Sa 06.05.2023 - Kanufahrt auf der Ardèche bei Vallon Pont d'Arc
Der Tag begann mit Croissants, süßen Stückle und Baguette vom Bäcker gegenüber. Das war schon sehr lecker!
Wir beschlossen, uns übers Wochenende auf einen Campingplatz in Salavas, gleich neben Vallon-Pont-d’Arc direkt an der Ardèche zu stellen, ein bisschen auszuruhen und uns den Luxus eines eigenen Platzes für Tisch und Stühle zu genehmigen.
Zuerst machten wir noch einen Abstecher zu einem Lidl, um uns mit Getränken, frischen Erdbeeren und Gemüse einzudecken. Anschließend fuhren wir den Campingplatz an, den wir uns ausgesucht hatten. Er enttäuschte uns nicht: große Parzellen unter Bäumen, Schatten und Halbschatten, einfache aber saubere Sanitäranlagen und nur mäßiger Betrieb.
Die sehr nette Dame an der Rezeption gab uns mehrere Plätze zur Auswahl, die wir uns anschauen und einen davon aussuchen konnten. Außerdem machte sie uns darauf aufmerksam, dass man hier an der Rezeption Kanutouren zwischen 2 und 6 Stunden auf der Ardèche buchen kann. Man wird am Campingplatz abgeholt, an die Einsetzstelle gefahren und dann einige Kilometer stromabwärts wieder aufgesammelt und zurückgebracht. Das klang doch sehr verheißungsvoll und wir entschieden uns für eine 3-Stunden-Tour, die um 14 Uhr startete.
Inzwischen war es 11:30 Uhr geworden. Wir richteten uns häuslich ein, die Erdbeeren wurden eingezuckert und dann gab es ein Vesper mit Salat und zum Nachtisch Erdbeeren mit Sahne. Die Zeit verging wie im Flug und wir mussten uns beeilen, dass wir um 14 Uhr pünktlich an der Rezeption waren.
Der Fahrer wartete schon auf uns und brachte uns an den Fluss. Nach einer kurzen Einweisung konnte es losgehen. Die Fahrt war teilweise schon abenteuerlich: durch kleine Stromschnellen, über Bootsrutschen ein Stück steil hinunter (da wurde man ziemlich nass dabei) und immer wieder musste man aufpassen, nicht an Steinen hängenzubleiben. Die Ardèche ist teilweise sehr niedrig und zweimal musste Udo aussteigen und uns über die Steine schieben. Aber wir waren nicht die einzigen, denen es so ging. Auf dem Fluss herrschte ein reges Treiben.
Der Höhepunkt der Fahrt war der Pont d‘Arc, eine natürliche Felsenbrücke über den Fluss, den wir durchfuhren. Wir machten einen kleinen Zwischenstopp kurz nach der Brücke für ein paar Fotos und ein bisschen relaxen. Dann ging es noch ein kurzes Stück stromabwärts bis zu dem Punkt, wo wir die Ardèche verlassen mussten. Wir waren wohl deutlich schneller gewesen als die meisten, denn wir mussten noch eine Stunde auf unseren Abholer warten.
Die Wartezeit verbrachten wir im Schatten unter einem Busch im Gras – und wahrscheinlich war Xenia auf dieses Gras allergisch. Auf jeden Fall begannen ihre Augen zu tränen, anzuschwellen und total lichtempfindlich zu werden. Jetzt wäre ein Ceterizin gut gewesen, aber das hatten wir nicht mit dabei. Zurück in der Berta nahm Xenia gleich Medizin ein, kühlte die Augen und ging duschen, sobald sie wieder einigermaßen sehen konnte. Danach wurde es zunehmend besser.
Wir entschieden uns, nicht mehr mit den Rädern in den Ort zu fahren, sondern am Platz in einem kleinen Restaurant einen Burger zu essen. Der Fahrtwind wäre sicher nicht gut für Xenias immer noch etwas geschwollene Augen gewesen. So saßen wir draußen auf der Terrasse und erfreuten uns am Sommerabend und unserem Abendessen.
Da in der Nacht Regen angesagt war, holten wir alles rein, was nicht nass werden sollte, bevor wir uns in die Berta verzogen.













