Do 16.02.2023 - Saarpolygon
Die Nacht war klar und kalt, dafür weckte uns Sonnenschein. Nach dem Frühstück war unser erstes Ziel die Villeroy & Boch Erlebniswelt im nahegelegenen Mettlach. Um 10 Uhr kamen wir dort an um zu erfahren, dass die Ausstellung geschlossen ist und frühestens Ende des Jahres wieder eröffnet. Auch sonst gäbe es leider nichts zu besichtigen im Werk.
So fuhren wir weiter nach Ensdorf, um dort das Saarpolygon zu besichtigen. Aufgrund seiner exponierten Lage haben wir es schon von der Autobahn aus gesehen. Es steht auf der Bergehalde Duhamel, einer Bergehalde des Bergwerks Saar, erhebt sich rund 150 Meter über das umliegende Saartal und soll an den im Juni 2012 endgültig beendeten Steinkohlebergbau im Saarrevier erinnern.
Wir parkten unterhalb der Halde und wanderten den Berg hinauf zur Skulptur. Auf dem Weg zum Gipfel kamen wir an einer kleinen Weinanbaufläche mit 99 Weinreben vorbei, deren Trauben zu einem besonderen Wein verarbeitet werden. Die Ausbeute liegt bei ca. 300 Flaschen pro Jahr, die in Ensdorf zu besonderen Anlässen getrunken oder verschenkt werden.
Oben angekommen bestiegen wir über 133 Stufen das Saarpolygon und hatten von oben einen schönen Rundumblick. Wir hatten Lebkuchen und Nüssle mitgenommen, die wir jetzt oben auf einer Bank auf dem Querstück verspeisten und den Ausblick genossen. Die Sonne kam wieder voll aus dem Dunst hervor und es war fast mild und windstill. Am Hang konnten wir 2 Gleitschirmflieger beobachten, die Übungen zum Aufstellen des Schirms veranstalteten.
Wir inspizierten noch das Hochplateau und stiegen dann wieder ab zur Berta. Auf einem Schild hatten wir gelesen, dass es in der RAG-Repräsentanz eine kostenlose Dauerausstellung "Bergbau unser Erbe" gibt. Dorthin fuhren wir noch und schauten uns den Saal an.
Inzwischen waren Wolken aufgezogen und wir beschlossen, auf der Weiterfahrt zur Völklinger Hütte an einem Einkaufszentrum mit einer günstigen Tankstelle Halt zu machen. Nach dem Tanken kaufte Xenia ein paar Lebensmittel beim Lidl ein, Udo machte in der Zeit ein Nickerchen. Wir kochten Kaffee und verspeisten Pizzaschnitten, Käsebrezeln, Nussschnecken und Berliner vom Lidl. Anschließend ging Udo ins Bauhaus, schaute nach Gas und ein paar Kleinigkeiten und Xenia machte ein Schläfle. Es hatte leicht zu regnen begonnen und die Tropfen auf dem Dach der Berta waren sehr einschläfernd …
Um 17:30 Uhr fuhren wir die letzten Kilometer zur Völklinger Hütte und stellten uns dort auf den Wohnmobilplatz. Besucher dürfen ihn kostenfrei benutzen. Die 6 Stromplätze waren zwar belegt, aber unsere Batterien vom Fahren geladen - also kein Problem. Xenia kochte Putengeschnetzeltes mit Champignons, breite Nudeln und Salat. Es hat uns sehr gut geschmeckt. Nach einer kleinen Inspektionsrunde über den Parkplatz und das Gelände (der Regen hatte wieder aufgehört und die Sterne funkelten vom Himmel) verzogen wir uns ins Wohnmobil und verbrachten dort eine erholsame Nacht.











