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Montag, 22.06.2026 – Archäologischer Park Āraiši, Höhle Liela Ellite, Licu-Langu Felswand, Fahrt zurück ans Meer
Von Sigulda über Liepa bis Tuja – 141 km, Wanderung 6,5 km
Wetter: sonnig, 24 Grad
Schon am gestrigen Nachmittag hatte Xenia Probleme mit dem Magen bekommen. Immer wieder stach es, aber da es auch gleich wieder vorbei war, beachtete sie es wenig. Abends nahmen die Beschwerden aber leider zu und die Magenkrämpfe hielten Xenia bis 3 Uhr wach. Morgens war es etwas besser, aber noch nicht gut. So war für Xenia heute Diät angesagt.
Da wir direkt auf dem Parkplatz der Seilbahn standen, die die beiden Seiten des Gauja-Tales verbindet, schauten wir uns noch die Seilbahnstation von der Nähe an und waren dabei als gerade die Gondel ihren Weg auf die andere Seite startete. Der Imbis hatte so nette Sitzplätze, die sollte man direkt nachbauen.
Bei schönstem Wetter fuhren wir zum Archäologischen Park Āraiši, einem der wenigen Orte, die montags geöffnet haben. Als wir dort ankamen, waren wir die Einzigen und das Kassenhäuschen war nicht besetzt. Die Tore waren aber alle offen, sodass wir das Gelände durchstreifen konnten.
In der Mitte des Freilichtmuseums befindet sich ein See mit Rekonstruktionen einer befestigten Inselsiedlung aus dem 9./10. Jahrhundert. Daneben, am Seeufer, stehen noch ein paar Überreste einer Burg aus der Zeit des 14. bis 17. Jahrhunderts.
Als wir wieder zurück an der Berta waren, waren noch ein paar weitere Autos auf dem Parkplatz angekommen, aber immer noch war die Kasse unbesetzt. So bekamen sie heute kein Geld von uns.
Unser nächstes Ziel war Liepa mit der Höhle Liela Ellite (Teufelsofen) und den Langu-Licu Felswänden. An Cesis fuhren wir nur vorbei, da die Burg montags geschlossen hat. Ansonsten hat Cesis wohl nicht viel zu bieten. Da wollten wir das herrliche Wetter doch lieber für eine Wanderung in der Natur nutzen.
Zuerst fuhren wir direkt zur Liela Ellite. Bei der Höhle gibt es einen Parkplatz, und so konnten wir uns ein paar Kilometer Wanderung einsparen.
Die Sandsteinhöhle ist eine historische Kultstätte und ein beliebtes Ausflugsziel. An den Wänden befinden sich eingekratzte Inschriften, von denen die ältesten aus dem Jahr 1500 stammen. Aus dem Inneren der Höhle entspringt eine ganzjährig fließende Quelle, die als heilig galt. Vor der Höhle befindet sich Lettlands einzige natürliche Sandstein-Arkade: eine dreifache Bogenstruktur, die durch unterirdische Quellen ausgewaschen wurde.
Nachdem wir die Höhle ausgiebig erkundet hatten, fuhren wir 2 Kilometer zurück an den Start des Langu-Licu-Trails. Es handelt sich hierbei um eine 6-km-Rundwanderung, die vorbei an den Langu-Licu Felswänden bis zur Gauja führt. Über einen Kilometer führt der Weg an der bis zu 30 Metern hohen steilen Sandsteinwand vorbei. Am Fuß der Felswände entspringen rund 20 natürliche Quellen. Durch deren Auswaschungen sind mehrere Höhlen und Nischen entstanden. Der Weg war schön, aber nicht mit den Felsenlabyrinthen in Tschechien oder Luxemburg vergleichbar. Da sind wir inzwischen wohl schon etwas verwöhnt.
Xenias Magen machte noch ziemlich Zicken, als wir loswanderten, beruhigte sich dann aber mehr und mehr. Die 2 Stunden Laufen waren trotzdem Anstrengung genug und als wir um 16:45 Uhr wieder an der Berta waren, gab es eine Stunde Schlafen und eine Dusche. Danach waren wir wieder fit und Xenia ging es viel besser.
Nach einigem Überlegen entschieden wir, wieder an die Küste zu fahren. Einen Eindruck vom Gauja Nationalpark hatten wir gewonnen und wir vermuteten, dass bei noch mehr Wanderungen nicht allzuviel Neues dazukäme.
So fuhren wir am Abend noch nach Tuja und übernachteten auf einem kleinen Parkplatz für Strandbesucher.
Nach einem Vesper für Udo und Nudelsuppe für Xenia machten wir einen kleinen Abendspaziergang an den Strand und zum Meer. Inzwischen hatte es deutlich abgekühlt und es wehte ein frisches Lüftchen. Es wurde uns schnell kalt, daher gingen wir schon nach wenigen Minuten wieder zurück zur Berta.




















