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Samstag, 27.06.2026 – Panga Steilküste, Meerbaden am Tuhkana Strand
Vom Steinmännchenplatz in Ohessaare bis Meiuste – 118 km
Wetter: Vormittags Schauer, dann sonnig und etwas schwül – 25 Grad
Wir erwachten bei Sonnenschein, aber schon während des Frühstücks zogen Wolken auf, und als wir um 10 Uhr losfuhren, hatte es angefangen zu regnen. Vor der Abfahrt hatten wir uns noch um die Fähre zur nächsten Insel Hiiumaa gekümmert und herausgefunden, dass für heute keine Tickets mehr für Fahrzeuge online zu buchen waren. Da wir uns nicht darauf verlassen wollten, direkt vor Ort noch ein Ticket zu bekommen, buchten wir die erste Fähre für den nächsten Tag (Sonntag 9:30 Uhr).
Heute wollten wir zur Panga Steilküste und mussten dafür die Saaremaa einmal von Süden nach Norden durchqueren. Während der Fahrt regnete es, erst 15 Minuten vor dem Ziel hörte es auf.
Um 11:30 Uhr kamen wir am Panga Cliff an und machten uns zuerst einen Kaffee mit einem süßen Stückle, um gestärkt für die anstehende Wanderung zu sein. In dieser Zeit füllte sich der Parkplatz mehr und mehr. Als wir losmarschierten schien bereits die Sonne, aber es war durch die Nässe des Regens ziemlich schwül – trotz leichter Brise. Wir gingen vor zur Küste und tatsächlich! Heute konnte man von einer Steilklippe sprechen. Nicht gigantisch, aber immerhin bis zu einer Höhe von 21 Metern ragt die Kalksteinwand direkt am Ostseestrand über eine Länge von 2,5 Kilometern empor.
Der Wanderweg führt oben an der Klippe entlang, allerdings meistens im Wald, so dass man auf dem Weg wenig Aussicht hat. Es gibt aber immer wieder kleine Abstecher vor an den Abhang.
Am Ende eines diesen Abstechers gab es eine marode, wacklige, mehrteilige Holzleiter und ein an einen Baum gebundenes Seil. Wer mutig war, konnte sich hier zum steinigen Strand abseilen. Wir waren mutig und kamen auch heil unten an.
Der schmale Strand war zwar steinig und nicht so bequem zu begehen wie der Wanderweg oben, aber dafür konnten wir jetzt die Steilwand sehen und an ihr entlanggehen. Das taten wir fast zwei Kilometer, bis wir an einem kleinen Bootsanleger zu einer schönen privaten Holztreppe kamen. Bevor wir diese hochstiegen machten wir unten eine Pause. Udo ließ die Susi fliegen und baute ein Steinmännchen.
Da uns die Steinekraxelei ziemlich Zeit gekostet hatte, gingen wir den Waldweg nicht mehr weiter, sondern kehrten auf ihm zur Berta zurück. Kurz vor dem Parkplatz bekam die Susi einen zweiten Ausflug und Udo einen Hotdog.
Da sich der Tag inzwischen zu einem herrlichen Sommertag entwickelt hatte, entschieden wir uns, den ursprünglich geplanten Abstecher zum Angla Windmühlenpark gegen einen Strandbesuch einzutauschen. Windmühlen hatten wir ja schon einige gesehen.
Vom Tuhkana-Strand heißt es, er sei einer der besten Badestrände im nördlichen Teil der Insel. Wir parkten vor einem RMK-Platz, packten Badesachen in den Rucksack und gingen durch den Kiefernwald zum Strand. Die Entscheidung, schon vor dem RMK-Platz zu parken, erwies sich als goldrichtig. Der Fahrweg durch den Wald war sehr uneben und die Plätze vorne waren alle belegt. Hier gehen die Einheimischen zum Baden. Wir haben nur ganz wenige deutsche Autos gesehen, der Rest waren Esten.
Der Strand war wirklich schön und weniger überlaufen als gedacht. Was allerdings störend war, waren die Ameisen, die über die ganze Strandlänge entlang krabbelten. Es waren nicht sehr viele, aber sie waren einfach überall.
Da wir sowieso keine Chance hatten, ihnen zu entkommen, breiteten wir unsere Handtücher aus, zogen Badebekleidung an und sprangen in die Ostsee. Sie ist hier ziemlich flach und gar nicht kalt. Das Wasser war nur leicht salzig, sauber aber nicht klar, sondern eher grünlich. Wir haben die Abkühlung trotzdem genossen und mussten ein ganzes Stück ins Meer hineinlaufen, bis wir schwimmen konnten.
Danach gab es einen Sonnenpause, bis die Ameisen nervten und wir nochmals eine Runde ins Wasser gingen.
Zurück an der Berta genossen wir es, duschen zu können, und fuhren dann 10 Kilometer weiter bis zu einem anderen RMK-Zeltplatz am Meer, der keinen so schönen Strand hat und deshalb weniger besucht war. Hier stellten wir uns auf den Parkplatz und machten Abendessen: Gebratener Lachs mit Süßkartoffel-Karotten-Zucchini-Gemüse und grünem Salat. Es war sehr lecker und ein wunderbares Sommeressen.
Am Abend kamen noch ein paar Strandbesucher, aber sie störten uns nicht weiter und wir verbrachten hier die Nacht, nicht weit von der Fähre nach Hiiumaa entfernt.
















