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Sonntag, 06.04.25 - Petralona Höhle
Von Sarti bis zur Aggitis-Höhle – 289 km
Wetter: vormittags Sonnenschein, nachmittags bewölkt, abends Regen. 18 bis 10 Grad
Am Morgen begrüßte uns die Sonne und der Frühstücksblick über den Hafen von Sarti bis zum Meer war sehr schön.
Wohlgemut verließen wir unseren ruhigen Übernachtungsplatz und fuhren zur Höhle Petralona in der Mitte von Chalkidiki. Das Wetter war eigentlich zu schön für einen Höhlenbesuch, aber sie lag einfach auf dem Weg und die Fahrt dorthin war bei Sonnenschein auch sehr schön. Während der Fahrt luden wir zum ersten Mal unsere Fahrrad-Akkus mit dem neuen Wechselrichter, den Udo installiert hatte - und das hat wirklich funktioniert.
In Metamorfosi, das direkt auf der Strecke nach Petralona liegt, machten wir einen Abstecher vor an den Strand. Dort waren wir schon einmal vor 40 Jahren gewesen auf unserer ersten Griechenlandreise 1984. An dem Strand haben wir gebadet und auf dem Campingplatz übernachtet. Das Wasser ist immer noch so klar wie damals, aber von der Hühnerkacke, die uns damals so gestört hat, war heute nichts mehr zu sehen. Dafür ist der Campingplatz riesig groß geworden! Wir setzten uns auf ein Bänkle am Ufer, genossen die Sonne und das Meer und schwelgten in Erinnerungen. 40 Jahre ist schon eine lange Zeit, da hat man viel miteinander erlebt und durchgestanden.
Campingplatz, auf dem wir vermutlich vor 40 Jahren eine Nacht verbracht haben, und ein Blick auf den Strand.
Nach dieser Pause ging es dann weiter zur Petralona-Höhle. Auch sie beeindruckte uns wieder sehr, diesmal durch die Menge von Stalagmiten und Stalaktiten, die es dort gibt. Wir duften mit der Berta nicht direkt an der Höhle parken, sondern wurden auf einen Parkplatz ca. 1 km entfernt eingewiesen. Von dort fährt ein Shuttle-Bähnle zur Höhle, aber wir entschlossen uns, dieses nicht zu benutzen sondern zu Fuß den Kilometer zu gehen. Ein bisschen Bewegung tat uns gut nach der Autofahrt.
Um 12 Uhr waren wir an der Kasse, wenige Minuten später ging es los. In einer kleinen Gruppe durften wir 300 Meter durch die Höhle gehen, die eigentlich 10 km lang ist. Die Tour dauerte 30 Minuten, danach wurde man noch ins Museum geführt. Die Hauptattraktion dort ist ein Schädelfund eines Homo Heidelbergesis. Außerdem sind zahlreiche Knochen von wilden Tieren der damaligen Tierwelt ausgestellt und es wird erklärt, dass die Höhle 1959 von einem örtlichen Bauern zufällig entdeckt wurde, der auf der Suche nach Trinkwasser für die Stadt war. An einer Stelle hörte er aus einem Erdloch Geräusche und dachte, eine Quelle gefunden zu haben. Aber es war dann keine Quelle, sondern die wunderschöne Tropfsteinhöhle.
In der Höhle wurde ein Schädel des Homo Heidelbergensis gefunden, der wohl vor 200-300 Tsd Jahren hier gelebt hat.
Zurück auf dem Parkplatz aßen wir bei einem Imbiss Gyros mit Pommes und entschlossen uns, heute noch nach Nordosten in die Berge zur Aggitis River Cave zu fahren. Für den nächsten Tag war ringsum Regen und ein Kälteeinbruch angesagt, da sind Höhlen die beste Option. Zuerst war noch ein Zwischenstopp in Philippi in Diskussion, aber wir entschieden uns dagegen, weil wir noch genügend Ausgrabungsfelder vor uns haben und uns keinen Stress machen wollten. Die Nestor-Schlucht und Strände am Nestor-Delta haben wir wetterbedingt ebenfalls vom Routenplan gestrichen.
Heute sind wir viele Straßen gefahren, von Autobahn bis zu kleine, Landstraße. Schotterwege, die noch vor 40 Jahren üblich waren, wenn man weg von der Küste war, haben wir keine mehr gefunden.
Wir fuhren tatsächlich ins schlechte Wetter hinein. An einem Aussichtspunkt unterwegs machten wir eine Schlaf- und Kaffeepause und fuhren dann auf kleinen und großen Straßen bis zur Aggitis-Höhle, die aber um 18:30 Uhr, als wir dort ankamen, wie vorhergesehen schon geschlossen hatte. Wir stellten uns auf einen Parkplatz ein paar hundert Meter vom Eingang entfernt und verbrachten dort die Nacht. Es hatte jetzt nur noch 10 Grad und nach dem Abendessen begann es auch zu regnen.
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