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Montag, 27.07.2026 – Region Trakai: Varnikai Bohlenweg, Galve-See
Von Trakai zum Galve-See – 20 km, Varnikai Bohlenweg-Wanderung 4,5 km
Wetter: Bewölkt, Regenschauer und Gewitter, abends Aufhellungen – 22 Grad
Die Schön-Wetter-Periode war leider schon wieder vorbei. Wir erwachten bei bewölktem Himmel und es war viel Regen angesagt für heute.
So lange wir den Camperservice machten, die Fußmatten ausklopften und den Boden kehrten, war es noch trocken. Da klar war, dass wir heute nicht viel draußen werden unternehmen können, entschieden wir uns für eine kleine Wanderung durch ein Moorgebiet bei Varnikai, nur wenige Kilometer von Trakai entfernt.
Als wir ankamen, begann es zu regnen. Die Wetter-App sagte voraus, dass dieser bis 12 Uhr dauern und dann für zwei Stunden aufhören würde. Also blieben wir in der Berta und warteten dort den Regen ab. Um 11:30 Uhr hörte er tatsächlich auf und auch das Regenradar sah gut aus. So machten wir uns auf den Weg.
Der Varniku pazintinis takas ist ein 4 Kilometer langer Lehrpfad, der die meiste Zeit durch den Wald verläuft. Etwa die Hälfte der Strecke ist ein Bohlenweg. Das Maskottchen des Lehrpfads ist der Rabe. Es gab 8 Lehrtafeln auf der Strecke, auf denen jeweils ein hölzener Rabe saß. An einer Stelle führte der Weg durchs offene Moor und an einem See vorbei. Eine Badestelle gab es hier allerdings nicht. Die Temperatur war angenehm zum Gehen, es war lediglich etwas schwül durch den Regen. Udo bekam einige Mückenstiche, Xenia hatte sich mit Mückenmittel eingesprüht und blieb verschont.
Um 13 Uhr waren wir trocken wieder zurück an der Berta. Der Waldparkplatz war nicht besonders schön, daher fuhren wir auf einen Parkplatz am Galve-See, an dem wir auf der gestrigen Radtour vorbeigekommen waren. Gestern war er voll und das ganze Seeufer mit Badegästen belegt gewesen. Heute waren wir die einzigen Besucher.
Wir machten uns ein kleines Mittagessen (Spiegelei mit roten Würsten und Paprika-Tomaten-Gurkensalat). Danach war es immer noch trocken und Udo nutzte den See zum Schwimmen. Xenia war es zu windig und ungemütlich dafür. Auf der Wetter-App sahen wir, wie sich eine Gewitterfront näherte. So blieben wir in der Berta und machten Siesta.
Es dauerte nicht lange, da hörten wir das Donnergrollen und der Regen prasselte aufs Dach. Wir machten uns einen Kaffee, schauten auf den See und freuten uns, dass wir im Trockenen waren.
Um 17:30 meldete sich Eva aus Heroldstatt: der Smart sprang nicht mehr an. Nun war Udo beschäftigt mit Recherchen, wie dieses Problem behoben werden könnte, und mit Telefonaten mit der Mercedes-Werkstatt. Xenia machte in dieser Zeit eine Routenplanung für die letzten Tage im Baltikum und stornierte die Fähre für die Rückfahrt. Es war jetzt klar, dass wir über Polen heimfahren wollten.
Um 19 Uhr machten wir noch einen halbstündigen Spaziergang auf einen kleinen Hügel hinauf, um uns die Beine zu vertreten und noch ein bisschen frische Luft vor dem nächsten Regen zu schnuppern.






