Mittwoch, 13.09.2023 – Innsbruck Tiroler Volkskunstmuseum und Hofkirche
Heute wurden wir vom Regen geweckt, der auf unser Autodach prasselte. Um 8 Uhr hupte der Bäckerwagen, der wochentags um diese Zeit auf den Campingplatz kommt und frische Brötchen verkauft. Udo sprintete kurz aus der Berta und kam mit Croissants und Laugenstängle zurück, die wir dann zum Frühstück verspeisten.
Danach hatte es aufgehört zu regnen und es kam sogar die Sonne wieder hervor. Da wir nicht wussten, ob wir die Räder nochmal brauchen, zog Udo sie aus der Bertagarage und wechselte an seinem Rad einen abgefahrenen Bremsbelag. An Xenias Bike war noch alles okay. Auch die Akkus luden wir wieder auf.
Um 11 Uhr fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt von Innsbruck. Das ging wirklich prima mit einmal Umsteigen in Rinn, aber die Fahrpläne sind so aufeinander abgestimmt, dass man kaum Wartezeit hat.
Um 11:30 Uhr waren wir an der Haltestelle Hofburg und da es immer noch trocken war, bummelten wir zuerst durch die Altstadt, zum Goldenen Dachl, an den Inn und zur Markthalle, der wir einen Besuch abstatteten. Als wir wieder ins Freie gingen, begann es leicht zu regnen.
Wir schafften es gerade noch vor dem ersten richtigen Guss ins Tiroler Volkskunstmuseum, das wir uns ausgiebig anschauten. Besonders beeindruckend fanden wir gleich am Eingang ein Bild des Fotografen David Lachapelle, das das letzte Abendmahl zeigt, aber mit heutigen Personen als Jünger.
Weiter ging es in verschiedene Ausstellungen zum Alltagsleben der Tiroler. Es beeindruckt uns immer wieder, wie viel Zeit und Mühe die Leute früher aufwendeten, um schöne und kunstvoll gestaltete Alltagsgegenstände wie Möbel, Kleidung oder Arbeitsmaterial herzustellen. Da waren die Dinge noch etwas wert und keine Plastik-Wegwerfartikel wie heute.
Über das Museum kommt man zum Eingang der Hofkirche. Da gab es dann österreichischen Prunk für Kaiser Maximilian I. zu bewundern, der sich hier ein besonderes Grabmal zum ewigen Gedächtnis gewünscht hatte. Auch wenn er hier nicht begraben ist, hat sein Enkel Ferdinand I. ihm diesen Wunsch erfüllt und mit der Hofkirche verwirklicht. Um das Hochgrab herum stehen überlebensgroßen schwarze Figuren, die Verwandte, Ahnen und berühmte Vorbilder wie König Artus darstellen und ihm das Totengeleit geben.
Nachdem wir das alles angeschaut und einiges dazu über eine Handy-App angehört hatten, waren der Kopf voll und die Beine müde. Es war inzwischen auch schon 15:30 Uhr geworden und wir beschlossen, noch irgendwo eine Kleinigkeit zu essen und dann zurück zur Berta zu fahren.
Im Strudel-Café Kröll bekamen wir noch einen Platz an der Theke und gönnten uns einen sehr guten Zwetschgen-Walnuss-Strudel mit Vanilleeis und einem Kaffee. Sehr lecker! Anschließend ging es im leichten Regen zurück zur Bushaltestelle.
Um 17:30 Uhr waren wir wieder an der Berta, duschten im Waschhaus (leider sehr alte Ausstattung) und kochten noch die letzten vorrätigen Tortellini und Salat zum Abendessen.














