Berta-Tirol-Tag10

Freitag, 15.09.2023 – Wanderung auf dem Goetheweg und Fahrt in Richtung München

Beim Aufwachen war der Himmel noch wolkenverhangen, aber diese sollten sich bald auflösen und es wurde ein wunderschöner Sonnentag.

Nach dem Frühstück gab es einen Camperservice und um 9:30 Uhr verließen wir den Platz.

Mit der Berta fuhren wir durch Innsbruck hindurch und hinauf zur Hungerburg, einem auf einem Hochplateau am Fuß der Nordkette liegenden Stadtteil von Innsbruck. Dort befindet sich die Talstation der Nordkettenbahnen, mit denen man hoch hinauf zum Hafelekar (2334 m) fahren kann.

Um 11:15 Uhr waren wir oben. Es war ziemlich kalt und es wehte zudem ein kalter Wind. Heute hätten wir zumindest die ersten 45 Minuten die Jacken gut gebrauchen können, die wir auf den anderen Touren immer dabei aber heute im Auto gelassen hatten. Zum Glück hatten wir wenigstens die kurzen Windjacken dabei, sonst hätten wir wieder hinunterfahren müssen. Aber im Laufe des Tages wurde es etwas wärmer und es wurde uns auch warm durchs Gehen.

Wir wanderten den wunderschönen Bergpanoramaweg mit Sicht auf Innsbruck am Kamm entlang Richtung Osten. Nach einigen Auf- und Abstiegen wechselten wir nach der Mühlkarscharte die Bergseite und hatten jetzt auf der Nordseite einen Blick in Richtung Zugspitze. Der kleine steinige Weg führte uns weiter bis zur Mandlscharte.

Jetzt waren wir wieder auf der Südseite angekommen und legten eine Vesperpause mit schönem Fernblick ein. Den Abstieg zur Pfeishütte ersparten wir uns und kehrten wieder um.

Allerdings gingen wir nicht ganz zurück zur Bergstation des Hafelekar, sondern zweigten auf halber Strecke ab und stiegen zur Mittelstation, der Seegrube, ab. Dieser Weg war zwar auch sehr schön, aber oft recht unwegsam und steil. Das hat unsere Knie und Oberschenkel ziemlich beansprucht und wir waren froh, als wir an der Bergbahn angekommen waren. Wir hatten Glück und mussten nicht warten, eine Bahn war gerade angekommen und nahm uns mit ins Tal. In der Gondel war es stickig und heiß und wir waren froh, als wir unten aussteigen konnten.

Um 15:30 Uhr an der Berta angekommen gab es zuerst einen kalten Kaffee, dann eine Dusche und anschließend noch ein süßes Stückchen mit einem weiteren Kaffee. Das hat sehr gut getan! Wir beschlossen, über den Achensee und Tegernsee nach München zu fahren und uns am Tegernsee einen Nachtplatz zu suchen.

Hinab ging es wieder nach Innsbruck und dort noch zu einem Hofer (Aldi), um uns etwas Obst, Salat und ein paar Getränke zu kaufen. Nach einem kurzen Stau auf der Inntalautobahn ging es dann zügig voran und die Fahrt war im Sonnenschein und später in den Bergen in der Abendsonne ein Vergnügen. Vor allem die Seen haben wunderschön ausgesehen. Allerdings gestaltete sich dann die Parkplatzsuche schwieriger als gedacht. Am Ende stellten wir uns auf einen Parkplatz an der B 472 nordöstlich vom Tegernsee. An den Parkplätzen am See waren Schilder mit einem Übernachtungsverbot für Wohnmobile. Der Parkplatz, den uns die App zeigte, war zwar ein paar Kilometer abseits unserer Route und auch recht laut durch die vorbeifahrenden Autos, aber zumindest konnten wir dort ohne Verbot und ohne Kosten stehen. Wir waren jetzt einfach müde, machten uns noch ein Vesper mit Salat und gingen dann bald schlafen.

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