Berta-Griechenland25-Tag16


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Freitag, 11.04.2025 – Korykische Höhle, Athen

Von der Korykischen Höhle bei Delfi bis Athen – 168 km

Wetter: sonnig, 3 bis 19 Grad

Unser Nachtplatz war absolut ruhig und ungestört, nur eben ziemlich kalt. Der neue Morgen erwartete uns mit 3 Grad Außentemperatur und Sonnenschein.

Nach dem Frühstück zogen wir alles an, was wir an warmen Sachen dabei hatten. Bei Xenia waren das: Poloshirt, Pulli, Strickjacke, Winterjacke, Feinstrumpfhose, Stirnband und Handschuhe. So ausgerüstet begaben wir uns auf den 3-Kilometer-Marsch hinauf zur Korkydischen Höhle. Der Weg führte uns auf einer groben Schotterstraße 200 hm den Berg hinauf. Es ging durch einen Wald, aber wir hatten auch immer wieder sehr schöne Ausblicke und nach einer Zeit wurde uns richtig warm und wir konnten eine Schicht nach der anderen wieder ausziehen.

Die Höhle kann selbst erkundet werden. Sie war früher ein Heiligtum und noch heute ist in der Mitte des ersten Raumes so etwas wie ein kleiner Altar. Hier hat man noch etwas Tageslicht durch das Eingangsloch. Wer mutig ist, kann weiter in die Höhle einsteigen, aber das geht dann nur mit Taschenlampe bzw. Stirnlampe und Kletterei über teils klitschige Steine und Felsen. Udo ging noch ein Stück, Xenia verzichtete darauf.

Als wir wieder aus der Höhle heraus waren und noch etwas die schöne Aussicht genossen, kam ein weiterer Höhlenbesucher. Es war ein junger Grieche aus Athen, dessen Freundin beruflich beim Wirtschaftsgipfel in Delfi zu tun hatte. Er begleitete sie und machte in der Zeit, wo sie beschäftigt war, ein paar Outdoor-Aktivitäten. Er war mit seinem Auto über die grobe Schotterstraße bis kurz vor dem Höhleneingang gefahren und bot uns an, uns nach seinem Höhlenbesuch zurück zur Berta mitzunehmen. Das lehnten wir aber dankend ab, wir gingen im Sonnenschein gerne den Weg zu Fuß wieder zurück.

Dort angekommen war es 12 Uhr und wir machten uns ein kleines Vesper, bevor wir weiterfuhren. Dabei stellten wir fest, dass es schon von Vorteil ist, mit Kühlschrank und Bett unterwegs zu sein.

Zuerst ging es bis Arachova die Serpentinen den Berg hinunter, die wir gestern hinaufgefahren waren. Dann fuhren wir durch den Ort weiter in Richtung Athen. Die Ortsdurchfahrt ist ziemlich eng und voller Souvernirläden. Ein Bus vor uns ist fast nicht durchgekommen, musste nochmal ein Stück rückwärts zurückfahren und wurde durch Anhalten des Gegenverkehrs durchgewunken.

Unser nächstes anvisiertes Ziel war Marathon. Wir fuhren Landstraße und kamen über Berge und durch Talebenen, zuerst auf der N48, dann auf der N3 bis Thiva. Kurz nach der Gabelung, wo die E75 nach Athen abzweigt, sahen wir einen Lidl und da einige unserer Vorräte am Ausgehen war, hielten wir hier an. Xenia ging zum Einkaufen, Udo machte eine verdiente Pause nach der langen Autofahrt. Da wir Hunger hatten, verspeisten wir gleich ein paar frische Backwaren im Auto und schauten uns etwas genauer an, wohin wir eigentlich fuhren. 1984 waren wir in Marathon gewesen, aber wir mussten feststellen, dass es dort außer einem Grabhügel von gefallenen Athener Soldaten und einem Stausee mit Staumauer nichts zu besichtigen gibt. Das hat uns jetzt nicht gerade begeistert. So beschlossen wir, direkt nach Athen weiterzufahren.

Athen hat nur einen Campingplatz. Udo rief dort an, weil man nur mit einer Reservierung einen Platz bekommt. So erfuhr er, dass der Platz noch geschlossen war und erst in der kommenden Woche am 15.4. wieder öffnet. In einer Stadt wie Athen wollten wir aber einen sicheren Platz für die Berta haben, um ohne Befürchtungen um sie die Stadt besichtigen zu können. Wir überlegten kurz, ob wir die Zeit bis zum 15.4. auf der Insel Euböa überbrücken, aber 4 Tage waren dann doch sehr viel und wir wollten ja Zeit für den Peleponnes haben. Da entdeckte Xenia auf Park4Night “Parking Remiza”, wo Bus- und LKW-Fahrer übernachten bzw. ihre Fahrzeuge abstellen. Hier sind auch Wohnmobile willkommen und man ist in 30 Minuten mit Bus und Metro in der Stadtmitte. Wir riefen dort an und bekamen tatsächlich noch einen Platz zugesagt. Somit war unser nächstes Ziel klar: Athen, wir kommen!

Um 18:45 Uhr waren wir auf dem großen Parkplatz, schauten uns kurz um und starteten dann noch zu einer Abendtour in die Stadt. Mit Bus und Bahn fuhren wir zur Akropolis und gingen zum Sonnenuntergang auf den Berg, wo wir schon vor 40 Jahren waren, um die beleuchtete Akropolis zu sehen. Heute waren dort aber mehr Menschen als damals und es war sogar Vollmond.

Auf dem Rückweg in die Stadt rief Timo an, weil Ida mit uns telefonieren wollte.

Wir gingen noch etwas durch die Gassen der Altstadt und aßen in einem Restaurant Souvlaki und Tzatziki. Es war nichts Besonders, aber okay. Danach machten wir uns auf den Rückweg und kamen noch bei einer nächtlichen Demo vor dem Denkmal des unbekannten Soldaten vorbei. Um 23:30 Uhr waren wir wieder in der Berta.


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