Berta-Griechenland25-Tag21


< Di 15.04.25 – Kanal von Korinth, Antikes Korinth | zurück | Gründonnerstag 17.04.25 – Methana rundum, Kurvenfahrt nach Didyma >


Mittwoch, 16.04.2025 – Burg Akrokorinth, Epidauros

Von Akrokorinth bis kurz vor Vathi auf der Halbinsel Methana – 129 km

Wetter: Sonnig, 17 bis 23 Grad

Am Abend kamen noch ein paar Jugendliche zu unserem Höhenparkplatz, aber ohne laute Musik und nach einer halben Stunde waren sie wieder fort. Danach hatten wir es absolut ruhig und schliefen bis 8:30 Uhr.

Nach dem Frühstück machten wir uns an die Burgbesteigung. Zuvor war schon ein Bus mit einer französischen Schulkasse angekommen, aber die Kids waren schon wieder auf dem Rückweg, als wir um 9:20 Uhr zu unserer Tour starteten.

Wir erkundeten die Burganlage ausgiebig und in aller Ruhe. Es gibt phantastische Ausblicke in alle Richtungen, immer wieder haben wir uns auf einen Stein gesetzt und diese genossen. Es war etwas diesig, aber ansonsten perfektes Wetter: sonnig und ca. 20 Grad.

Ab und zu verließen wir den Hauptweg und gingen auf Trampelpfaden durchs Gelände, teilweise ziemlich unwegsam aber sehr schön. Alles grünte und blühte. Gelbe, rote, weiße, rosa- und lilafarbene Blumen im satten jungen Grün, dazu ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein - perfekt!

Je länger wir unterwegs waren, umso voller wurde das Gelände und als wir uns um 12 Uhr auf den Rückweg zur Berta machten, kamen uns viele Menschen entgegen. Auf dem Parkplatz war jetzt reger Betrieb und die Straße hinunter war schon ein ganzes Stück zugeparkt. Wir hatten schon die schönste Zeit erwischt!

Nicht weit vom Parkplatz entfernt gibt es ein kleines Restaurant, wo wir um 13 Uhr auf der Terrasse, natürlich mit bestem Ausblick, ein sehr gutes und reichhaltiges Mittagessen zu uns genommen haben: zuerst einen griechischen Salat mit Schafskäse und geröstetem, mit Olivenöl übergossenem Brot, dann eine Grillplatte für zwei Personen, die wir nicht ganz schafften. Die freundliche Serviererin brachte uns ein Alugefäß, damit wir die Reste mitnehmen konnten. Mit einem schönen Salat dazu ist das noch einmal eine Mahlzeit für uns.

Erst einen großen Salat und dann eine Grillplatte, war viel zuviel ;-)

Wir studierten die Karte, wo es als nächstes hingehen soll. Xenia hatte ja schon im Vorfeld einiges herausgesucht, das ergänzten wir jetzt noch mit 2 Höhlen zum Selbsterkunden, die uns interessant vorkamen. Doch bevor wir die erste auf der Halbinsel Methana ansteuerten, besuchten wir noch die antike, hellenistische Kultstätte Epidauros.

Um 16 Uhr waren wir dort, jetzt nach dem Hauptandrang der Besucher. Auf dem Weg waren uns einige Busse entgegengekommen. Es war um diese Uhrzeit kein Problem mehr, einen Parkplatz zu bekommen, obwohl die Anlage bis 19 Uhr geöffnet hat.

Besonders bekannt und berühmt ist das Theater von Epidauros mit seiner phantastischen Akustik. Es ist in einen Berg eingebaut und bietet auf seinen steinernen Rängen bis zu 14.000 Zuschauern Platz. Wir kletterten die ganzen Ränge hinauf und konnten von ganz oben tatsächlich immer noch verstehen, was unten in der Mitte gesprochen wurde. Das hatte uns schon 1984 fasziniert und daran konnten wir uns beide noch gut erinnern.

Wie überall gab es ein paar Säulen. Rechts sieht man, wie man heute die Säulen errichten kann (mit Elektrik und Stahlseilen)

Nicht mehr im Gedächtnis hatten wir die dazugehörigen anderen Ausgrabungen. Epidauros war ein Ort zur Heilung und Genesung und dem Gott der Heilung Asklepios geweiht. Neben dem Theater gab es Badehäuser, eine Vielzahl an Tempeln, ein Stadion und ein Gästehaus. Die Reste davon haben wir uns angeschaut und natürlich auch dem kleinen Museum auf dem Gelände einen Besuch abgestattet. Wieder gab es kopflose Statuen zu bewundern.

Um 17:30 Uhr waren wir wieder an der Berta und machten uns eine Tasse Cappuccino. Dann entschlossen wir uns, noch in die Nähe der Peristeri Höhle auf der Halbinsel Methana zu fahren, die wir am nächsten Tag erkunden wollen.

Der Weg dorthin war phantastisch! Bevor man auf Methana kommt, fährt man ein ganzes Stück auf einer sehr schönen Küstenstraße. Links direkt das Meer, rechts steile Felsen. Schon alleine diese Fahrt war den Abstecher wert. Dann gestaltete sich allerdings die Suche nach einem Nachtplatz etwas schwierig. Wir fuhren zuerst an einen sehr schönen Strand, wo wir auch problemlos hätten übernachten können. Aber hier gab es so viele Mücken, dass wir geflohen und weiter in Richtung Höhle gefahren sind. Einen guten Kilometer nach der Höhle entdeckten wir dann querab der Straße einen Platz, wo wir stehen konnten. Leider hatte es auch hier Mücken, aber nicht mehr so viele wie am vorigen Strand. Da es inzwischen 19:30 Uhr war, suchten wir nicht mehr weiter sondern blieben dort stehen und im Auto.

Es gab noch ein kleines Vesper und ein Missgeschick, das böse hätte ausgehen können! Xenia hatte Teewasser aufgestellt und dann die Vespersachen aus dem Kühlschrank geräumt. Dabei ist eine Packung Schinken in den Herd gerutscht und die Verpackung hat Feuer gefangen. Sie konnte den Brand schnell löschen, aber es war schon ein Schreck. Etwas aufwändiger war es, das verbrannte Plastik wieder vom Kochfeld abzubekommen. Aber auch das hat Xenia bewältigt und wir waren sehr froh und dankbar, dass sonst nichts Feuer gefangen hatte! Das Vesper hat dann trotzdem gut geschmeckt.


< Di 15.04.25 – Kanal von Korinth, Antikes Korinth | zurück | Gründonnerstag 17.04.25 – Methana rundum, Kurvenfahrt nach Didyma >


Page last modified on 17.04.2025, at 09:08 PM CEST
Powered by PmWiki