Berta-Griechenland25-Tag09


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Freitag, 04.04.25 – Edessa, Fahrt nach Chalkidiki

Von Edessa bis zum Strand Kalogria zwischen Nikiti und Elia auf Sithonia (Chalkidiki) - 217 km

Wetter: bewölkt, viel Regen, etwas Sonne auf Chalkidiki – 12 bis 16 Grad

Am späten Abend kamen noch Jugendliche auf den Parkplatz, die sich bei lauter Musik hier trafen, aber sie waren dann auch wieder weg und wir hatten eine ruhige Nacht.

Wegen der erneuten fehlenden Stunde durch die andere Zeitzone in Griechenland begannen wir den Tag eine halbe Stunde später als gewohnt. Außerdem war das Wetter nicht berauschend: wolkenverhangen und kalt.

Den Vormittag nutzten wir dafür, Edessa zu erkunden. Laut Reiseführer soll die Stadt einer der schönsten Orte in Nordgriechenland sein. Wir haben uns gefragt: Wie sehen dann die anderen aus?? Ja, es gibt schöne Ecken und Straßen, der Park ist auch ganz nett, aber es gibt auch viel Müll und baufällige Gebäude.

Das Wahrzeichen der Stadt sind die Wasserfälle, die Kataraktes, und wegen diesen waren wir hier. Sie können sich schon sehen lassen, vor allem im Frühling und wenn es viel regnet, wie das zur Zeit leider der Fall ist.

In der Touristeninfo bei den Wasserfällen wurde uns zu einem Citypass geraten, der uns für 5 Euro freien Zutritt zu weiteren Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen gab.

Doch bevor wir uns diese anschauten, gingen wir zum großen Wasserfall Karanos, hinter dem man durchgehen kann und wo sich auch eine kleine Höhle befindet. Leider waren wir nicht allein. Gerade, als wir die Info verließen, kam eine große Reisegruppe an. Mit diesen Leuten mussten wir das Wasserfall-Erlebnis teilen. Das war natürlich ein bisschen störend, aber es ging noch. Wir ließen es uns nicht nehmen, den Wasserfall auch von unten zu bestaunen mit dem Preis, dass wir auf dem Weg nach unten ziemlich nass wurden und Udo auf den klitschigen Stufen ausrutschte und hinfiel. Zum Glück ist ihm nicht viel passiert, nur der Ellenbogen tut noch etwas weh.

Nach der Wasserfallrunde besichtigten wir ein Reptilienhaus mit vielen Schlangen ganz unterschiedlicher Art und Größe, Wasserschildkröten und Leguanen. Die Tiere waren in viel zu kleinen Terrarien eingesperrt. Selbst die ekligen Schlangen haben uns leid getan. Dann waren wir noch in einer Sesammühle, wo uns eine nette Frau auf englisch erklärte, wie Sesam gewonnen und verarbeitet wird. Wir besuchten außerdem ein Haus in der Altstadt, wo wir einen Film über Edessa gezeigt bekamen, ein kleines Folkloremuseum und die kleine sehr alte Kirche Petrou & Pavlou.

Nun hatte es wieder zu regnen begonnen. Wir machten noch einen Abstecher zur alten aber wunderschönen Metropolitenkirche mit ihren Fresken aus dem 14. Jahrhundert.

Auf dem Rückweg zur Berta nahmen wir bei einem kleinen Bäcker, bei dem die Einheimischen einkaufen, ein paar salzige Empanadas, ein Brot und 2 Berliner (mit Pudding und Aprikosenmarmelade) mit.

Um 13 Uhr waren wir wieder in der Berta und verspeisten die Bäckerköstlichkeiten mit einer Tasse Kaffee. Nach Konsultation der Wetter-App beschlossen wir, nach Chalkidiki weiterzufahren. Dort sah der Wetterbericht für die nächsten beiden Tage am besten aus.

Doch bis wir dort waren, hatten wir noch eine lange Fahrt im Regen zu bewältigen. Als wir unseren Parkplatz verließen, kamen wir an einer langen Schlange von Omnibussen vorbei, die vor dem Eingang der Wasserfälle standen. Wie es dort wohl jetzt zuging?

Erst kurz vor Thessaloniki hörte es auf zu regnen. Durch Thessaloniki bzw. auf der Ortsrandumfahrung hatten wir etwas Stau, aber google meinte, es sei die schnellste Route. 1984 hatte die Autobahn in jede Richtung nur eine Spur, wie die heutige Autobahn sie hat, und zusätzlich einen breiten Randstreifen. Die LKWs fuhren auf dem Randstreifen, die schnelleren Fahrzeuge auf der normalen Spur. Das lief super, sofern kein Eselkarren auf dem Randstreifen war, den die LKWs auf der mittleren Spur überholen mussten.

Chalkidiki begrüßte uns tatsächlich mit Sonnenschein. Xenia hatte einen Stellplatz nach Nikidi, direkt am Meer am Strand Kalogria herausgefunden, den wir ansteuerten und um 18:30 Uhr dort ankamen – ziemlich zermürbt von der langen Fahrt.

Zum Abendessen gab es zuerst als Nervennahrung einen Cappuccino mit ein paar süßen Waffeln und Keksen, dann Rühreier mit Speck, Paprika und Parmesan, dazu einen Salat.

In der Abenddämmerung machten wir zum Tagesabschluss einen kleinen Strandspaziergang. Leider verhinderten die inzwischen wieder aufgezogenen Wolken einen schönen Sonnenuntergang.

Rundgang durch die Stadt auf Komoot


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