Mo 13.02.2023 - Homburg - Saarbrücken
Geweckt wurden wir nach einer ruhigen Nacht durch Vogelgezwitscher. Ein Blick aus dem Fenster war allerdings ernüchternd – keine Sonne, sondern Nebel!
Wir ließen uns die Laune nicht verderben, machten Frühstück und eine kurze Inspektion der Umgebung. Wir hatten die Nacht direkt oberhalb des Biotops verbracht und konnten am Hang einen Blick darauf und die vielen verschiedenen Tiere, die dort unten Heimat gefunden hatten, werfen. Ein Rentner saß auf einem Bänkchen und erklärte uns, dass wir neben Enten und anderen Wasservögeln auch Nilgänse und kanadische Gänse sehen. Auch irgendwelche biberähnlichen Tiere waren zu Gange, aber den Namen konnten wir uns nicht merken.
Um 9:45 machten wir uns auf den Weg nach Homburg. Das Parken gestaltete sich doch etwas schwieriger als gedacht, weil die Straße hoch zum Schlossberghotel und den Schlossberghöhlen gesperrt war. Udo fand unten einen Platz direkt an der Stelle, an der ein Wanderweg zum Schlossberg hochführt. Den nahmen wir dann und während dem Aufstieg durch den Wald kam die Sonne heraus.
Unser Wanderweg führte uns die Kante entlang zur Festung Homburg. Dort entdeckten wir eine kostenlose „Lauschtour“, die wir uns herunterluden und so über 10 Stationen das Wichtigste zur Burgfestung und ihrer Geschichte erzählt bekamen. Blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen, die in den zweistelligen Bereich kamen, machten das Vergnügen vollkommen.
Wir ließen uns Zeit, genossen die Aussicht und stiegen dann etwas ab zu den Schlossberghöhlen. Diese waren ja unser eigentliches Ziel gewesen. „Höhlen“ ist eigentlich der falsche Begriff. Es handelt sich um Stollen, die ab dem Mittelalter in den Buntsandstein gegraben wurden – zum einen zum Abbau des Steinmaterials, zum anderen als Schutzräume für die Bevölkerung während Kriegszeiten. In den 60er-Jahren wurde sogar ein richtiger Bunker zum Schutz des Landesvaters hineingebaut – bei der Nähe zu Frankreich weiß man schließlich nie … Sowohl auf der Festung als auch in den Höhlen waren wir die einzigen Besucher – ein Vorteil vom Reisen im Februar!
Um 13 Uhr machten wir uns an den Abstieg, aber nicht direkt zurück zum Auto, sondern in die Altstadt von Homburg. Schon auf der Festung hatten wir gelernt, dass es wegen massiver Luftangriffe im 2. Weltkrieg nur noch wenige alte Häuser in der Stadt gibt. Aber es war trotzdem nett, durchs Stadtzentrum zu bummeln. Gleich am Anfang stießen wir auf ein klasse Burgerrestaurant, was uns gerade recht kam. So verspeisten wir super gute Hamburger mit Süßkartoffelpommes. Frisch gestärkt und aufgewärmt (in den Höhlen hatte es auch nur 10 Grad) ging es dann zurück zur Berta. Unterwegs kauften wir noch ein paar Wecken fürs Abendessen.
Weiter ging die Fahrt nach Saarbrücken, wo Xenia schon zuhause einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz beim deutsch-französischen Garten ausgesucht hatte. Um 15:45 kamen wir dort an. Die angekündigte Wasserversorgung gab es zwar nicht mehr, aber der Platz ist für Wohnmobile ausgewiesen und wir waren mal wieder die Einzigen. Direkt in der Nachbarschaft befindet sich das Erlebnisbad „Calypso“. Wir machten einen Bummel dorthin, um zu erkunden, ob sich ein Besuch für uns lohnt. Die Anlage sah auch nicht schlecht aus, aber der Preis war schon saftig: 16,50€ pro Person für 2 Stunden. Wir besuchten die WCs (immer gut auf so einer Reise) und gingen dann zurück in die Berta, wo wir uns einen schönen Kaffee mit Muffins und Kuchen aus Hemmingen gönnten.
Anschließend machten wir uns noch einmal auf und spazierten durch den deutsch-französischen Garten, das Naherholungsgebiet von Saarbrücken mit einem See, einer Seilbahn (außer Betrieb) und einem Bähnle (auch außer Betrieb). Der Park macht seinem Namen alle Ehre, denn wir hörten mindestens so viel Französisch wie Deutsch. Was die vielen Gänse schnatterten, die sich am See vergnügten und uns immer wieder im Tiefflug überflogen, ließ sich nicht so genau identifizieren …
Eigentlich hatten wir gedacht, abends noch ins Bad zu gehen, aber Udo hatte etwas Ohrenweh bekommen. Das und die Eintrittspreise führten dann dazu, dass wir lieber noch ein Lesestündchen in der Berta einlegten, bevor wir dann die guten in Homburg gekauften Wecken verspeisten und Nachrichten anschauten.
So ging wieder ein sehr schöner Tag zu Ende.









