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Dienstag, 14.04.2026 – Stadtspaziergang Petrusstal – Rham – Grund – Heilig-Geist-Zitadelle – Luxemburger City Museum – Fahrt nach Ellergronn
21 km, Stadtspaziergang 5,5 km
Wetter: sonnig, 15 Grad
Heute erwachten wir endlich wieder bei Sonnenschein! Dafür war es ziemlich kalt, gerade mal 3 Grad. Das sollte sich aber in den nächsten Stunden ändern und als wir um 10 Uhr in die Stadt aufbrachen, hatte es schon zweistellige Temperaturen.
Unser schöne Platz, mit Strom und kurzen Wegen zu Dusche und Klo.
Da wir heute Abend weiterfahren wollten, machten wir einen Camperservice, verließen den Campingplatz und stellten die Berta ein paar hundert Meter weiter auf einen öffentlichen Tagesparkplatz. So konnten wir uns die 31 Euro Campingplatzgebühren sparen. Wir waren nicht die Ersten und Einzigen, die diesen Gedanken hatten und mussten uns in eine lange Schlange von Campern einreihen. Hauptsache, wir bekamen einen Platz!
Die Linie 18 brachte uns wieder pünktlich und zuverlässig in die Stadt. Bei der Goldenen Frau stiegen wir aus und besichtigten erst mal die Kirche Notre Dames.
Dann stiegen wir ins Petruss-Tal hinab. Den ursprünglich geplanten Weg konnten wir nicht nehmen, da er wegen Bauarbeiten gesperrt war. Aber auf einem Parallelweg kamen wir zum Skaterpark und konnten ihn heute aus der Nähe inspizieren. Am Fels und vor der Brücke liegt er sehr idyllisch.
Das Petruss-Tal ist sehr schön angelegt, ein richtiges Naherholungsgebiet.
Bevor wir ins Viertel Grund kamen, machten wir einen kleinen Abstecher zur in einen Fels gehauenen kleinen Quririnius-Kapelle.
Auch am Mauerfestungsweg nach Grund wurde gebaut, sodass wir wieder einen kleinen Umweg durch Grund hindurch gehen mussten. Wir überquerten die Alzette auf einer kleinen Brücke und gingen auf der anderen Flusseite zurück auf unsere ursprüngliche Tour. Dabei kamen wir nach der Brücke an einer Pizzeria vorbei und Udo meinte, Xenia hätte die Tour zeitlich besser planen sollen. Es war erst 11 Uhr und für einen Restaurantbesuch noch zu früh.
Auf einem Mauerweg ging es jetzt hinauf zum Rham-Plateau. Von dort aus hatten wir wieder eine sehr schöne Aussicht, diesmal auf den Bock, die Corniche, die Altstadt im Hintergrund und Grund unten im Tal. Wir machten eine Runde über das Plateau und stiegen nach dem Jakobsturm über Treppen wieder nach Grund hinab.
Wir kamen über den großen Innenhof der Abtei Neumünster und am Nationalmuseum für Naturgeschichte vorbei und spazierten dann durch eine kleine Gasse von Grund, bis wir wieder bei der kleinen Brücke bei der Pizzeria herauskamen. Jetzt passte die Uhrzeit – es war 12:15 Uhr – und wir entschlossen uns, hier mittagzuessen. Im Gartenrestaurant nahmen wir Platz und verzehrten zwei sehr gute und große Pizzen, allerdings zu einem stattlichen Preis. Mit zwei kleinen Fläschchen Cola belief sich die Rechnung auf 49 €. Aber wir genossen das Sitzen und das gute Essen im Sonnenschein.
Frisch gestärkt machten wir uns auf zum letzten Teil des Stadtspaziergangs. Ein Stadt-Aufzug brachte uns in wenigen Sekunden von Grund hinauf zur Heilig-Geist-Zitadelle. Wir umrundeten dieses Plateau, setzten uns nochmal auf ein Bänkle und genossen die wunderschönen Aussichten auf die Stadt und das Petruss-Tal.
Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Luxemburger Stadtgeschichte(n)-Museum. Bevor wir dort ankamen, führte der Weg durch ein Gässchen mit bunten Lampions.
Die Dauerausstellung „The Luxembourg Story“ im City-Museum zeigt auf drei Stockwerken neben vielen Originalobjekten die Entwicklung der Stadt anhand von Modellen, teilweise multimedial animiert. Auf die temporären Ausstellungen in den oberen 3 Etagen haben wir verzichtet. Von einem Stockwerk ins andere kann man entweder über Treppen gelangen, es gibt aber auch einen großen gläsernen Aufzug, der bis zu 65 Personen gleichzeitig transportieren kann und entlang alter Mauern das Museum durchfährt. Wir haben ihn einmal am Anfang benutzt und waren die einzigen Fahrgäste. Allerdings verließ eine große Gruppe von Japanern den Aufzug, bevor wir einstiegen. Wie gut, dass diese vielen Menschen die Besichtigung bereits hinter sich hatten! So konnten wir ungestört durch die verschiedenen Räume streifen und uns über die Geschichte Luxemburgs informieren. Hier sind alle Erklärungen dreisprachig: auf Englisch, Französisch und Deutsch. Auch das Personal spricht diese Sprachen fließend.
Als wir kurz nach 15 Uhr das Museum wieder verließen, hatten wir für heute genug gesehen und erlebt. Über den Place Guillaume II. und den Place d’Armes bummelten wir zur Bushaltestelle und ließen uns zurück zum Campingplatz chauffieren.
Um 16 Uhr kamen wir dort an und freuten uns beide auf unsere Betten und ein Schläfchen. Im Anschluss gab es einen Kaffee mit Kuchen von einem Luxemburger Bäcker. Dann benutzten wir ein letztes Mal das WC des Campingplatzes und fuhren weiter in Richtung Süden nach Ellergronn in der Nähe von Esch sur Alzette. Von dort aus hatte Xenia zwei Radtouren geplant, die wir morgen in Angriff nehmen wollen.
Zuerst fuhren wir auf einen öffentlichen Parkplatz nahe beim Museum der Cockerill-Mine und machten eine kleine Erkundungsrunde zum Museumsgelände und durch den Wald zurück. Da sich aber bei unserer Rückkehr ein paar jugendliche Mädchen mit Bierdosen auf dem Parkplatz lauthals vergnügten, beschlossen wir, auf den zweiten möglichen Parkplatz ein paar hundert Meter entfernt zu fahren. Dort richteten wir uns für die Nacht ein.


































