Freitag, 08.09.2023 - Zu Besuch beim Bergdoktor
Auch heute gab es einen stahlendblauen Spätsommertag mit Sonne satt und 27 Grad.
Wir hatten uns vorgenommen, mit den Rädern nach Ellmau zu fahren und dort das Bergdoktorhaus zu besichtigen. Da dies nur vormittags bis 12 Uhr möglich ist, standen wir auch heute wieder zeitig auf und starteten um kurz nach 9 Uhr.
Zuerst ging es den Inn, dann die Weißache hinauf bis Ellmau. Die Österreicher sind wirklich ein radlfreundliches Völkchen und haben wunderschöne Radwege – wenn es nicht anders geht als extra Radspur an den Verkehrsstraßen, ansonsten auf asphaltierten Parallelwegen. Viel Platz gibt es in den Tälern nicht. Die Radstrecke bis Ellmau hätte sich auch ohne Bergdoktor gelohnt.
Am Bergdoktorhaus (Arztpraxis) angekommen, waren wir um 11 Uhr nicht die einzigen Besucher. Man kann den unteren Stock mit den Praxisräumen besichtigen, mehr gibt es dort aber nicht zu sehen.
Wir ließen uns den Weg zur Wirtschaft „Wilder Kaiser“ und dem Gruberhof erklären und beschlossen, es zu wagen und diese Punkte noch anzufahren. Vor allem die Höhenmeter zum Gruberhof ließen uns ein bisschen bangen, ob unsere Akkus das schaffen. Diese Angst sollte sich aber am Ende als unbegründet herausstellen.
Um 12 Uhr waren wir in Going vor dem Wilden Kaiser. Xenia hatte sich das alles viel weiträumiger vorgestellt! Aber das Städtchen hat schon Flair, auch mit seiner Kirche und dem Blick auf die Berge.
Jetzt ging es zurück über Ellmau nach Söll, an einem ganz hübschen Badesee vorbei, der im Winter zum Schnee machen genutzt wird.
Dann steil den Berg nach oben bis zum Gruberhof. Auch dort waren schon einige Leute, aber die Menge hielt sich noch in Grenzen. Wir waren am Frühstücksplatz der Familie Gruber, saßen auf der Bank vor dem Haus und besichtigten auch das Gebäude. Da kamen schon mehr Erinnerungen an den Film hoch. Um 13:30 Uhr bekamen wir vom Eigentümer des Hofes, der sich als „Sepp“ vorstellte („… so heißt in Österreich jeder Dritte …“) erklärt, wie die Dreharbeiten seit 17 Jahren vor Ort so ablaufen.
Weiter ging die Fahrt, zuerst mit der Abfahrt hinunter nach Söll, wo wir uns auf der Terrasse eines Hotels ein sehr gutes Hofeis aus eigener Bergbauernmilch gönnten. Sehr lecker!
Bis auf einen letzten Anstieg ging es dann nur noch bergab bis zur Berta, wo wir um 15:45 Uhr ankamen.
Nach einer kleinen Trink- und Ausruhpause duschten wir und radelten danach noch 1,2 km bis zum nächsten Hofer (Aldi), um uns übers Wochenende mit dem einzudecken, was wir so an Lebensmitteln brauchen. Wir kauften auch frische Pilze, Salat, Putenfleisch und Spätzle aus der Kühltheke. Xenia kochte daraus ein Rahmgeschnetzeltes, das wir uns gut schmecken ließen. Bis anschließend alles gespült und aufgeräumt war, ging die Sonne unter und ein wunderschöner Tag seinem Ende entgegen.



















