Berta-Griechenland25-Tag20


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Dienstag, 15.04.2025 – Kanal von Korinth, Antikes Korinth

Von Athen bis zur Burg Akrokorinth – 97 km

Wetter: meist bedeckt, ab und zu ein paar Sonnenstrahlen oder Regentropfen, 17 bis 22 Grad

Die Nacht war schrecklich! Fast durchgehend hatten wir Lärm von kommenden oder abfahrenden Bussen, die dann noch bis zu einer Stunde im Leerlauf betrieben wurden oder hupend rückwärts einparkten. Udo schaffte es irgendwie, trotzdem zu schlafen, Xenia gelang das nur sehr eingeschränkt. Entsprechend müde und gerädert war sie am Morgen.

Der Vormittag war Versorgungstag für die Berta und für uns. Berta bekam frisches Wasser und eine Kloentleerung, dann starteten wir in Richtung Korinth. Bevor es auf die Autobahn ging, konnten wir noch günstig tanken und durften dort auch das Grauwasser entleeren. Ein paar Meter weiter kam ein Lidl, den wir gleich für den dringend nötigen Einkauf nutzten. Jetzt waren wir bestens versorgt und ausgerüstet für neue Abenteuer!

Wir kauften uns ein Autobahnticket und kamen nach etwas Stau am Rand von Athen zügig voran in Richtung Korinth. Es regnete ein paar Tropfen, aber es hörte auch schnell wieder auf.

Am Kanal von Korinth machten wir Halt und bestaunten wie vor 40 Jahren den tiefen Einschnitt ins Erdreich. Ein Schiff war kam leider nicht vorbei.

Drei Brücken führen über den Kanal: eine alte Eisenbahnbrücke, die Autobahnbrücke eine neue Straßenbrücke, von der aus man im Sommer sogar Bungee-Jumping in den Kanal machen kann.

Weiter ging es zum Anfang des Kanals am Golf von Korinth, wo wir die Berta beim Leuchtturm abstellen konnten. Nach einem Mittagsvesper ging Udo zur Brücke, die für die Durchfahrt von Schiffen in den Kanal abgesenkt werden kann. Xenia blieb in der Berta und machte eineinhalb Stunden Mittagschlaf. Danach fühlte sie sich deutlich besser! Inzwischen waren Schiffe zur Durchfahrt gekommen und Udo konnte seine Bilder machen.

Insbesondere für größere Schiffe wird die Kanaldurchfahrt ganz schön eng!

Direkt neben der heutigen Straße sieht man noch die Strecke, auf der in der Antike die Schiffe auf Balken über den Berg bis zum anderen Meer gezogen wurden.

Nun mussten wir planen, wie wir unsere Reise fortsetzen, und entschieden uns für einen Besuch vom Antiken Korinth und der Burg Akrokorinth. Akrokorinth schließt schon um 15:30 Uhr, aber das Antike Korinth hat bis 19 Uhr geöffnet. So fuhren wir durch Neu-Korinth, sahen vom Auto aus den Hafen und die Skulptur eines geflügelten Pferdes und kamen um 16:30 Uhr auf den Parkplatz vom Antiken Korinth an. Die Überreste der antiken Stadt, in der auch der Apostel Paulus zwei Jahre lang Gemeinde gebaut und gewirkt hat, liegt etwas oberhalb von Korinth und unterhalb des hohen Felsklotzes von Akrokorinth. Wir besichtigten das Museum und die antike Stadtanlage römischer Prägung.

Im Museum werden Funde aus Korinth und Umgebung ausgestellt. Besonders sind hier die vielen Steinfiguren ohne Köpfe. Auf unsere Frage, wo denn die Köpfe geblieben sind, antwortete man uns, dass die Statuen mit Absicht so hergestellt wurden. Statt einem Hals gibt es eine Vertiefung, in die dann – je nach Wunsch und Anlass – verschiedene Köpfe eingesteckt werden konnten. Sehr praktisch, denn man weiß ja nie, wer der nächste wichtige Mann sein wird ... Ein paar Köpfe konnten dann auch noch bewundert werden. In einem anderen Raum sind ein paar Gräber zu sehen. In einem liegt sogar noch ein Skelett. Und natürlich sind auch hier allerhand Alltagsgegenstände ausgestellt, die wieder zusammengepuzzelt wurden.

Auf dem Gelände bestechen vor allem die sieben verbliebenen Säulen des Apollo-Tempels und die römische Agora. Dort befindet sich in der Mitte eine monumentale Rednerbühne, die Bema, von der aus der römische Statthalter sprach und von der aus auch Paulus gepredigt haben soll. Ansonsten gibt es viele Steine, die Häuser und Straßenzüge erahnen lassen.

Das Außengelände und die Statuen mit auswechselbaren Köpfen.

Caesar und ich. Und Xenia an dem Platz, wo sich Paulus vor den Korinthern verteidigen musste.

Um 18 Uhr waren wir wieder an der Berta und entschlossen uns, noch hinauf zur Burg Akrokorinth zu fahren. Dort kamen wir auf einem Parkplatz mit wunderschönem Ausblick auf Korinth und den Golf von Korinth an. Hier verbrachten wir neben einem VW-Camper mit einer vierköpfigen Familie mit Hund aus der französischen Schweiz die Nacht.


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