Berta-Griechenland25-Tag06


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Dienstag, 01.04.25 – Windhöhle Špilja Vjetrenica, Fahrt an der Adriaküste und durchs Bergland von Bosnien-Herzegowina

Von Dubci bis Kloster Tvrdos vor Trebinje – 218 km

Wetter: bewölkt und windig, 15 Grad

Die Nacht war wirklich sehr stürmisch: böiger starker Wind, der um die Berta heulte und sie immer wieder ins Schwanken brachte, obwohl wir sie mit der Schnauze in den Wind gestellt hatten. Es war schon sehr abenteuerlich und manchmal nicht ganz geheuer.

Trotzdem haben wir einigermaßen gut geschlafen, waren aber am Morgen froh, nach dem Frühstück wieder den Berg hinunter und die Küste weiter gen Süden fahren zu können.

In Makarska machten wir einen Zwischenstopp bei einem Lidl und deckten uns mit frischen Lebensmitteln und Sprudel ein.

Weiter ging es die Küstenstraße entlang, wo so mancher Hügel zu bewältigen war. Es windete immer noch ordentlich und der Himmel war bewölkt. Ab und zu gab es ein paar Regentropfen, dann kamen wieder ein paar Sonnenstrahlen durch.

Auf einem Parkplatz auf einem Berg mit schöner Aussicht legten wir eine Mittagsrast ein und verzehrten die ersten Lidl-Köstlichkeiten. Danach ging es weiter zur Grenze nach Bosnien-Herzegowina. Der vom ADAC angekündigte Rückstau ins Nicht-EU-Ausland hielt sich in Grenzen – wir waren die Einzigen an der Grenzanlage. Aber wir mussten immerhin unsere Reisepässe vorzeigen, die genau studiert und wir gefragt wurden, woher wir kämen und wohin wir wollten.

Unser nächstes Ziel war die Windhöhle Špilja Vjetrenica, laut Reiseführer die größte Höhle von Bosnien-Herzegowina mit sehr schönen Felsformationen, Stalaktiten und unterirdischen Seen. Im Sommer führt ein unterirdischer Fluss dazu, dass immer wieder kalte Windstöße aus der Höhle kommen. Das war aber bei uns aber noch nicht der Fall.

Bosnien-Herzegowina überraschte uns mit einer tipptopp hergerichteten neuen Straße – der besten, die wir bisher gefahren waren. Allerdings mussten wir diese nach wenigen Kilometern verlassen und auf ein sehr kleines Sträßchen wechseln, auf dem man nur hoffen konnte, dass keiner entgegenkommt. Das ist zweimal trotzdem passiert, aber Udo hat die Situationen mit Bravour gemeistert.

Um 14:45 Uhr waren wir an der Höhle, gerade passend zur Führung um 15 Uhr. Wir waren die einzigen Besucher und bekamen daher eine Privatführung. Die Frage von Xenia, ob hier immer so wenig los sei, wurde heftig verneint. Über die Sommermonate hätten sie ca. 20.000 Besucher. Die Höhle ist sehr weitläufig, man kann aber nur 700 m der insgesamt 22 km besichtigen. Die Wasserbecken im Inneren der Höhle haben so klares Wasser, dass sich die Decke darin spiegelt und man meint, in einen großen Höhlenraum hinunterzublicken. Jede Höhle ist doch wieder anders als die anderen und hat ihren eigenen Charme.

Nach dem Besuch war es 16:15 Uhr geworden. Wir überlegten, was wir noch machen und wie wir weiterfahren wollen. Zur Wahl stand die Rückkehr zur Küstenstraße mit einem Besuch von Dubrovnik oder eine Fahrt durchs Inland von Bosnien-Herzegowina. Wir entschieden uns für Letzteres, da wir genug Küstenstraße gefahren waren und Dubrovnik nach unseren Recherchen so überteuert ist, dass es uns das nicht wert war.

Was wir aber brauchten war neues Frischwasser. Der Wassertank war inzwischen wieder fast leer und Xenia wollte gerne noch duschen. So suchten wir auf der Strecke nach Albanien nach Wasser und wurden fündig beim Kloster Tvrdos, wo es einen ebenen Parkplatz und eine schöne WC-Anlage mit einem Wasseranschluss gibt.

Dorthin fuhren wir und Udo füllte 5 Gießkannen Wasser in unseren Tank. Da es inzwischen fast 18 Uhr geworden war, beschlossen wir nach einigem Hin und Her, nicht mehr weiterzufahren sondern hier zu übernachten mit der Hoffnung, nicht von den noch hier lebenden Mönchen vertrieben zu werden.


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