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Freitag 07.06.2024 – Skulpturenpark in Pilane – Insel Härön – Lysekil
Nach einer guten Nacht und unserem Müslifrühstück starteten wir zur Weiterfahrt die zerklüftete Westküste entlang nach Norden.
Unser erstes Ziel war der Skulpturenpark in Pilane auf der Insel Tjörn. Künstler aus der ganzen Welt haben hier auf einem Freigelände verschiedene Skulpturen ausgestellt, die man auf Pfaden entdecken und bestaunen kann. Besonders beeindruckend und quasi das Wahrzeichen des Parks ist die “Anna” von Jaume Plensa. Sie hat hier ihren festen Platz gefunden.
Die anderen Exponate wechseln von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2016 wurde der Park vom britischen The Guardian zu einem der zehn besten Skulpturenparks Europas gekürt. Vor 8000 Jahren wurde das Gelände als Begegnungs- und Begräbnissstätte genutzt. Heute sieht man davon nur noch ein paar Steine und Schafe grasen auf dem Gelände. Vom oberen Teil des Parks hat man einen wunderschönen Blick auf die Schären und ins Land.
Streuselkuchen
Die Skulptur zeigt ermordete Kinder in Rüstung - wie aktuell?!
Pinke Baumstämme auf grünem Kunstrasen
Ein Garten als Kunstwerk - so weit hat man sich schon davon entfernt?
Der Kletterer
Die Anna, 14 m hoch
Kokons, von einer deutschen Künstlerin
Da das Wetter besser als vorhergesagt war und die Sonne schien, entschieden wir uns für einen Ausflug auf die Schäreninsel Härön. Kyrkesund, von wo aus eine öffentliche Fähre auf die Insel fährt, ist nur ein paar Kilometer vom Pilane entfernt.
Wir fuhren zur Anlegestelle, mussten dann aber wieder 600 Meter zum Parkplatz zurückfahren und von dort aus zu Fuß an den kleinen Hafen zu gehen. Schnell noch ein Brot geschmiert und los ging es, um die nächste Fähre nicht zu verpassen. Um 13:20 Uhr waren wir auf Härön.
Die Rundwanderung über die Insel und durchs Naturschutzgebiet war sehr schön und abwechslungsreich.
Zuerst ein Stück durchs Ort, wo wir typisch schwedische bunte Häuser in Holzbauweise sahen.
Dann durch ein Wiesental, über Steine, durch Sumpflandschaften zum Teil auf Holzstegen und am Schluss erwartete uns noch eine kleine Kraxelei die Steine hoch und runter. Wir genossen die Sonne, die teils wunderschönen Ausblicke aufs Meer und die Schären und neben der Landschaft auch die absolute Stille. Nur ein paar Vögel, ab und zu der Wind – sonst Ruhe! Nur einmal kam uns in den zwei Stunden eine Frau mit einem Hund entgegen und ganz am Ende der Tour nochmal ein Paar, ansonsten waren wir allein in der Natur.
Auf dem Weg zur Fähre kamen wir an einer Sammlung von Schiebekarren vorbei, die hier an der Fähre abgestellt waren, um Sachen nach Hause transportieren zu können.
Als wir uns schon wieder auf dem Rückweg befanden, verdunkelte sich der Himmel zunehmend und es war abzusehen, dass es bald regnen würde.
Um 15:10 Uhr waren wir wieder an der Anlegestelle der Fähre, die uns 10 Minuten später aufs Festland brachte. Das ist zwar nur ein Katzensprung, ähnlich einer Flussüberquerung, aber da es keine Brücke gibt, ist das Schiff die einzige Option.
Wieder in Kyrkesund angekommen legten wir einen zügigen Schritt ein, da das Unwetter immer näher kam. Xenia ging zuerst in die Berta, Udo folgte ihr und kaum hatten wir die Türe zu, ging es uns wie Noah und seiner Familie: der Regen setzte ein und es dauerte keine 5 Minuten, da schüttete es wie aus Kübeln.
Waren wir froh, im Trockenen zu sein! Da wir doch etwas k.o. waren, machten wir eine Stunde Siesta.
Dann hatte auch der Regen wieder aufgehört und wir fuhren weiter, meist auf kleineren Straßen, die Küste entlang über verschiedene Brücken und zum Schluss noch mit der Fähre bis Lysekil. Der Hauptstellplatz für Wohnmobile am Hafen war belegt, aber ein paar hundert Meter weiter bekamen wir auf dem zweiten Wohnmobilplatz noch ein Plätzchen mit Strom für die Berta und Duschen und WCs für uns.
Dort parkten wir und machten uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt, um uns heute ein Abendessen zu gönnen. In einem Restaurant in Hafennähe aßen wir gegrillten Lachs mit Ofenkartöffelchen, gegrilltem Gemüse und Remoulade. Es war sehr lecker!
Auf dem Rückweg zur Berta regnete es wieder, aber wir waren mit Schirm und Regenjacken gut vorbereitet. Zum Tagesabschluss gab es noch eine schöne heiße Dusche im sehr sauberen Waschhaus.
Hier die Komoot-Tour des Tages.
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