< Mi 05.06.2024 - Wanderung im Naturpark Ersdalen auf der Insel Hönö | zurück | Fr 07.06.2024 - Skulpturenpark in Pilane - Insel Härön - Lysekil >
Donnerstag 06.06.2024 - Göteborg - Abendwanderung bei der Festung Bohus
Heute war schwedischer Nationalfeiertag – was wir aber erst realisierten, als wir feststellen mussten, dass die Museen früher schlossen als gewöhnlich oder ganz geschlossen blieben und im Slottsskogen eine große Veranstaltung stattfand.
Wir beschlossen beim Frühstück, weder mit dem öffentlichen Bus noch mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren. Das Wetter war zwar im Moment okay, aber kühl und windig und vor allem ziemlich unbeständig angesagt.
So fuhren wir mit der Berta in die Stadt zum neuen Volvo-Museum (Word of Volvo), in der Hoffnung, dort einen Parkplatz zu finden, auf dem auch Wohnmobile stehen können und dürfen. Diese Hoffnung sollte sich erfüllen. Vor dem Museum gab es einen großen Parkplatz, die Parkscheinautomaten waren noch eingepackt. Wie wir beim Kartenkaufen erfuhren, hat das Museum erst seit Ende April geöffnet.
Wir waren um 10 Uhr zu Öffnungsbeginn im Museum und verbrachten 1,5 Stunden dort. Es war anders als erwartet – kaum Geschichte, überschaubare Exponate und dafür jede Menge interaktive Spielchen. Alles ziemlich modern und für Familien sicher super. Schon das Gebäude an sich ist besonders, rund mit großen Glasfenstern auf Holzrahmen. Das soll einem riesigen Baum nachempfunden sein, der aus dem Felsen wächst.
Da wir so einen schönen kostenlosen und zeitlich unbegrenzten Parkplatz recht nah an der Innenstadt hatten, ließen wir die Berta dort stehen und machten mit den Rädern eine Tour durch die Stadt. Xenia hatte am Tag zuvor schon etwas vorbereitet, das sie jetzt noch an den neuen Startplatz anpasste.
Die Sonne schien und wir radelten wohlgemut los, zuerst vorbei am Vergnügungspark Liseberg, der aber ähnlich wie der Europapark in Rust einen Tageseintritt kostet. Daher schauten wir die Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte nur von außen an.
Vorbei am botanischen Garten Trädgardsföreningen ging die Fahrt weiter ins alte Stadtviertel Haga, das in erster Linie aus einer Pflasterstraße besteht, die Fußgängerzone ist. Hier befindet sich auch das Café Husaren, das für seine tellergroßen Zimtschnecken berühmt ist. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!
Da es inzwischen Mittagszeit war, verspeisten wir die süße Köstlichkeit mit einem Cappuccino sehr genüsslich an einem Tisch vor dem Café. Die Sonne schien immer noch und Xenia meinte, wenn so der angekündigte Regen aussieht, kann man nichts dagegen einwenden. Sie sollte noch eines Besseren belehrt werden ...
Schon als wir Haga verließen, verdunkelte sich der Himmel bedrohlich. Die Route führte weiter durch den Slottsskogen-Park, wo eine Menge los war, da hier abends ein Festival stattfinden sollte. Viele Menschen versammelten sich mit Klappstühlen auf einer großen Wiese vor einer Bühne.
Am Ende des Parks angekommen, fing es leicht an zu regnen. Was tun? Es war jetzt 14 Uhr und wir hatten erst knapp die Hälfte unserer Strecke hinter uns. Aber der Himmel sah so dunkel aus, dass wir beschlossen, die Tour abzubrechen und schweren Herzens auf den Teil der Stadt auf der anderen (nördlichen) Seite des Göta älv zu verzichten.
Nach 15 Minuten Fahrtzeit begann es regelrecht zu schütten. Wir stellten uns ein paar Minuten unter, bis der schlimmste Guss vorbei war. Aber da der Wetterbericht noch eine gute Stunde Regen vorhersagte, machten wir uns selbst und unser Gepäck so regendicht wie möglich und fuhren weiter.
Mit nassen Jeans und nassen Regenjacken, aber ansonsten noch trocken, kamen wir um 15 Uhr an der Berta an. Dank Udos Wäscheleinekonstruktion konnten wir Hosen und Jacken gut zum Trocknen aufhängen.
Wir überlegten hin und her, was wir mit dem Rest des Tages anfangen und wie unsere Tour weitergehen sollte. Alle Museen hatten geschlossen. Das Maritiman und der Jubiläumspark in Frihamnen hätten uns noch interessiert, aber dafür einen weiteren Tag einsetzen?
Wir beschlossen, Göteborg Lebewohl zu sagen und fuhren um 17:30 Uhr weiter zur 20 km nördlich von Göteborg liegenden Festung Bohus. Dort gibt es einen günstigen Wohnmobilstellplatz, den wir anfuhren und uns dort einmieteten.
Inzwischen schien die Sonne wieder und so machten wir uns das lange Tageslicht zunutze und starteten um 18:30 Uhr zu einer kleinen aber feinen Wanderung bis 20 Uhr auf einem Weg, der als “Bohusleden” ausgeschildert ist. Zuerst ein Stück durchs Städtchen Kungälv, dann hinauf durch einen sattgrünen Wald mit wunderbarer frischer Luft zu einem sehr schönen Waldfriedhof, weiter an einen kleinen Badesee, den wir umrundeten und dann zum Höhepunkt der Tour: einer wunderbaren Aussicht auf die Festung Bohus.
Wieder zurück an der Berta gab es ein Abendessen und für Xenia eine Dusche mit Föhnen, da wir ja Strom hatten. Viel blieb vom Abend nicht mehr, nach ein paar PC-Arbeiten gingen wir dankbar ins Bett.
Hier die Komoot-Tour der Rad-Runde in Götborg.
Hier die Komoot-Tour am Abend.
< Mi 05.06.2024 - Wanderung im Naturpark Ersdalen auf der Insel Hönö | zurück | Fr 07.06.2024 - Skulpturenpark in Pilane - Insel Härön - Lysekil >
























