanden. Gefunden wurden auch menschliche Skelette, die ca. 50.000 Jahre alt sind.

Wege führen durch die vorne und hinten offene Höhle.

Rechts ist der Schafstall, der bis zu Beginn der Ausgrabungen von einer Familie genutzt wurde.

Um 13:30 Uhr packte Udo Tisch und Stühle aus, Xenia kochte ein kleines Mittagessen und das ließen wir uns unter der ausgefahrener Markise gut schmecken. Wir stellten fest, dass wir beide etwas Müßiggang gut gebrauchen konnten. So blieben wir noch, erfreuten uns am blauen Himmel und blauen Meer, schliefen, lasen und machten Kaffee. Zum Abschluss der Strandsession gingen wir noch ins Meer – einfach weil wir es konnten und weil es dazugehört. Es war aber auch sehr schön! Und die warme Dusche im Anschluss machte das Vergnügen perfekt. Wir hatten das Wasser schon aufgeheizt in der Zeit, wo wir im Meer waren.

Erfrischt, ausgeruht und sauber machten wir uns um 18:15 Uhr auf zur letzten Etappe. Unser Ziel war “unser” XeniBeach Campingplatz von vor 40 Jahren. Tatsächlich, den Platz gab es noch, sogar noch mit derselben Telefonnummer. Es ging aber niemand ran. So fuhren wir einfach auf gut Glück hin. Die Fahrt ging mal wieder über die Berge.

5 Pässe, unzählige Kurven und 90 Minuten später waren wir am Ziel. Wir erkannten den Eingang sofort wieder, wurden sehr freundlich empfangen und bekamen ohne Probleme einen großen Platz. Eine Frau wies uns ein, die bei unserem ersten Besuch 6 Jahre alt war und uns sagte, dass der Manager damals Udo geheißen hätte. Sie sprach sehr gut deutsch, das hat ihr wohl Udo beigebracht. Wir hatten damals verstanden, dass der Hund “Udo” geheißen hat, aber das war wohl ein Irrtum.

Schnell ein kleines Vesper, dann machten wir uns auf und gingen zu Fuß nach Tolo. Dort sollte eine Karfreitagsprozession stattfinden. Es gibt leider keinen Fußweg und so mussten wir eine knappe halbe Stunde entlang der Fahrstraße gehen. In Tolo suchten wir zuerst die Kirche und fragten, wo denn die Prozession entlang ginge. Am Ende kamen wir auf der Hauptstraße beim Hafen an, wo sich bereits viele Menschen versammelt hatten. Um 21:40 Uhr war es dann so weit: die Prozession kam, voran ein paar Ministranten mit Kreuzen, dann der der Priester, das “Heilige Grabtuch” und eine Männer- und eine Frauengesangsgruppe. Viele der Menschen schlossen sich der Prozession an. Wir machten das nicht, sondern kauften noch ein Eis und machten uns dann auf den Rückweg.

Zum Abschluss der Prozession gab es noch ein Feuerwerk im Hafen (in der Marina). Auf unserem Heimweg kamen wir an der Eva-Pizzeria vorbei, gleich neben dem Xeni-Beach.

Wie gut, jetzt ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen zu haben.


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