Do 04.05.2023 - Höhlentag: Grotte de Choranche, Grotte de Thaïs. Weiterfahrt nach Privas
Um 8:45 Uhr kam das erste Auto bei uns vorbei, wohl ein Mitarbeiter der Höhle. Bis dahin waren wir ganz alleine auf dem Parkplatz.
Um 9:30 Uhr zogen wir uns warm an (in der Höhle hat es nur 10 Grad) und machten uns auf den Weg zum Höhleneingang. Wir bekamen Karten für die erste Tour, die um 10:15 startete. Leider gibt es nur Führungen auf Französisch, aber zumindest ein deutsches Faltblatt, wo einem das Wichtigste erklärt wurde. Xenia konnte einen Teil der Ausführungen verstehen, aber lange nicht alles. Trotzdem lohnte sich der Besuch unbedingt! Entlang zweier unterirdischer Flüsse kann man verschiedene Gänge und Säle mit Tropfsteinen und Seen bewundern. Ganz besonders sind zahlreiche nadelförmige fistelartige Stalaktiten, die der Höhle einen besonderen Reiz verleihen und sehr selten sind. In einem der Säle werden in Aquarien Grottenolme gehalten, die jedoch nicht aus dieser Höhle sondern aus Höhlen in Slovenien stammen. In einem anderen Saal gibt es eine Licht- und Tonshow.
Wieder am Tageslicht angekommen spazierten wir noch eine wunderschöne Runde zum nahegelegenen Wasserfall. Überall kommt Wasser aus dem Berg, aber hier besonders spektakulär. Wir genossen die Sonne, die Wärme und das wunderbare Bergpanorama.
Weiter führte uns unsere Fahrt zur zweiten Höhle, der nahegelegenen Grotte de Thaïs. Wir wagten die kürzere Strecke und außer einer kleinen Ortsdurchfahrt, die schon so eng war, dass besser keiner entgegenkam, ging auch alles problemlos.
Wir erreichten Saint-Nazaire-en-Royans und die Höhle 25 Minuten vor der nächsten Führung. Einen Cappuccino gönnten wir uns noch, dann ging es auch schon los zur zweiten Höhlentour. Diese Höhle ist ganz anders als die vorherige. Auch hier gibt es leider nur Führungen auf Französisch und auch keine deutschen schriftlichen Erklärungen dazu. So verstanden wir halt nur einen Teil der Ausführungen des Höhlenführers, der eine Stunde lang von der Entstehung dieser Höhle, ihrer Besiedlung während der Eiszeit, den Techniken des Feuersteinhauens und dem Anzünden des Feuers und auch über die noch andauernden Erkundungen des Siphons der Höhle sprach. Trotzdem hat der Besuch sich unbedingt gelohnt, die Farben der Steine (weiß – rot – schwarz) und ihre Formationen waren schon sehr beeindruckend.
Nach der Höhlenbesichtigung machten wir einen kleinen Streifzug durch die Stadt und fuhren mit einem Aufzug auf das mittelalterliche Aquadukt, von dem aus wir eine tolle Sicht über den Fluss und das Umland hatten.
Zurück an der Berta, entschieden wir uns um 16:30 Uhr für ein Schläfchen und einen anschließenden Kaffee mit weiterer Routenplanung. Das Ergebnis war, dass wir um 18:30 Uhr nach Privas starteten.
Eigentlich hätten wir um 20 Uhr ankommen müssen, aber Udos Navi routete einen Mist zusammen, der uns einiges an Zeit und Nerven kostete. Der zuerst angesteuerte Nachtplatz kurz vor Privas am Fluss erwies sich als nicht tauglich, sodass wir in das Städtchen weiterfuhren und auf einem kleinen Parkplatz unterhalb des Theaters einen Stellplatz fanden. Es war inzwischen nach 21 Uhr geworden und so gaben wir uns mit diesem Platz zufrieden und verbrachten dort die Nacht. Um 21:45 Uhr wurde es einmal laut, als wohl eine Theatervorstellung zu Ende war, denn es kamen eine Menge Leute und Autos fuhren ab. Ansonsten war es sehr ruhig hier.

















