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Sonntag, 30.03.25 - Küstenstraße, Paklenica Nationalpark
Von einer Bucht bei Omisalj auf Krk bis in die Nähe von Zaton, kurz vor dem Krka Nationalpark - 258 km
Wetter: sonnig und teilweise sehr windig, 15 bis 20 Grad
In der Nacht hatte es zeitweise ziemlich gestürmt. Am Morgen waren noch einige Wolken am Himmel, aber die Sonne begrüßte uns auch mit ein paar Strahlen. Durch die Zeitumstellung auf Sommerzeit waren wir eine halbe Stunde später dran als gewöhnlich und schauten uns nach dem Frühstück noch Bilder aus unserem alten Griechenland-Urlaubstagebuch aus dem Jahr 1984 an. Diese Betrachtung nahm ein ziemlich abruptes Ende, als plötzlich mehrere Polizeiautos auftauchten und ein Schwarm von Polizisten in Uniformen unser Auto umgab. Wir waren froh, dass sie nichts von uns wissen wollten, obwohl man in Kroatien nicht wild campen darf. Dann tauchte auch noch ein großer LKW mit einem Bootsanhänger auf und es ging wohl darum, dieses Boot ins Wasser zu lassen. Uns war das Ganze jedenfalls nicht geheuer, zumal wir dem Unterfangen im Weg standen, und so räumten wir so schnell wie möglich zusammen und verließen um 9:30 Uhr den Platz.
Heute sollte es die Küstenstraße entlang in Richtung Split und Krka Nationalpark gehen. Es stürmte gewaltig, aber der Himmel putzte sich immer mehr heraus, bis er strahlend blau war. Wie wir im Satellitenbild sahen, war das ganze Land bewölkt, nur direkt an der Küste und über dem Meer war es blau.
Kurve um Kurve fuhren wir die Küstenstraße gen Süden mit wunderschönen Abschnitten und Ausblicken. Im Camper wird es Xenia im Gegensatz zu einem normalen Auto nicht schlecht, was hier sehr von Vorteil war.
60 km/h, Überholverbot oder Kurvige-Strecke-Schilder kamen alle paar Meter, immer wieder.
An einer Ausbuchtung machten wir Halt, kochten uns Tortellini, machten eine kurze Mittagssiesta und anschließend einen kleinen Ausflug ans Meer. Der Wind hatte etwas nachgelassen und die Temperatur war auf 20 Grad geklettert. Sehr angenehm!
Um 14 Uhr fuhren wir weiter und beschlossen, das schöne Wetter zu einer kleinen Wanderung im Paklenica Nationalpark durch die Schlucht Velika Paklenica zu nutzen, wo sich der kleine Fluss Velika Paklenica immer wieder in kleinen Wasserfällen in die Tiefe ergießt und sich rechts und links steile Felswände erheben, die bis zu 700 Metern hoch sind. Diese Felsen machen den Nationalpark zu einem Paradies für Kletterer.
Um 15:15 Uhr kamen wir am Eingang an. Xenia handelte für sich noch einen Seniorentarif heraus und um 15:30 Uhr starteten wir zur Wanderung. Wir waren nicht alleine, aber im Sommer geht es hier sicher noch ganz anders zu!
Der Weg die Schlucht hinauf ist recht beschwerlich zu gehen: er besteht aus großen, unförmigen Steinen und man muss die ganze Zeit auf den Boden zu schauen, wenn man sich nicht den Fuß vertreten möchte. Das ist doch etwas schade. Um die Landschaft genießen zu können, muss man immer wieder hinstehen und sich umschauen. Die steilen Felsen sind schon beeindruckend.
Leider war die Höhle noch geschlossen und Winnetou ist uns auch nicht begegnet ;-)
Dank dem Sonnenschein war es eine schöne Wanderung, die man aber nach unserem Urteil nicht unbedingt gemacht haben muss. Für uns war es ein schönes und ergänzendes Kontrastprogramm zum vielen Autofahren.
Um 17:30 Uhr waren wir wieder an der Berta, tranken noch einen Kaffee und machten uns dann auf zur Weiterfahrt in Richtung Krka Nationalpark. Wir hatten uns vorgestellt, die Nacht zwischen Posedarje und Novigrad am Novigrader Meer, einem See bzw. einer Bucht der Adria, zu verbringen, aber die vorgeschlagenen Stellplätze waren entweder direkt an der Straße oder nur über übelste kleine Zufahrtswege zu erreichen. Einmal startete Udo einen Versuch, brach diesen aber schnell wieder ab und war froh, als er das steile und unbefestigte Stück Waldweg hinauf und zurück zur Hauptstraße geschafft hatte, ohne stecken zu bleiben.
So planten wir um und fuhren noch eine knappe Stunde weiter bis zu einer kleinen Kapelle vor Zaton, nahe der Nationalstraße 27. Das letzte Stück ist ein kleiner Schotterweg bis zur Johannes-der-Täufer-Kapelle. Dort kamen wir kurz vor 20 Uhr in der späten Dämmerung an und konnten die Berta auf einem schönen ebenen Platz abstellen. Nur wenige Minuten später war es stockdunkel. Zum Tagesabschluss gab es noch ein kleines Vesper.
Wanderung durch die Schlucht auf Komoot
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