Berta-SuedFrankreich-Tag13

Sa 13.05.2023 - Vogelpark und Radtour von Aigues Mortes in die Camargue

Am Morgen war die Sonne wieder da! Die Bilder zeigen unseren 'France passion'-Hof und ein Reisfeld, von denen wir umgeben waren.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum 15 Minuten entfernten Vogelpark bei Pont de Gau, dem „Parc Ornithologique du Pont de Gau“. Kurz nach 10 Uhr waren wir dort und bekamen noch problemlos einen Parkplatz. Der Park hat uns gut gefallen und Xenia konnte endlich Flamingos bewundern. Alle Vögel sind hier frei. Sie finden in dem Park optimale Lebensbedingungen und die Parkbetreiber tun nach eigenen Angaben alles dafür, dass es die Tiere hier gut haben. Deshalb bleiben sie auch hier und lassen sich von den Besuchern bewundern.

So langsam stiegen die Temperaturen wieder an und es wurde Zeit, die kurzen Hosen anzuziehen. Wir fuhren nach Aigues Mortes und suchten dort in der Nähe einen Übernachtungsplatz von France Passion, Mas de la Comtesse. Es handelt sich dabei um einen Hof mit Pferden und Rindern, einem Restaurant, das aber nur für Gruppen geöffnet ist, und einer kleinen Arena, wo wohl auch Toreros ausgebildet werden. Die Anfahrt gestaltete sich schwierig, da beide Navis eine Route wählten, die uns auf unbefestigte und dann sogar private Wege führte. Wir wollten schon aufgeben und einen anderen Stellplatz suchen, als Xenia einen sehr freundlichen Franzosen fragen konnte, wo denn Mas de la Comtesse sei. Es war ganz in der Nähe und mit der Erklärung fanden wir den Hof dann auch problemlos. Wir durften unseren Camper parken, sollten aber das Gelände sonst nicht betreten. Es war gerade eine geschlossene Gesellschaft da. So standen wir zwischen Pferden und Stieren auf einem sandigen Plätzle.

Udo holte die Fahrräder aus der Campergarage und die Akkus reichten noch für eine sehr schöne Runde an zwei Seen der Camargue, die uns von anderen Urlaubern empfohlen worden waren. Das Wetter war herrlich, die Temperaturen angenehm und so starteten wir gen Norden in das Seengebiet.

Zuerst ging es ins Ort Aigues Mortes, dann 9 km geradeaus an einem Kanal entlang in Richtung Norden. Wir genossen die Natur und die ebene zügige Fahrt. An dem Seengebiet angekommen, durften wir ein Stück wunderschöne Natur erleben. Flora und Fauna sind hier so vielfältig. Es gibt allerhand wilde Wasservögel, größere und kleinere, und auch Flamingos, die die Seen und die umliegende Sumpflandschaft bevölkerten. Wie schön war es, hier entlang zu radeln und immer wieder durch größere und kleinere Lücken im Schilf Blicke auf den See erhaschen zu können.

Zurück führte uns der Weg dann auf Fahrstraßen, was nicht mehr so schön war wie die Hinfahrt. Dazu kam noch, dass uns ein kleines Regengebiet streifte, das sich im Westen zusammengebraut hatte. Aber wir bekamen zum Glück nur ein paar Minuten Regen ab, dann schien wieder die Sonne und wir erreichten Aigue Mortes bei Sonnenschein.

Wir fuhren durch ein Tor in der Stadtmauer in die Altstadt, bummelten dort durch eine Gasse, kauften ein Pfund frische Erdbeeren und bei einem Bäcker ein Baguette und gemischte andere Backwaren. Am Ende der Straße gönnten wir uns noch eine Tüte Churros mir Nutella, dazu einen Frappé au Lait. Wir hatten gerade aufgegessen, als es wieder zu regnen begann. Der Imbissbesitzer erlaubte uns nicht, unsere Räder bei ihm unterzustellen. So schoben wir sie ein Stück weiter auf einen größeren Platz und fanden dort Unterschlupf unter ein paar Sonnenschirmen. Der Guss war nach 10 Minuten vorüber und wir konnten im Trockenen zur Berta zurück radeln. Nun waren die Akkus ziemlich am Ende (Reichweite noch 15 km), aber wir waren insgesamt auch über 100 km mit einer Stromladung geradelt.

Udo packte die Räder wieder ein – Strom bekamen wir leider keinen für unsere Akkus. Xenia zuckerte die Erdbeeren und so gab es mit den frischen Backwaren und den Erdbeeren zum Nachtisch ein leckeres Abendessen.

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Komoot-Tour: https://www.komoot.de/tour/1116691002?ref=wtd


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