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Sonntag, 07.06.2026 – Palanga, Klaipeda
Von Palanga bis Klaipeda, 24 km
Wetter: heiter, gen Abend zunehmende Quellbewölkung, 25 Grad
Die Nacht war okay. Wir waren gestern Abend so müde, dass uns der Verkehr nicht vom Schlafen abhalten konnte. In der Nacht ließ er dann wohl nach und heute Vormittag war so gut wie nichts mehr los auf der Straße.
Heute wollten wir zu Fuß durch den großen Stadtwald (Birutės-Park) zu Europas größtem Bernsteinmuseum gehen. Gleich nach dem Frühstück starteten wir und machten noch einen kleinen Abstecher vor zum Strand. Auch hier erwarteten uns wieder feinster sauberer Sand, so weit das Auge reichte, und nur wenige Menschen. Ein paar Kinder spielten am Wasser, im Wasser haben wir niemanden gesehen. Dabei war es schon über 20 Grad warm.
Wir gingen ein Stück am Meer entlang und bogen dann wieder in den Wald ein. Zufällig kamen wir am Birutės-Hügel und der dortigen Marienkapelle vorbei.
Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Bernsteinmuseum, das im Palais Tiškevičius untergebracht ist und in dem es über 30.000 Bernsteinexponate zu sehen gibt. Nur leider nicht heute! An der Eingangstür hing ein Schild, dass heute ein nationaler Feiertag (Vatertag) ist und das Museum daher erst wieder am Dienstag öffnet. Wir waren wirklich enttäuscht, aber was soll man machen? So schlenderten wir durch den schönen Botanischen Garten vor dem Museum und gingen dann wieder zurück zur Berta.
Nun fuhren wir weiter nach Klaipeda. Von dort aus wollten wir am nächsten Tag auf die Kurische Nehrung übersetzen. Xenia hatte einen Parkplatz beim Skulpturenpark ausgesucht, der sich als sehr geeignet zum Parken und Übernachten erwies. Von dort aus machten wir einen schönen Stadtspaziergang.
Auch in Klaipeda war einiges los, vor allem entlang des Kanals. Wir bummelten durch die Aussteller und genossen das schöne Wetter: 25 Grad und Sonnenschein. Ganz vor bis an den Yachthafen kamen wir nicht, da die Drehbrücke gerade keinen Übergang über den Kanal möglich machte und wir nicht warten wollten.
Vom Wikinger-Langboot, bis zum Hightech-Anglertraum mit Fischradar
Dafür machten wir einen Abstecher in die Altstadt und zum „Ännchen von Tharau“, dem Wahrzeichen von Klaipėda. Die Bronzestatur steht auf dem zentralen Theaterplatz vor dem restaurierten Staatstheater und ist Teil des Simon-Dach-Brunnens. Simon Dach war der Dichter des Volksliedes und wurde in Klaipeda geboren.
Nun führte uns unser Weg ein kleines Stück durch die Altstadt, bevor es wieder an den Kanal ging zum großen Segelschiff mit Meridianas Schiffsrestaurant. Kurz überlegten wir, ob wir dort essen wollen, entschieden uns aber dann doch für ein anderes Restaurant am Kanal, das zu einem schönem Hotel gehörte. Gerade als wir vorbeikamen wurde ein Tisch frei und wir nutzten die Gelegenheit.
Es war inzwischen 14 Uhr und wir hatten Hunger. Als wir die Speisekarte bekamen waren wir etwas überrascht, Nudelgerichte und Burger aufgeführt zu finden. Wir sollten aber nicht enttäuscht werden. Die beiden Burger, die wir bestellten, waren sehr gut! Nach den Preiserfahrungen der letzten Tage hatten wir mit deutlich höheren Preisen gerechnet als 14 Euro für einen hochwertigen Burger.
Frisch gestärkt machten wir uns auf den Rückweg zur Berta und gönnten uns unterwegs noch ein Eis. Um 16 Uhr kamen wir an der Berta an. Xenia inspizierte den großen Skulpturenpark und setzte sich dort mit ihrem Tolino auf ein Bänkle in den Schatten, Udo machte ein Schläfle in der Berta. Anschließend startete er noch einmal einen vergeblichen Versuch, die Wasserleitung abzudichten. Inzwischen ist es wenigstens gelungen, das Tropfwasser so abzuleiten, dass es in eine kleine Wanne in der Dusche und nicht in die Möbel läuft. So können wir uns immerhin behelfen, ohne dass noch mehr kaputt geht.
Auch wenn es erst 17:30 Uhr war, hatten wir genug für heute und keine Lust, noch einmal in die Stadt zu gehen. Außerdem waren inzwischen dicke Wolken aufgezogen und es war deutlich kühler geworden. Irgendwo war sicher ein Gewitter niedergegangen und was bei uns noch kommen würde, war ungewiss. So ließen wir den Tag gemütlich in der Berta ausklingen und genossen es, einfach Zeit zu haben.





















