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Mittwoch, 09.04.25 – Meteora-Klöster, Baden im Thermopilion (Thermalbadebecken) bei Lamia
Von Kalampaka bis Lamia – 162 km
Wetter: sonnig, 6 bis 16 Grad
In der Nacht regnete es heftig. Am Morgen war der Himmel bewölkt, machte sich aber immer mehr auf und tagsüber schien dann die Sonne – allerdings bei morgendlichen Temperaturen von 6 Grad! Daher gaben wir das Vorhaben auf, die Meteora-Klöster mit den Fahrrädern zu erkunden, und fuhren sie stattdessen mit der Berta an. Das sollte sich als genau richtig herausstellen, denn es gibt keine extra Radwege und die Fahrstraße zu den Klöstern ist mit PKWs, Wohnmobilen, Shuttle- und Reisebussen stark befahren. Es war heute schon einiges los – wie sieht es wohl hier im Sommer aus?
Zuerst machten wir uns auf den Weg zum größten der 6 Klöster, die man besichtigen kann, dem Kloster Megalo Meteoron (Metamorphosis). Doch die ganze Straße vor dem Kloster war schon zugeparkt. So mussten wir zurückfahren und fanden beim Kloster Varlaam, das nur 10 Minuten zu Fuß entfernt liegt, einen Parkplatz. Da wir nun schon einmal da waren, besichtigten wir zuerst Varlaam. 195 Stufen mussten wir bis zum Eingang bewältigen. Jedes der Klöster kostet 5 Euro Eintritt, was sich beim Besuch mehrerer Klöster ganz schön summiert.
Wir bestaunten eine sehr schöne kleine Kirche, hatten wunderschöne Ausblicke und statteten auch dem Museum mit alten Büchern, Manuskripten und Urkunden einen Besuch ab. Auch ein großes altes Weinfass und die Seilwinde, wo früher die Mönche und Lebensmittel heraufgezogen wurden, konnten besichtigt werden.
Anschließend gingen wir die 10 Minuten den Berg hinauf zum Kloster Megalo Meteoron. Hier muss man 264 Treppenstufen durch die Felsenschlucht und die Steilwand entlang bewältigen. Wir waren nicht die Einzigen, die das taten. Auch hier gab es die alte Seilwinde und einen Raum mit mehreren Weinfässern und einer Destille. Außerdem konnten wir uns eine alte Küche, eine Kirche und einen Raum mit Märtyrerdarstellungen anschauen. Auch hier gab es natürlich wieder wunderbare Ausblicke auf Kalampaka und andere Klöster.
Bevor wir zurück zur Berta kamen, machten wir noch eine kleine Wanderung abseits der Straße zu einem Aussichtsfelsen und um einen Berg herum. Hier waren wir ganz allein, was nach dem Rummel in den Klöstern richtig gut tat. Alles ist jetzt grün, Blumen und Bäume blühen und die Aussichten waren einfach nur phantastisch!
Wieder an der Berta angekommen war es 13 Uhr geworden und wir machten erst einmal eine Vesperpause.
Anschließend fuhren wir noch zu einem weiteren Kloster, dem Kloster Agia Triada, das wegen seiner exponierten Lage auf einem schmalen Felsen besonders ins Auge sticht. Hier wurden auch Szenen für den James-Bond-Film “In tödlicher Mission” gedreht. Auf der Fahrt dorthin hielten wir ein paarmal an, machten Fotos von den Felsen und Klöstern und tranken einen Kaffee.
Auch beim Kloster Agia Triada waren wieder einige Höhenmeter und Treppenstufen (zuerst in eine Schlucht hinunter und dann am Felsen zum Kloster hinauf) zu bewältigen. Belohnt wurden wir durch einen tollen Ausblick und eine schöne Kirche.
Jetzt war es 16:30 Uhr und wir hatten genug Klöster gesehen und waren genügend Treppen gestiegen. Wir entschlossen uns zur Weiterfahrt. Bei wärmerem Wetter wären wir nach Volos und anschließend den Pilion-Finger hinuntergefahren, aber dort gibt es “nur” wunderschöne Strände und zum Baden im Meer ist es viel zu kalt!
So fuhren wir gen Süden nach Lamia, wo es warme Thermalquellen gibt. Wir gönnten uns wieder die Autobahn, fuhren fast allein auf einer neuen Straße, ersparten uns dabei einige Pass-Straßen und Ortschaften und sparten eine Stunde Zeit gegenüber der Landstraße. Es war nicht billig (25 Euro), aber wir konnten dafür an einer Autobahntoilette unser Campingklo ausleeren. Da wir inzwischen einen biologisch abbaubaren WC-Zusatz haben, ist das gut möglich.
Auch bei Lamia kommt wie in Pozar das leicht schwefelhaltige Thermalwasser mit 38 Grad aus dem Boden und wir fuhren an eine Stelle, wo man in einem natürlichen Badebecken umsonst baden darf. Als wir dort ankamen, waren 5 Personen im Wasser. Wir kochten zuerst noch ein paar sehr gute frische Tortellini mit einem gemischten Salat und gingen dann ins warme Badebecken.
Überall, wo es im Becken blubberte, kam warmes Wasser aus der Erde. Wir bleiben eine Stunde im Wasser und erlebten von dort aus den Sonnenuntergang. Zum Schluss waren wir ganz allein im Wasser. Als wir aus dem Wasser gingen, kamen aber noch ein paar Autos mit jungen Leuten. Wir sind trotzdem auf dem Parkplatz geblieben, da wir müde waren und keinen besseren Übernachtungsplatz kannten.
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