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Gründonnerstag, 17.04.2025 – Methana rundum, Kurvenfahrt nach Didyma
Von der Peristeri Höhle auf Methana bis Didyma – 97 km
Wetter: sonnig, 19 bis 23 Grad
Wir hatten eine ruhige und erholsame Nacht. Um 8:30 Uhr fuhr allerdings ein Auto hupend an uns vorbei. Das bewog uns dazu, den kleinen Weg, auf dem wir standen, nach dem Frühstück zu verlassen und den guten Kilometer bis zum kleinen braunen Wegzeiger zur Peristeri Höhle zu fahren. Dort hat es eine kleine Bucht, wo ein Auto hineinpasst. Wir hatten ursprünglich vorgehabt, die Berta am Nachtplatz stehen zu lassen und dorthin zu laufen.
Zum Glück war der Platz frei, als wir dort ankamen. Wir hatten uns vorgestellt, dass man eine kleine Wanderung bis zur Höhle machen muss, stellten dann aber fest, dass sie sich nur wenige Meter von der Straße entfernt befindet. Wir mussten nur einen kleinen steinigen Hang hochklettern, dann waren wir schon am Höhleneingang. Wir stiegen hinein und waren auch gleich am kleinen See in der Höhle. Laut Beschreibung müsste man noch tiefer in die Höhle eindringen können, aber das kann eigentlich nur durch den See hindurch sein und ins Wasser steigen wollten wir dann doch nicht. So kehrten wir wieder um. Die ganze Exkursion hat nur eine halbe Stunde gedauert.
Wir entschlossen uns, weiter zum “Volcano” zu fahren. Die kleine Halbinsel hat nämlich einen Vulkan, der zwar noch als aktiv gilt, aber das letzte Mal 270 v. Chr. ausgebrochen ist. Man kann unterhalb des Kraters parken und einen guten halben Kilometer, aber 350 hm über Lavagestein und alte Lavaasche hochkraxeln. Das haben wir gemacht. Wir waren die zweiten auf dem Parkplatz, zusammen mit einer Familie mit 2 kleinen Kindern aus Garmisch.
Wir zogen die Wanderschuhe an und machten uns bei herrlichstem Wetter auf den Weg nach oben. Um die festen Schuhe waren wir froh auf dem steinigen und steilen Weg. Für die Anstrengung wurden wir mit sehr schönen Ausblicken belohnt. Das Ziel selbst war eher enttäuschend. Am Ende war nur ein Felsenloch, beschriftet mit “Volcano”. Dort setzten wir uns auf einen Stein und genossen die Aussicht, bevor wir wieder nach unten gingen.
Um 13 Uhr waren wir zurück an der Berta. Jetzt war das kleine Parkplätzchen voll und drei Autos parkten sogar noch auf der ohnehin schon schmalen Straße. Bevor wir weiterfuhren studierten wir noch die Tafel, die am Parkplatz aufgestellt ist, und sahen darauf, dass es am Nordufer von Methana, direkt am Meer, eine heiße Quelle gibt, für die eine Badewanne gebaut wurde. Das Ganze nennt sich “Pausania Baths” und wir waren uns schnell einig: da wollten wir noch hin!
So fuhren wir auf teilweise sehr schmaler und kurviger Straße quer über die Halbinsel zum Nordufer. Zum Glück kam uns an den ganz engen Passagen kein Auto entgegen, sonst hätten wir ein Problem gehabt.
Um 14:30 Uhr kamen wir an und hatten Glück: es gab kurz vor der Badestelle eine kleine Bucht an der Straße, wo wir die Berta hinstellen konnten. Ein anderes Auto stand schon da, wir passten genau daneben. Schnell die Badesachen gepackt und los! Auf dem Weg kam uns eine kleine Gruppe Schweden entgegen, die bereits gebadet hatten. In der Wanne saß ein israelisches Pärchen, das uns einlud, bei ihnen noch Platz zu nehmen. Sonst war keiner da.
Udo ging zu den beiden in die Wanne. Xenia wagte sich zuerst noch ins Meer, bevor auch sie in den Spa-Bereich wechselte. Nach 20 Minuten waren wir warmgekocht und kühlten uns jetzt beide im Meer ab. Die Israelis verließen den Platz und wir hatten die Wanne eine halbe Stunde für uns, bevor ein weiteres Pärchen ankam. Xenia schloss die Badesession mit einem Meerbad ab, Udo verzichtete darauf.
Eigentlich hatten wir jetzt Hunger, aber da die Berta auf ihrem Parkplatz ziemlich schief stand, fuhren wir weiter auf einer kleinen, kurvigen, aber wunderschönen Küstenstraße bis nach Methana. Es war einfach wunderschön! Die Berta meisterte die Kurven und Steigungen unter Udos gekonntem Fahrstil mit Bravour. In Methana parkten wir am Hafen, machten Kaffee und vesperten.
Anschließend fuhren wir noch zu den Dolinen von Didyma und stellten uns dort auf den Parkplatz neben der kleinen Doline. In sie kann man über einen Treppengang hineingehen und sie auf halber Höhe innen umrunden. Das Tor am Eingang war geöffnet, so gingen wir noch hinein. In den Rundweg sind zwei kleine Kapellen eingebaut und der Abgang sowie die Kapellen waren frisch weiß gestrichen. Unsere Vermutung ist, dass hierher die morgige orthodoxe Karfreitagsprozession gehen wird. Wir hatten auch schon in anderen Orten weiße Häuser und Straßenzüge gesehen. In diesem Jahr fallen das christliche und das orthodoxe Osterfest zusammen und wir sind schon gespannt, wie es sein wird, dieses Fest in Griechenland zu erleben.
Nun war es 18:30 Uhr geworden. Wir duschten uns das Salz vom Leib (auch das heiße Quellwasser war sehr salzig gewesen) und aßen die Fleischreste vom Mittagsmahl auf Akrokorinth. Mit einem schönen Salat und einem Tiramisu zum Nachtisch hatten wir eine gute komplette Mahlzeit.
Begleitet wurde unser Essen von liturgischen Gesängen aus dem nicht weit entfernten Didyma. Die Osterfeierlichkeiten beginnen! Mal sehen, wie lange der Gesang andauert. Vielleicht sogar die ganze Nacht? Wir werden es sehen bzw. hören ... auf jeden Fall angenehmer als startende Busse!
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