Berta-Tirol-Tag02

Donnerstag 07.09. – Im Kaisergebirge bei Kaiserwetter

Auch heute erwartete uns ein strahlender Sonnentag mit Temperaturen um 26 Grad.

Unser Plan war, mit den Rädern ca. 16 km und 1000 hm zur Kaindlhütte im Wilden Kaiser auf der Steinbergalm zu fahren, dann weiter zu Fuß über den Widauer Klettersteig auf den Scheffauer. Schon eine Herausforderung, aber wir wollten es mal angehen.

Um 7 Uhr war Aufstehen angesagt, sodass wir nach dem Frühstück, Vesper und Klettersachen richten um kurz nach 9 Uhr mit den Rädern starten konnten. Zuerst verlief der Weg auch sehr vielversprechend auf einer asphaltierten Straße den Berg hinauf. Aber leider sollte das nicht lange so bleiben und etwas unterhalb der Mittelstation der Kaiserlift-Sesselbahn war Schluss. Es ging nur noch ein ganz grob geschotterter Wanderweg steil den Berg hinauf. So blieb uns nichts anderes übrig als umzukehren und den Berg wieder hinunterzusausen.

Planänderung: Wir fuhren zur Talstation des Kaiserliftbahn und kauften uns eine Hin- und Rückfahrkarte. Der Sessellift fährt 30 Minuten auf den Berg, Bergstation in der Nähe der Brentenjochalm.

Die Klettersachen hatten wir unten bei dem Rädern gelassen und wanderten jetzt zuerst hinunter in ein Tal, über den Gaisbach und dann wieder bergauf ein knappe Stunde bis zur Kaindlhütte. Dort kamen wir kurz vor 12 Uhr an, verzehrten einen Teil unseres Vespers im Schatten einer Kapelle und überlegten, wie wir weitergehen.

Bis zum Einstieg in den Widacher Klettersteig war es zu weit, da hätten wir die letzte Talfahrt des Sessellifts wahrscheinlich verpasst. So entschlossen wir uns, in die andere Richtung zu gehen und stiegen noch bis zum Hocheck (1470m) auf. Dort rasteten wir 45 Minuten, schauten ins Inn-Tal, aßen den zweiten Teil unseres Vespers und machten ein kleines Schläfle.

Um 13:45 Uhr ging es wieder zurück. Diesmal kehrten wir in der Kaindlhütte ein, setzten uns auf die Terrasse, tranken einen Kaffee und aßen ein Stück guten Topfenkuchen. Wir sahen jetzt auch die Schotterstraße, die wir bis hierher mit den Bikes hätten nehmen können – aber so war es uns jetzt auch recht und wir hatten eine sehr schöne Bergwanderung.

Frisch gestärkt ging es dann wieder zurück zur Bergstation des Sessellifts. Noch eine kurze Pause zum Aussicht genießen, dann schwebten wir um 16 Uhr wieder hinunter ins Tal.

Unten angekommen, fanden wir unsere Räder unversehrt vor und radelten die kurze Strecke zurück zur Berta, wo wir um 16:45 Uhr ziemlich verschwitzt ankamen. Ein kaltes Teegetränk und eine warme Dusche taten jetzt sehr gut! Während Udo duschte, radelte Xenia noch kurz an den Bahnhof zu einem Bäcker und holte ein paar Wecken fürs morgige Vesper. Als sie zurückkam, war Udo fertig und sie konnte unter die Dusche. Danach gab es noch einiges zu erledigen: Taschen ausräumen, Klettersachen verräumen, die verschwitzten T-Shirts auswaschen, Wasser tanken, Räder laden, Tortellini kochen und verspeisen.

Wir hatten gedacht, dass wir noch eine Abendrunde mit den Rädern fahren, entschieden uns dann aber um 19:45 Uhr für einen Bummel durch die Stadt – was sich als die richtige Entscheidung herausstellte. Es war nämlich lange Einkaufsnacht mit Innenstadtfest. Es gab ein Openair-Kino, das aber ganz besetzt war, wir kamen an 2 Bands vorbei und bestaunten kostümierte Stelzenläuferinnen. Natürlich gab es auch noch ein Eis, das sehr gut war.

Da wir doch ziemlich müde waren, dehnten wir den Stadtspaziergang nicht zu sehr aus und waren um 21 Uhr wieder am Wohnmobil. So ging ein herrlicher Sommertag am Wilden Kaiser zu Ende.

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