Berta-SuedFrankreich-Tag12

Fr 12.05.2023 - Radtour durch die Camargue nach Saintes-Maries-de-la-Mer

Wir haben trotz tierischer Geräuschkulisse gut geschlafen. Nach dem Aufstehen war es so frisch, dass wir zum Frühstück kurz die Heizung anmachten.

Der Himmel war sonnig mit Wolken, Regen erst am Nachmittag angesagt. So starteten wir kurz nach 10 Uhr zu einer Rad-Erkundungstour durch die Camargue, ausgehend von unserem Nachtplatz beim Maison du Riz in der Nähe von Albaron. Die Tour war knapp 60 km lang und ging eine Runde nach Süden bis ans Meer nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Wir kamen an einigen weißen Pferden und auch an Stieren vorbei, die hier auf der Weide sind. Die Pferde soll es hier auch wild geben.

In der Sumpflandschaft vorne in Meeresnähe sahen wir dann auch Flamingos, allerdings ziemlich weit weg. Um sie zu beobachten, hätte man ein Fernglas gebraucht.

Die Gegend ist total flach, aber da es viele überflutete Reisfelder, Wasserkanäle und Sümpfe gibt, gibt es nur wenige befahrbare Wege. Wir fuhren gut die Hälfte der Strecke auf Fahrstraßen, dann noch auf unbefestigten Wegen durchs Gelände.

In Saintes-Maries-de-la-Mer war gerade Markt. Wir kamen um 11:30 Uhr dort an, schoben unsere Fahrräder durch die Marktgasse und kamen zum ersten Mal auf unserer Tour ans Meer. Wir suchten uns eine Bank auf dem Damm und verzehrten dort unsere Vesperbrote. Wir sahen schon, wie sich die Wolken immer mehr zusammenbrauten und beschlossen, besser die Rückfahrt anzutreten. Regen war zwar erst ab 15 Uhr angesagt, aber es schaute so aus, als ob da früher etwas kommen könnte.

Udo hatte die Tour so gelegt, dass sie uns am Parc Ornithologique du Pont de Gau (Vogelpark von Pont du Gau) vorbeiführte, aber da das Wetter alles andere als echt war, beschlossen wir, hier besser keinen Zwischenstopp einzulegen und weiterzuradeln. Wir hatten schließlich noch 20 km bis zur Berta. Der kleine Weg, der uns nach dem Vogelpark wieder zurück auf die Straße zum Nachtplatz führte, wäre schon gut gewesen, wenn es nicht 500 m durch so hohen Sand gegangen wäre, dass man nicht mehr radeln konnte und das Schieben auch sehr beschwerlich war. Aber was blieb uns übrig? Da mussten wir durch … und schließlich war auch das geschafft.

Von da an ging es nur noch auf Fahrstraßen zügig zurück. Allerdings begann es jetzt zu regnen – erst ganz leicht, dann etwas heftiger, dann hat es wieder aufgehört und wieder angefangen. Xenias Hose wurde nass, dann wieder trocken, dann wieder nass …. Wir machten Tempo und Xenia fuhr, so schnell sie konnte. Auf Strecken mit Rückenwind ging es einfach, bei Gegenwind wurde es deutlich anstrengender. Schließlich an der Berta angekommen, waren wir froh, dass das Gewitter, das man schon deutlich hörte, uns nicht eingeholt hatte. Eine Viertelstunde später goss es dann in Strömen und das hat bis 20 Uhr nicht wieder aufgehört.

Wir waren froh und dankbar, im Trockenen zu sein, duschten zuerst, machten uns dann einen Kaffee und einen gemütlichen Nachmittag. Abends gab es noch ein paar kleine französische Tortellini mit letzter deutscher Tomatensoße, Parmesan und Salat.

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Komoot-Tour: https://www.komoot.de/tour/1114323779?ref=wtd


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