Gesamtes Urlaubstagebuch - Toskana 05.2022

Mo 09.05.2022 - Schwarzenberger Weiher
Bei herrlichem Frühlingswetter haben wir gepackt, gewogen und geladen. Udo baute noch ein „Geheimfach“ in die Schuhbox und noch einiges mehr.
Um 17:30 waren wir endlich startklar und fuhren mit Kilometerstand 43698 in Richtung Kempten.
Eigentlich wollten wir bis Reutte kommen und dort die erste Nacht verbringen. Da es aber in den Alpen sehr nach Regen aussah, suchten und fanden wir kurz vor der Grenze am Schwarzenberger Weiher einen sehr schönen Übernachtungsplatz direkt am See.
19:45 Uhr: Vesper im Camper
20:30 Uhr: Kleiner Spaziergang am See, begleitet von Grillengezirpe, Vogelgezwitscher und Schwanengeschnatter.
21:30 Uhr: Zurück in der Berta und tatsächlich schon müde …
Tagesetappe: 141 km
Di 10.05.2022 - Fahrt an den Gardasee
Nach einer ruhigen Nacht, ein paar Foto- und Drohnenaufnahmen ging es los über den Fernpass in Richtung Reschenpass. Die erste Strecke fuhr Xenia, zum ersten Mal in der Berta. In Landeck kam es zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp, da der Tunnel zum Reschenpass auf der mautfreien Strecke gesperrt war. Da es keine andere Option gab und die Umleitung über die Autobahn ausgeschildert war, mussten wir notgedrungen eine Ausfahrt ohne Vignette fahren. Doch auch danach gab es kein Durchkommen und keine andere Lösung, als 2 km zurück zu einer Tankstelle zu fahren und dort eine Vignette zu kaufen. Die Extrarunde nutzen wir zu einem Mittagessen in einem kleinen Dönerrestaurant. Anschließend übernahm Udo und es ging hinauf auf den Reschen. Oben angekommen machten wir eine Stunde Halt am Reschensee. Wir spazierten am Ufer entlang und drehten eine Runde um den Kirchturm, der im Wasser steht.
Vor der Weiterfahrt gab es noch das erste italienische Eis.
Kurvig ging es den Berg hinunter nach Meran. Da Udo sehr müde wurde hat Xenia wieder übernommen. Über Meran und Bozen fuhren wir nach Riva del Garda, das letzte Stück nicht auf der Autobahn, sondern über einen Berg und durch ein sehr schönes Tal von Norden direkt nach Riva.
Unterwegs machte Udo über die Stellplatzapp Park4Night einen Parkplatz in Riva in Hafennähe ausfindig, auf dem man mit dem Wohnmobil übernachten darf und der auch über ein paar Sanitäranlagen verfügt. Dorthin fuhren wir und fanden auch einen Platz. Kosten: 1 € / Std für maximal 24 Stunden. Inzwischen war es 18:30 Uhr geworden. So parkten wir die Berta und gingen erst einmal vor in Ufernähe, um dort eine Pizza zu essen und anschließend über einen Strandweg und an vielen Hotels vorbei wieder zurück zur Berta zu spazieren, wo wir um 21:30 Uhr ankamen. Es gab noch einen Tee und die Tagesschau aus der Mediathek, danach gingen wir schlafen.
Tagesetappe: 363 km
Mi 11.05.2022 - Radtour ab Riva
9:45 Uhr Abfahrt mit den Bikes. Zuerst ging es auf der SP37 steil den Berg hinauf, vorbei am Lago di Tenno, einem kleinen See, über den Fiave-Pass.
Den ersten Stopp machten wir an einem Moorgebiet mit Rekonstruktionen von Pfahlbautenhäusern, wo wir über Bohlen bis zu einem kleinen Teich mit Fröschen, Fischen und einer Schildkröte fuhren (Parco Archeo Batzura di Fiavé).
Weiter ging es bergab ins Tal. Ein Stück Bundesstraße war ätzend, aber danach kam ein wunderschöner Fahrradweg. Wir fuhren, vorbei an Felsen und entlang einer tiefen Schlucht, ins Tal hinunter. Fast unten angekommen, bekam Udo etwas ins Auge. Wir hielten an, er machte seine Kontaktlinse aus dem Auge und der Wind wehte sie vom Finger. Wir suchten eine halbe Stunde, konnten sie aber nicht finden. So mussten wir leider ohne Kontaktlinse weiterfahren und machten auf einem Schattenbänkle unten am Fluss Vesperpause.
Jetzt ging es zurück nach Riva, zuerst den Fluss Sarca entlang, dann einen Abstecher um den Lago di Cavedine, danach noch einmal ein Anstieg durch eine Gerölllandschaft (Naturreservat Marocche) mit an¬schließen¬der Abfahrt zurück auf den Radweg nach Riva.
7 km vor dem Ziel gab es noch eine Eispause, dann ging es das letzte Stück zurück zur Berta, die wir wohlbehalten antrafen.
Wir erkundigten uns nach Strom und es wurde uns eine E-Bike-Ladestation gezeigt, die wir nur gegen eine Kaution für die Schlüssel benutzen durften. Da wir ziemlich verschwitzt waren, kamen uns die Duschen am Platz gerade recht. Sie waren durch den Sonnenschein des Tages schön warm. Udo packte die Räder ins Auto und machte ein Schläfle. Xenia wurstelte ein bisschen herum, kochte Tee und schrieb Tagebuch. Abends machten wir noch einen Spaziergang durch den Ort und besuchten eine Pizzeria am Gardaseeufer.













