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Freitag, 28.03.25 - Durch Österreich, Predelpass, Tolmin-Schlucht
Von Anger bis Gorizia - 347 km
Wetter: bewölkt, ein paar Regentropfen, in Deutschland morgens um den Gefrierpunkt, in der Tolmin-Schlucht 15 Grad.
Die Nacht war eiskalt. Wir mussten heizen und waren am Morgen froh, dass der Frostwächter uns nicht das Wasser abgelassen hatte.
Der neue Tag empfing uns mit ein paar Sonnenstrahlen, die dann aber immer seltener wurden und in den Bergen ganz wegblieben. Aber vom großen Regen blieben wir verschont – immerhin!
Schnell waren wir über die Grenze und fuhren die österreichische A10 in Richtung Süden. Wir kamen durch einige Baustellen, zum Teil war es nur einspurig, aber es war so wenig Verkehr, dass das nichts ausmachte. Wir leisteten uns ein Ticket durch den Tauern-Tunnel und kamen um 11:30 Uhr an einer günstigen Tankstelle in Autobahnnähe bei Villach an. Neben der Tankstelle befindet sich ein Hofer (Aldi). Während Udo tankte, kaufte Xenia zwei frische Brezeln und zwei noch warme Topfenstrudel, die wir dann auf dem Aldi-Parkplatz mit einem guten Cappuccino verzehrten. Udo machte ein kleines Schläfchen, schließlich war er die ganze Strecke gefahren.
In der Stunde, die wir Mittagspause machten, schlug die Tankstelle um 11 Ct auf. Da haben wir doch wieder Glück gehabt!
Weiter ging es über die Grenze nach Italien, was man nur an den Schildern merkte. Nach einem kurzem Stück Autobahn führte uns unser Weg über eine kleine Landstraße den Predelpass hinauf. Oben auf dem Kamm verläuft auf 1156 m die Grenze zu Slowenien. Dort gibt es zwar einen Grenzübergang, aber es war keiner da. So steil, wie wir hinaufgekurvt waren, fuhren wir jetzt wieder hinunter. Kurve um Kurve ging es durch den Triglav Nationalpark. Die Berge sind hier sehr steil und oft führt die Straße durch ein Flusstal.
Unser erstes Ziel war die Schlucht bei Tolmin "Tolminska Korita" . Wir erreichten den Wanderparkplatz um 15:15 Uhr und starteten um 15:30 Uhr zu einer kleinen Wanderung durch die Schlucht.
Der Wetterbericht hatte in Villach noch Regen angesagt, aber es blieb bis auf ein paar wenige Tropfen trocken – ein echtes Geschenk! Es waren nur wenige Leute unterwegs und wir erkundeten die raue Schlucht mit dem klaren, türkisblauen Wasser ausgiebig. Auf kleinen Pfaden, über Brücken und Abschnitten mit Stufen ging es durch die Schlucht, mal den Fluss entlang, mal auf und mal ab. Der Spaß kostete uns 10 Euro Eintritt, aber das war okay. Hauptsache wir konnten rein, denn die Schlucht hatte bis zum letzten Wochenende Winterpause.
Um 17:30 Uhr waren wir wieder in der Berta – ziemlich k.o. durch die viele Stufen und steilen Wegabschnitte. Außerdem hatten wir Hunger! So entschieden wir uns für ein gutes Vesper mit frisch gebackenem Brot, Wurst, Käse, Ostereiern und Rohkost aus Heroldstatt. Dazu gab es einen Ingwertee – wir haben es genossen!
Da der schöne Parkplatz leider ausdrücklich für Übernachtungen verboten war, wollten wir unser Glück nicht überstrapazieren und fuhren noch 50 Minuten weiter zu einem erlaubten Parkplatz in Görz, der auf dem Weg nach Triest liegt. Dort wollten wir am nächsten Tag die Grotta Gigante besichtigen.
Leider war es schon dunkel, als wir unsere Weiterfahrt starteten. So sahen wir von dem Flusstal, durch das wir fuhren, nicht viel.
Durch Görtz oder Gorizia, wie die Stadt auf Italienisch heißt, verläuft die slowenisch-italienische Grenze. Hier machten wir zum ersten Mal die Erfahrung einer Grenzkontrolle. Auf einer normalen Straße durch die Stadt wurden wir von einem italienischen Polizisten an einem blauen Grenzschild mit der Aufschrift “Italia” herausgewunken und mussten unsere Personalausweise, Udo seinen Führerschein und die Fahrzeugpapiere der Berta hergeben. Nach ein paar Minuten hatten wir sie wieder und der Grenzpolizist wünschte uns sehr freundlich auf Deutsch eine “Gute Weiterfahrt” und ein “Auf Wiedersehen”.
Nun waren es nur noch ein paar wenige Minuten bis zu einem kostenlosen und für Wohnmobile ausgewiesenen Parkplatz der Stadt. Der Wohnmobilbereich wird zwar gerade umgebaut und kann daher nicht angefahren werden, aber es gibt genügend Platz auf dem großen Parkplatz. So stellten wir unsere Berta dort ab, machten einen kleinen Erkundungsgang über den Platz und da das Wasser an den Hähnen im für Autos abgesperrten Wohnmobilbereich nicht abgestellt war, entschlossen wir uns, das restliche Wasser, das wir noch in der Berta hatten, zum Duschen zu benutzen und am nächsten Morgen mit Gießkanne und Eimer frisches Wasser aufzufüllen. Wir hatten doch ziemlich geschwitzt auf unserer Schluchtentour.
So ging ein schöner erster Urlaubstag ohne Pannen oder sonstige unschönen Zwischenfälle zu Ende und wir waren froh und dankbar, dass alles so gut geklappt hatte und wir die Schlucht ohne Regen besichtigen konnten.
Wanderung in der Tolmin-Schlucht auf Komoot
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