Berta-SuedFrankreich-Tag16

Di 16.05.2023 - Klippenwanderung in den Calanques von Cassis

Heute führte uns die erste Fahrt zu einem Lidl im Nachbarort, wo wir unsere Vorräte wieder auffüllten. Das dauerte seine Zeit, sodass wir erst um 11 Uhr in Richtung Cassis starten konnten. Dort wollten wir die Route de Crêtes bis La Ciotat fahren, eine kleine kurvige Kammstraße entlang der Steilküste im Nationalpark Calanques mit wunderschönen Aussichten aufs Meer und die Buchten.

Als wir in Cassis ankamen, war die Enttäuschung zuerst groß: Weil es auch heute wieder sehr windig war, war die Straße gesperrt. Wir waren zuerst ein bisschen ratlos, dann entschlossen wir uns, den einen Kilometer bis zur Straßensperrung zu fahren in der Hoffnung, dort auf einen Parkplatz mit schöner Aussicht zu treffen. Dem war nicht so, aber wir landeten an einer Stelle, wo schon andere Autos entlang der Straße parkten und von wo aus ein sehr schöner Klippenwanderweg startet.

Wir parkten die Berta, verzehrten noch eine Butterbrezel und ein paar Erdbeeren mit Sahne, dann legte Udo sich für 45 Minuten aufs Ohr und Xenia schmierte ein paar Vesperbrote. Diese nahmen wir mit, als wir um 14:15 Uhr zu unserer Sturm-Wanderung in den Calanques-Nationalpark entlang der Steilküste starteten.

Der Wanderweg war nicht einfach zu gehen, sehr steinig und zum Teil steil bergauf oder bergab und das alles bei starkem Wind. Trotzdem genossen wir die herrlichen Aussichten sehr und auch die Sonne, die uns heute noch treu blieb. Wir entdeckten sogar eine wilde Höhle, die wir allerdings nicht näher erkundeten, da sie wohl aus Fledermausschutzgründen verschlossen war.

Wir gingen den Weg eine gute Stunde, machten dann Vesperpause (mit Mamas weltbesten Vesperwecken) und kehrten wieder um. Den Rückweg gingen wir zum Teil auf der gesperrten Fahrstraße – das war bedeutend einfacher zu gehen und wir bekamen noch ein paar Ausblicke auf die andere Seite.

Um 16:30 Uhr waren wir zurück an der Berta und fuhren noch ein Stück eine erlaubte Straße zu einem Funkturm hinauf. Wir hofften, dort einen Platz mit schöner Aussicht für eine Kaffeepause zu bekommen. So war es denn auch und so genossen wir bei herrlicher Sicht eine Tasse Kaffee mit einem Stück Kuchen, das wir gestern auf unserer Radtour bei einem Bäcker mitgenommen hatten.

Um 17 Uhr starteten wir dann zu unserem Nachtplatz, den Xenia am Tag zuvor ausgesucht hatte: einem kostenlosen Camperstellplatz in Saint-Madrier-sur-Mer, der auf der Karte sehr schön gelegen aussah.

Die Fahrt dorthin war ziemlich mühsam, da es durch viele Ortschaften ging mit jeder Menge Verkehr, Kreisverkehren und kleinen Rampen (Aufpflasterungen), die zur Geschwindigkeitsreduzierung auf die Straßen gebaut wurden. Letztere haben echt genervt, das ständige Abbremsen und über die Hügel fahren war sehr lästig und hat zu manchem Geschepper im Wohnmobil geführt.

Wir fuhren an vielen Stränden mit allen möglichen Surfertechniken vorbei. An einem Strand gab es für hiesige Verhältnisse echt große Wellen.

Um 18:30 waren wir endlich am Nachtplatz angekommen und bekamen tatsächlich noch den letzten verfügbaren Stellplatz, allerdings in einem wenig attraktiven Gelände. Aber es ist immerhin extra ausgewiesen als Übernachtungsplatz für Wohnmobile und umsonst.

Wir duschten und überlegten, wie unsere Fahrt weitergehen soll. Für die nächsten Tagen war viel Regen angesagt und das in fast ganz Frankreich und in der Schweiz. Wir wollten doch so gerne noch die Verdun und die Verdun-Schlucht besuchen, aber die großen Wanderungen bei Regen? Kein verlockender Gedanke. Auch an der Côte d'Azur war Regen angesagt, aber nicht ganz so viel wie im Inland. So schauten wir mal nach Campingplätzen in Cannes und Nizza und nach ein paar Infos zu den Städten.

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Komoot-Tour: https://www.komoot.de/tour/1120529292?ref=wtd


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