Berta-Baltikum26-Tag19


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Donnerstag, 18.06.2026 – Kemeri Nationalpark, Fahrt nach Riga

Von Engure bis Riga – 94 km. Wanderung 5 km

Wetter: bis nachmittags sonnig, dann bewölkt und etwas Nieselregen, 20 Grad

Nach einer ruhigen Nacht starteten wir im Sonnenschein zum Kemeri Nationapark, um den Kemeri Bog Trail (ein Bohlenrundweg durchs Moor) zu laufen.

Um 10 Uhr waren wir auf dem dazugehörigen Parkplatz. Udo leerte unsere Campingtoilette in einen dafür bereitgestellten Behälter, Xenia lud eine ParkApp auf ihr Handy, um die Parkgebühr bezahlen zu können. Dann starteten wir zur Wanderung und teilten uns das Moor mit einem weiteren Spaziergänger und einem Ehepaar.

Xenia liebt Bohlenwege und kam heute so richtig auf ihre Kosten! Wir hatten eigentlich mehr Leben im Moor erwartet, aber wahrscheinlich ist es das schwefelhaltige Wasser, das den Wasservögeln nicht so gefällt. Auch Insekten gab es nur wenige, gesehen haben wir lediglich ein paar Libellen. Im Sonnenschein war der Weg sehr schön zu gehen und als wir auf einer Bank eine Pause einlegten, durfte auch die Susi einen kleinen “Ausflug” machen.

Um 12:30 Uhr waren wir zurück an der Berta, machten uns ein Mittagsvesper und fuhren weiter in den Ort Kemeri zur “Kemeru Annina (Ännchen von Kemeri)”. Die 3,5 Meter große Skulptur ist der legendären Heldin eines bekannten lettischen Schützenliedes gewidmet und aus vielschichtigen, lasergeschnittenen Aluminiumplatten hergestellt. Diese geschichtete Struktur lässt die Silhouette je nach Blickwinkel unterschiedlich erscheinen.

Jetzt wäre eigentlich Jurmela, der Stadtstrand vor Riga, auf dem Programm gestanden, aber wir mussten feststellen, dass das Parken dort sehr schwierig ist und für das Gebiet eine City-Maut bezahlt werden muss. Strand hatten wir ja schon viel gesehen, daher fuhren wir weiter nach Riga mit der Absicht, uns auf dem privaten Stellplatz einer Kirche in einem grünen Innenhof in Zentrumsnähe einzumieten. Als wir um 15:30 Uhr dort ankamen, gab es noch einige freie Plätze, die sich aber bis abends zunehmend füllten.

Wir konnten noch einen Kaffee vor der Berta trinken, uns mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt beschäftigen und Karten für eine Führung durchs KGB-Gebäude (KGB-Museum der lettischen Besetzung) für den nächsten Tag buchen, bevor sich der Himmel zuzog und es zu nieseln begann.

So zogen wir uns ins Auto zurück, luden unsere Fahrrad-Akkus und Xenia kochte noch ein Abendessen (Gefüllte Gnocchi mit 2 restlichen roten Würsten, Soße und Salat). Zeit hatten wir ja genug dafür.


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