Berta-Baltikum26-Tag44


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Montag, 13.07.2026 – Kauksi, Burgruine Laiuse, Endla Moor

Von RMK Karjama telkimisala über Endla Moor bis Burgruine Laiues – 122 km

Wetter: vormittags sonnig, nachmittags bewölkt, 22 Grad

Wir nutzten den Sonnenschein am Morgen auf dem schönen RMK-Platz für ein Frühstück im Freien. Kurz überlegten wir, heute noch hier zu bleiben, entschieden uns aber dann doch für die Weiterfahrt ins Endla-Moor.

Einen kurzen Halt machten wir in Kauski, dem touristischen Zentrum am Nordufers des Peipas-Sees. Udo blieb in der Berta, Xenia inspizierte den Strand. Der See war ähnlich wie an unserem letzten Übernachtungsplatz, sehr flach und mit einem langen Sandstrand. Hier soll es laut Reiseführer “singenden Sand” geben: Durch die Reibung sauberer, runder Quarzkörner entsteht beim Darüberlaufen ein quietschendes Geräusch. Der Sand war wirklich sehr fein und etwas körnig, aber Xenia wäre jetzt nichts Außergewöhnliches aufgefallen. Vielleicht war es nicht trocken genug? Um besser zum Strand gelangen zu können, wurden hier Bohlen gelegt und es gab immer wieder Aussichtsbänke auf der Düne. Die Anlage war schön gemacht, aber länger bleiben wollten wir hier nicht.

So fuhren wir weiter, ein Stück um den See und dann gen Westen ins Land hinein. Auf halber Strecke zum Endla Moor tauchte plötzlich eine imposante Ruine am Wegesrand auf. Es gab einen Parkplatz, daher hielten wir an und schauten uns die alten Gemäuer an.

Der Weg zur Burg führte über eine Brücke über einen Bach. Die Brücke war gesperrt, doch da wir nicht einen größeren Umweg über die Landstraße gehen wollten, stiegen wir über die Absperrung. Die Brücke hatte sich auf einer Seite gesenkt, war aber noch sehr stabil und nur kurz. So war das Überqueren kein Problem. Es gab nicht allzu viel zu sehen, so war unsere Visite schnell beendet und wir fuhren weiter.

Um 12:30 Uhr kamen wir beim Parkplatz des RMK-Zeltplatzes Tooma an, der zugleich der Startplatz für unsere Moorwanderung war. Vor dem Abmarsch aßen wir noch ein Vesper. Der Himmel hatte sich inzwischen leider zugemacht. Es war kein Regen angesagt, aber wir nahmen zur Sicherheit doch unsere Knirpse mit. Wir haben sie nicht gebraucht.

Wir wanderten einen RMK Trail, den Männikjärve bog study trail, durchs Endla Moor und um den Männikjärve-See herum. Der Bohlenweg durchs Moor war sehr schön, auch wenn er fast nur geradeaus ging. Von einem Aussichtsturm hatten wir eine schöne Sicht auf die Moorlandschaft mit ihren vielen kleinen Seen. Heute hatten wir Badebekleidung dabei, um in einem der Moorseen baden zu können, aber es schien keine Sonne und es ging ein frischer Wind. Das war ums zum Baden zu kalt.

Im Anschluss ans Moor mussten wir ein gutes Stück an einem Entwässerungsflüsschen entlanggehen. Das Problem hier war, dass der Weg sehr moorig-matschig war. Wir kamen immer durch, aber es war teilweise mühsam, die matschigen Stellen zu umlaufen.

So waren wir froh, als dieser Weg zu Ende war und wir auf Hackschnitzeln und später auch auf Bohlen weiter durch den Wald bis zum Männikjärve See gehen konnten. Wir hätten gerne eine Pause eingelegt, aber es gab auf der ganzen Strecke, außer auf dem Aussichtsturm, kein Bänkle – und das auf dem Aussichtsturm war von einem anderen Paar belegt gewesen, das dort gevespert hatte. So liefen wir die ganzen 8,5 Kilometer ohne Pause. Die Wegstrecke um den See verlief im Heidelbeer-Wald, aber so dicht am See, dass wir schöne Ausblicke hatten. Wie schön wäre da ein Bänkle gewesen!

Um 16:30 Uhr waren wir wieder an der Berta, trotz bedecktem Himmel ziemlich verschwitzt und k.o. Udos Fuß hatte die große Wanderung gut mitgemacht, aber nun war auch genug. Wir legten uns 45 Minuten in unsere Betten, duschten anschließend und fuhren dann wieder zurück. Auf dem Parkplatz wollten wir nicht bleiben, da war inzwischen zu viel los. Einen riesen Krach machte ein Aufsitzmäher, der die RMK-Platz-Wiese mähte. Unser Eindruck: In Estland wird immer gemäht, wenn es nicht regnet.

Da es inzwischen schon 18 Uhr geworden war, fuhren wir nur die halbe Strecke zurück an den See und übernachteten auf dem Parkplatz bei der Burg Laiuse. Der lag zwar an der Straße, aber der Verkehr hielt sich in Grenzen und wir wollten nicht mehr weiter suchen.

Zum Abendessen gab es Bratkartoffeln mit Spiegeleiern und Salat, zum Nachtisch ein Kirschenjoghurt.


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