Berta-Baltikum26-Tag6


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Freitag, 05.06.2026 – Bernati Naturpark, Rucava, Camping Pukarags im Pape Naturreservat

Von Liepaja zum Pape Naturreservat, 68 km

Wetter: vormittags heiter, mittags bewölkt, ab 16:30 Uhr Regen, 21 bis 17 Grad

Beim Aufwachen war es noch bewölkt, aber bis wir gefrühstückt hatten, schien wieder die Sonne.

Heute wollten wir Liepaja verlassen und gen Süden weiter fahren. Zuvor machten wir aber noch einen Abstecher zu einem anderen Baumarkt in Liepaja in der Hoffnung, vielleicht dort einen Wasserhahn für die Berta zu bekommen. Die Hoffnung erfüllte sich nicht, aber es war schon interessant, was es in Lettland alles zu kaufen gibt. Das Land steht unserem Deutschland in dieser Beziehung in nichts nach.

Unser nächstes Ziel war der Bernati Naturpark, in dem wir um 11:00 Uhr ankamen. Hier wollten wir eine kleine Wanderung durch den Pinienwald und entlang der Küste machen. Da wir heute noch vorhatten, ins Pape Naturreservat zu fahren, entschieden wir uns für die kleinere Wander-Variante.

Vom Parkplatz aus erreichten wir in wenigen Minuten auf einem kleinen Waldweg “Jāņa Čakstes piemiņas zīme”, ein Denkmal für den ersten Präsidenten Lettlands. Es hätte den Weg nicht gelohnt, aber da wir nun einmal fast daran vorbeikamen, machten wir den kleinen Abstecher dorthin.

Nun ging es vor an den Strand und ans Meer. Wieder erwartete uns feiner sauberer Sand, auf dem man in Meeresnähe, wo der Sand feucht und fest war, prima laufen konnte. Mit der Sonne und einer Prise Wind im Gesicht machte das richtig Spaß.

An einer Stelle mussten wir kurz den Strand verlassen, um um ein Privatgrundstück herumzugehen. Der Abstecher hat sich aber sehr gelohnt, denn wir kamen an einem Kaffeeautomaten mitten in den Dünen vorbei. Wir staunten nicht schlecht und nutzten die Gunst der Stunde, ließen uns einen guten Cappuccino heraus und tranken diesen auf einer kleinen Bank in den Dünen mit Meerblick. So lässt es sich leben ...

Noch ein kurzes Stück gingen wir weiter am Meer entlang, dann bog unsere Tour wieder ab in den Pinienwald. Wir hatten gedacht, hier sei alles eben – aber weit gefehlt! Es ging ständig auf und ab. Ob das hier Dünen waren? Der ganze Naturpark ist durchzogen von vielen kleinen Waldwegen. Die meisten hatten wir nicht in unserer Komoot-Karte, dafür fanden wir den Weg nicht, den Komoot uns eigentlich hätte führen sollen. So nahmen wir halt irgendeinen Weg, der ungefähr in die Richtung führte, die wir gehen wollten. Auf diese Weise kamen wir zufällig an verschiedenen Tafeln und Rastbänken, einer besonderen Brücke und einem Kletternetz vorbei, in das man sich hineinlegen und ausruhen konnte.

Die Luft wurde zunehmend schwül-warm und als wir um 13:00 Uhr wieder an der Berta waren, waren wir ziemlich durchgeschwitzt. Wir ruhten ein bisschen aus, zogen uns um und machten uns ein Mittagessen. Wir hatten noch zwei ältere Wecken, die Xenia mit Salami belegte und in der Pfanne mit Käse überbackte. Dazu gab es eine Tomate und ein gekochtes Ei.

Um 14:30 Uhr ging die Fahrt weiter nach Rucava und dort ins Informationszentrum fürs Pape Naturreservat. Dort wollten wir uns nach möglichen Wanderungen und Führungen zu den Wildpferden und Auerochsen erkundigen. Die junge Frau tätigte einige Telefonate für uns und teilte uns mit, dass es morgen um 11 Uhr und um 14 Uhr eine Führung gibt, die zu empfehlen ist. Von den Naturpfaden durch das Reservat riet sie ab, da das Schilf und das Gras zur Zeit sehr hoch und die Wege teilweise zugewachsen seien. Besser wäre da eine Wanderung am Meer.

Eine weitere Empfehlung war eine kleine traditionelle Bäckerei im Ort, die Holzofenbrot herstellt. Dorthin fuhren wir, nachdem wir eine kleine Runde durch das Museum im Informationszentrum gemacht hatten. Wir kauften uns ein halbes noch lauwarmes Brot und fuhren weiter zum Campingplatz Pukarags in der Nähe vom Ort Pape. Um diesen zu erreichen, mussten wir zum ersten Mal ein gutes Stück auf einer Schotterstraße fahren.

Um 16:30 Uhr kamen wir an und mieteten uns ein. Inzwischen waren dicke Wolken aufgezogen. Udo leerte das Klo und den Abwassertank, wir suchten uns einen ebenen Platz auf der Camperwiese aus und Udo konnte gerade noch den Strom anschließen, da begann es zu schütten. Wir freuten uns, im Trockenen sitzen zu können, und machten uns einen Kaffee mit dem frischen Brot und Erdbeermarmelade von zuhause. Sehr lecker!

Nach einer Stunde hörte der Regen auf und wir entschlossen uns, einen kleinen Abstecher vor ans Meer zu wagen. Dort angekommen dauerte es aber keine 5 Minuten, da setzte der Regen wieder ein und wir mussten umkehren.

Der Wetterbericht sagte Regen bis zum nächsten Morgen voraus – da war es gut, auf einem Campingplatz zu stehen und mit Strom und Wlan versorgt zu sein.


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