So 07.05.2023 - Kleine Radtour und Grotte Chauvet 2
Der Wetterbericht hatte leider Recht behalten: nachts regnete es kräftig und auch am Morgen kam noch einmal ein Schütter. Als der vorüber war, ging Udo zum Bäcker und kaufte uns Baguette und Croissants zum Frühstück und noch 2 süße Stücke für den Nachmittag.
Als der Regen vorüber war, schien wieder die Sonne. Wir entschlossen uns zu einer Erkundungstour mit den Rädern. Xenia schmierte Vesperbrote, Udo richtete die Räder. Dann ging es los, zuerst in den kleinen Ort Salavas, zu dem ja auch unser Campingplatz gehört. Dort war gerade Markt und wir erstanden an einem Stand weißen Nougat, eine lokale Spezialität aus einem Betrieb des Ortes.
Weiter ging es auf einer Route, die uns auf Umwegen zur Grotte de Chauvet führen sollte. Der erste Teil des Weges war auch gut zu fahren: Landstraße, zum Teil mit Radweg, dann ein ausgebauter Feldweg. Dieser ging aber bald in einen Waldweg über, der nach einer kurzen Strecke so schlecht zu befahren war, dass wir umdrehten und ein Stück den Weg zurück auf einem netten Vesperplatz mit Tischen und Bänken unser Vesper verzehrten. Im Hintergrund braute sich ein Gewitter zusammen, das wir schon nach dem Umdrehen bemerkt hatten, das aber schneller heranzog als erwartet. Wir brachen das Vesper ab, packten und radelten zurück – zunehmend schneller, da es unverkennbar am Horizont mächtig regnete.
Kurz vor unserem Campingplatz begann es dann auch zu regnen und wir erreichten unsere Berta buchstäblich in der letzten Minute, bevor der große Guss losging. Ein paar Tropfen hatten wir abbekommen, aber der richtige Schütter begann, als wir unter der Markise ankamen. Unser Nachbar meinte: "Das habt ihr aber gerade noch rechtzeitig geschafft!" Ein paar Minuten goss es wie aus Kübeln, dann war der Spuk auch schon wieder vorbei und die Sonne kam wieder heraus. Wir beendeten unser Vesper, aßen noch die süßen Stückle und verbrachten ein bisschen Zeit vor der Berta mit Lesen.
Um 16:00 Uhr machte Udo die Berta startklar und wir fuhren zur Chauvet Höhle 2, einer originalgetreuen Nachbildung der eigentlichen Chauvet Höhle, die nur wenige Kilometer entfernt aber denkmalgeschützt ist und nicht besucht werden kann. Die Grotte Chauvet 2 ist die größte Höhlennachbildung der Welt mit dem Ziel, die dortigen Höhlenmalereien einem breiten Publikum in einer möglichst authentischen Umgebung zu zeigen, ohne die Originale zu gefährden. Außer der eigentlichen Höhle gibt es auf dem Gelände noch ein interessantes Rahmenprogramm. Wir hatten uns dafür extra Zeit eingeplant und waren um 16:30 Uhr vor Ort, obwohl unsere gebuchte Tour erst um 18:15 Uhr begann.
Zuerst besuchten wir in einer Ausstellungshalle einen 360°-Film „ANIMAL, from prehistory to street art". Die Ton- und Lichtshow war ganz nett gemacht.
Anschließend gingen wir in die Aurignacien-Galerie, wo man einiges über die Höhle, ihre ehemaligen menschlichen und tierischen Bewohner und die Höhlenmalereien lernen kann. Wir hätten uns dort gerne noch länger aufgehalten, aber unsere Tour begann um 18:15 Uhr und so waren um diese Zeit auch am Höhleneingang.
Wie man in der Vitrine sieht, sind die meisten plastischen Darstellungen von der Schwäbischen Alb. In der Vitrine sieht man die Venus von Schelklingen und aus der Charlottenhöhle den Löwenmenschen, das Pferd und das Mamut.
Wir hatte die letzte Tour des Tages ausgesucht, die nicht geführt ist (eine deutsche Führung gab es nämlich nicht), aber auf der man über eine Handyapp oder von einem Audioguide an 10 Stationen in der Höhle Infos in der eigenen Sprache bekommt und so eigenständig durch die Höhle gehen und sie und die Malereien bewundern kann. Das hat auch gut funktioniert, nur waren ziemlich viele Leute da und an den Info-Points staute es sich.
Trotzdem war die Höhle unbedingt einen Besuch wert. Schon beeindruckend, was Menschen vor so vielen Jahren mit ihren Mitteln und in einer dunklen Höhle zustande gebracht haben!
Um 19:30 Uhr waren wir wieder am Tageslicht, genossen noch die Abend-Aussicht von einer Aussichtsterrasse und fuhren dann wieder zurück zum Campingplatz. Xenia wollte nicht mehr kochen, deshalb gab es nur noch ein paar Erdbeeren mit Joghurt und den Rest des Baguettes. So ging wieder ein schöner Tag zu Ende.
Komoot-Tour: https://www.komoot.de/tour/1109577850?ref=wtd














