Mi 10.05.2023 - Radtour Pont du Gard, Avignon
Um 7:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir hatten tief und fest geschlafen. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und die WetterApp sagte einen schönen Sonnentag ohne Regen an. So sollte es dann auch kommen.
Udo schaute noch einmal über die geplante Radtour, Xenia schmierte Vesperwecken, dann verließen wir unseren Nachtplatz und fuhren ein paar Minuten bis zum Wohnmobilplatz bei Castillon-du-Gard, ganz in der Nähe der Pont du Gard. Wir buchten 24 Stunden auf dem Platz, richteten uns dort ein, sattelten die Räder und starteten zu unserer Radtour.
Zuerst ging es zum Pont du Gard, einem recht imposanten römischen Aquädukt aus dem 1. Jahrhundert.
Dann ging es weiter auf Nebenstraßen und Feldwegen nach Avignon. Eigentlich wäre die Strecke ganz leicht zu fahren gewesen, wenn wir nicht einen kräftigen Gegenwind gehabt hätten, der uns nicht das Leben, aber doch das Radeln schwer machte. Unterwegs vesperten wir unsere Wecken und kamen dann um 13:15 Uhr in Avignon an.
Der erste Weg führte uns auf die Pont Saint-Bénézet, bekannt durch das Kinderlied „Sur le pont d’Avignon“. Wir kauften dort ein Kombiticket für die Brücke und den Papstpalast, den wir natürlich auch noch besichtigen wollten. Über einen Audioguide hörten wir uns ein paar Infos zur Geschichte der Brücke und auch des Papstpalastes an.
Anschließend bummelten wir noch ein bisschen durch die Stadt, aßen einen Crêpe und gingen dann zum Eingang des Papstpalastes, wo wir für 15 Uhr unsere Tickets hatten.
Das Gebäude und die sich darin befindenden Räume beeindrucken durch ihre Größe und Höhe, aber zu sehen gibt es meistens nur die blanken Steine, manchmal mit ein paar Restmalereien darauf. Man bekommt ein Tablet, auf dem die Räume aus der Papstzeit simuliert werden und wo man sich zu bestimmten Punkten und Stellen der Räume noch nähere Infos anzeigen lassen kann. Das ist ziemlich mühsam und hat uns nicht so gefallen. Es gibt auch ein paar Ausstellungsstücke und Vitrinen in den Räumen, aber ohne deutsche Erklärungen. Wir gingen trotzdem durch die 2 Ausstellungsebenen und schauten uns das meiste an.
Um 16 Uhr machten wir dann noch einen kleinen Bummel durch die Stadt und entschlossen uns, noch nach einem Radgeschäft zu suchen, um Xenia einen Fahrradständer zu kaufen. Ihrer war schon in Deutschland abgebrochen. Udo hatte versucht, ihn zu reparieren, aber er gab auf unserer ersten Tour wieder seinen Geist auf. Das erste Geschäft hatte keinen passenden Ständer, schickte uns aber zu einem zweiten und dort wurden wir fündig. Der neue Ständer wurde gleich montiert und so konnten wir um kurz vor 18 Uhr die Rückfahrt antreten.
Die 35 km bis zu unserem Wohnmobilstellplatz fuhren wir an einem Stück und kamen um 19:30 Uhr wohlbehalten bei unserer Berta an. Udo verräumte die Räder, Xenia machte noch ein paar Spiegeleier mit Bacon und Möhrensalat.
Komoot-Tour: https://www.komoot.de/tour/1113331894?ref=wtd
















