Berta-Saarland-Tag07

Fr 17.02.2023 - Völklinger Hütte

Das Unesco-Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ öffnet seine Pforten um 10 Uhr.

Es regnete leicht, als wir zum Eingang gingen und kurz nach 10 Uhr dort ankamen. Die Dame an der Kasse erklärte uns, dass es in diesem Gebäude, der Gebläsehalle, eine Ausstellung zum Thema „Kapitalismus“ gibt und sich die anderen Hallen und die Industrieanlagen mit den Hochöfen auf der anderen Straßenseite befinden. Der Eintrittsbon berechtigte den Zutritt zu beidem und so gingen wir zuerst zur Sonderausstellung.

Schon im Eingangsbereich erwarteten uns 2 große Wände mit Zitaten von berühmten Menschen zu den Themen Geld, Gier und Kapitalismus. Diese Zitate wurden dann in einem fast zweistündigen Film im Hauptsaal wieder aufgegriffen und in Szene gesetzt. Dieser Film war schon besonders und faszinierte uns so, dass wir ihn uns komplett ansahen – immerhin fast 2 Stunden. Man kann sich in diesem Raum auf große Sitzsäcke setzen oder legen. Der Film wird vorne abgespielt, an den Seitenwänden sieht man einen Chor und Schlagzeuger, die die Musik dazu liefern. Das Ganze ist wie ein modernes Musical aufgemacht und thematisiert die Chancen und vor allem die Gefahren des Geldes. Es geht um Gier, um Macht, um Umweltzerstörung, um Streit und Krieg, um Arm und Reich, um das Glück und immer wieder darum, dass wir den Hals nicht voll genug bekommen können, wie pervers das ist und wie wir uns dadurch selbst schaden. Außer dem Hauptfilm gab es noch weitere kürzere Filme, alles Kunstfilme, entlang den Hallenwänden, aber die haben wir uns nicht auch noch alle angeschaut.

Um 13 Uhr verließen wir diese Halle, gingen auf den Parkplatz zur Berta und machten uns ein Vesper. Anschließend zogen wir los zur eigentlichen Völklinger Hütte. Wir waren mal wieder fast allein, durchstreiften die verschiedenen Anlagen, Rohrsysteme und auf dem Gebiet der Kokerei auch das „Paradies“, eine Gartenwildnis, die auf einer Freifläche zwischen den Gebäuden entstanden ist, als die Hütte ihren Betrieb eingestellt hat. Über verschiedene Treppen kann man zur Gichtbühne hinaufsteigen und hat entlang den Hochöfen eine schöne Aussicht auf Völklingen und die Umgebung. Da fast alles im Freien bzw in ungeheizten Räumen und Nischen ist, wurde es auf Dauer schon frostig. Außerdem nieselte es immer wieder ein bisschen.


Um 17:30 Uhr verließen wir das Gelände und gingen zurück zur Berta. Der Parkplatz neben dem Womo-Stellplatz füllte sich zunehmend mit Faschingsnarren. Es ging bunt und lustig zu mit Karnevalsmusik. Xenia wärmte die Reste vom Vortag und kochte noch einen Grießbrei. Die Narren waren inzwischen abgezogen.

Um 20:30 Uhr hörten wir wieder Faschingsmusik und entschlossen uns, dem nachzugehen. Wir überquerten die Saale und trafen auf einen Faschingsumzug, der gerade dort stattfand. Besonders beliebt waren Teufelskostüme und Lichter an Umhängen und Kleidern. Wir warteten einige Kapellen und Wägen ab, die an uns vorbeizogen, und gingen die Strecke ein Stück ab. Es regnete nicht mehr, aber wir staunten schon über manch freizügige Kostümierung der Mädels bei den Temperaturen!

Um 22 Uhr waren wir nach einem ereignisreichen Tag wieder zurück in der Berta – home sweet home 😊.


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