Berta-SuedFrankreich-Tag09

Di 09.05.2023 - Kletterwanderung zur Ardèche, Grotte de Saint Marcel

Heute hatte Xenia einen Wecker auf 7:30 Uhr gestellt, da wir noch vor dem angekündigten Regen eine Wanderung vom Parkplatz der Grotte de Saint Marcel hinunter an die Ardèche, einen Pfad den Fluss entlang und dann wieder den steilen Hang hinauf zum Parkplatz machen wollten.

Wir frühstückten, Xenia machte ein paar Vesperbrote aus Vollkorn-Pumpernickel, unserer Brotreserve, da wir nichts anderes mehr hatten. Dann fuhren wir die 500 m zum Parkplatz der Höhle und starteten bei bewölktem Wetter zu unserer Wanderung.

Zuerst ging es auf einem steinigen Wirtschaftsweg bergab, der sich immer mehr zu einem Wanderweg entwickelte. Wir kamen am unteren Höhleneingang vorbei, der aber abgesperrt war. Udo meinte, dass wir den Wirtschaftsweg abkürzen und auf einem kleinen Pfad den Hang hinunter gehen können. Das erwies sich aber als sehr beschwerlich und Xenia wollte zurück auf den Hauptweg. So kehrten wir um und gingen wieder den „normalen“ Weg zum Fluss hinunter.

Unten angekommen, führte der Weg auf zum Teil abenteuerlichem, aber wunderschönen Pfad flussaufwärts. Wir kamen an kleinen Stromschnellen vorbei, die Ardèche schlängelt sich hier wunderschön durch die Schlucht, aber es begegnete uns auf der ganzen Strecke nur ein einziges Kanu. Der Weg wurde teilweise ziemlich abenteuerlich. Einmal mussten wir sogar durch einen Felsen kriechen.

An einer schönen Stelle machten wir Pause und verzehrten unsere Brote. Inzwischen war sogar die Sonne wieder etwas erschienen, aber meistens gewann die Abschirmung die Oberhand. Das war aber bei 22 Grad angenehm, da wir sonst in der prallen Sonne gewesen wären.

Nachdem wir die Ardèche wieder verlassen mussten, ging es sehr steil den Berg hinauf. Es war fast wie Treppensteigen, nur mit unregelmäßigen und schwierigen Tritten. Wir kamen ziemlich ins Schnaufen und Schwitzen. Endlich oben angekommen, mussten wir uns unseren Weg durch Dickicht und Steinlandschaften suchen. Wir waren immer froh, wenn wir irgendwo wieder eine Wegmarkierung entdeckten. Ohne GPS und den Track auf dem Handy wären wir wohl ziemlich verloren gewesen. So kämpften wir uns vorwärts, mal bergauf, dann wieder ein Stück bergab, bis wir schließlich wieder auf einen „normalen“ Wanderweg stießen, auf dem wir dann auch zurück zur Berta kamen.

Nach dem steilen Aufstieg begann es zu tröpfeln – eindeutig zu früh! Regen war erst um 16 Uhr angesagt und wir hatten erst 13:45 Uhr. Aber das Wetter hält sich nun mal nicht unbedingt an den Wetterbericht. Die Tropfen gingen in einen leichten Sprühregen über, der uns aber mehr erfrischte als durchnässte, denn schweißnass waren wir ja schon.

Auf dem Parkplatz angekommen, machten wir noch den kleinen Abstecher zum Höhleneingang und kauften uns Karten für die 16-Uhr-Tour. So hatten wir noch 75 Minuten Zeit zum Duschen und Ausruhen, bevor es in die Höhle ging. Es tröpfelte immer noch vor sich hin, doch kaum hatten wir die Berta erreicht, man kann sagen mit Öffnen der Autotüre, begann es richtig zu regnen. Wir hatten es mal wieder auf die Minute genau geschafft und waren sehr froh, jetzt im Auto zu sein. Wie gut tat die Dusche und die Zeit bis 16 Uhr verflog in Windeseile.

Leider war die Führung in dieser Höhle nur auf Französisch und der Guide erzählte eine Menge. So gingen wir halt am Ende der Gruppe und schauten uns das an, was wir zu sehen bekamen. Die Höhle ist sehr tief und sehr groß. Insgesamt 410 Stufen ging es in die Erde hinab, davon 215 in einem Tunnel bis zum eigentlichen Höhleneingang. Das Besondere an dieser Höhle sind neben ihrer Größe mehrere Sinterbecken, die mit Wasser gefüllt sind und mit Licht farbig angestrahlt werden. Das sieht schon sehr schön aus. Auch die riesigen Felsen und Tropfsteine sind beeindruckend, allerdings nicht so schön wie die der Höhlen, die wir schon gesehen haben (ist zumindest das Urteil von Xenia).

Um 17:30 Uhr waren wir wieder an der Berta und es regnete immer noch. Wir beschlossen, als erstes bei einem Lidl vorbeizufahren und uns mit Brot und etwas zum Abendessen einzudecken. Auf dem Lidlparkplatz machten wir uns dann auch gleich unser Abendessen: eine Schüssel Salat mit Pizza-Schnitten, Schinken-Käse-Toast und Donut. Nach dem Essen ging es uns deutlich besser – wir waren schon sehr hungrig gewesen.

Inzwischen hatte der Regen aufgehört und der Abendhimmel färbte sich in schönen Rosa-Tönen. Wir beschlossen, den sonnig angesagten morgigen Tag für eine Radtour zu nutzen, Ausgangspunkt ein Wohnmobilplatz beim Pont du Gard. Wir fuhren noch eine gute halbe Stunde bis zu einem freien Übernachtungsplatz ganz in der Nähe des berühmten Monumentes, kamen dort um 20:45 Uhr an und verbrachten eine ruhige Nacht.

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Komoot-Tour: https://www.komoot.de/tour/1112228146?ref=wtd


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