Berta-Oberschwaben-Gesamt

Gesamtes Urlaubstagebuch - Oberschwaben 25.06.2023

So 25.06.2023 - Bad Waldsee

Udo war schon seit Freitag mit der Berta unterwegs auf einem Fledermausseminar in Wilhelmsdorf und holte um 17:30 Uhr Xenia am Bahnhof in Aulendorf ab.

Sie hatte noch Dienst im Gottesdienst in Asch und wurde nachmittags von Martina nach Ulm auf den Bahnhof gefahren. Der Zug nach Aulendorf war pünktlich, im Gegensatz zu 2 ICEs, die 40 und 45 Minuten Verspätung hatten und auf dem Bahnhof in Ulm einiges an den Gleisen durcheinanderbrachten.

Wir fuhren von Aulendorf nach Bad Waldsee und stellten uns dort auf den großen Stadtparkplatz. Im hinteren Teil darf man umsonst parken, aber auch der Hauptteil ist am Wochenende kostenfrei. Wir suchten uns einen Schattenplatz, was bei der Sommerwärme sehr zu empfehlen war, und machten uns dort als erstes einen kalten Milchkaffee mit Erdbeerkuchen und einer Brezel. Wir telefonierten mit Eva und verabredeten uns für Dienstag in Dornbirn.

Um 19:45 Uhr starteten wir zu einem Spaziergang durch die sehr hübsche Altstadt von Bad Waldsee und um den See herum. Auf dem Rückweg kehrten wir noch in einer Eisdiele ein und ließen uns ein Spaghetti-Eis gut schmecken.

Um 21:45 Uhr waren wir wieder zurück an der Berta und parkten sie noch um auf einen kostenlosen Platz. Udo gönnte sich noch eine Dusche, dann ging es bald ins Bett. Wir waren doch beide ziemlich müde.

Mo 26.06.2023 - Bad Wurzach

Wir hatten eine gute Nacht und starteten nach unserem Müslifrühstück gen Bad Wurzach. Dort parkten wir in der Nähe des Naturschutzzentrums Moor Extrem am Straßenrand.

Nachdem Udo die Räder ausgeladen und gerichtet hatte, sprach uns eine Anwohnerin an, dass Parken hier nur für 1 bis 2 Stunden erlaubt sei und wir einen Strafzettel riskieren, wenn wir hier stehen bleiben. Es war aber nirgends ein Schild zu sehen und es wurde auch keine Parkscheibe zum Parken verlangt. Ein anderer Anwohner meinte auf Nachfrage von Xenia, der Platz sei okay und so sahen wir es auch.

So radelten wir los, zuerst am Moormuseum vorbei durch den Kurpark entlang des Rieds. Auf dieser Strecke kamen wir auch an einem neuen Wohnmobilstellplatz vorbei, den wir kurz inspizierten. Unsere Tour führte uns weiter um das Ried herum, wieder zurück nach Bad Wurzach, durch die Stadt und dann gen Süden – zuerst übers freie Feld, dann durch eine sehr schöne Seen-Landschaft. Am Rohrer See vorbei kamen wir an den Metzisweiler Weiher, wo wir auf einer Liegebank am See eine kleine Pause eingelegten. Inzwischen war es schon ganz schön warm geworden, ca. 27 Grad.

Danach ging es durch den Wald und an weiteren Seen vorbei, durch Arnach wieder zurück nach Bad Wurzach. Wir kamen über den Gottesberg ins Städtchen und dabei an einem Parkplatz vorbei, an dem es Schatten gab. So radelten wir ins Naturschutzzentrum und schlossen dort unsere Räder an einer Ladesäule an, für die es im Zentrum Ladekabel zum Ausleihen gibt. Dann gingen wir zu Fuß die 5 Minuten bis zur Berta und fuhren sie auf den Schattenparkplatz am Ortsrand. Dort machten wir uns ein Vesper und legten uns eine Stunde aufs Ohr.

Um 15:15 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den Weg den Berg hinunter ans Naturschutzzentrum zu unseren Fahrrädern und für eine Besichtigung der Ausstellung Moor Extrem. Der Himmel hatte sich zugezogen und als wir am Zentrum ankamen, fielen die ersten Tropfen. Leider hatte das Laden bei Xenias Rad nicht richtig funktioniert. Udos Akku war voll und so stöpselten wir Xenias Rad an die funktionierende Ladebuchse.

In der Zeit, als wir im Museum waren, hat es geregnet. Wir hörten uns allerhand Erklärungen über die Entstehung des Wurzacher Riedes an und was da jetzt so alles an Flora und Fauna einen idealen Lebensraum gefunden hat.

Als wir um 17 Uhr das Gebäude verließen, schien wieder die Sonne. Xenias Akku war noch am Laden, daher besuchten wir die Eisdiele ums Eck und gönnten uns eine kulinarische Abkühlung.

Anschließend starteten wir noch einmal nach Norden, aber diesmal nicht ums Ried herum, sondern mitten durch – auf Wander- und Bohlenwegen. Wir steuerten ein paar Aussichtsplattformen an und radelten entlang eines kleinen Flusses und quer durchs Moor. Das war wirklich sehr schön! Da außer uns niemand sonst auf diesen kleinen Wegen unterwegs war, ging das prima. Zum Schluss ging es den Berg hinauf zur Berta, die wir im Schatten und wohlbehalten wiederfanden.

Der nächste Anlaufpunkt war der Wohnmobilstellplatz, in den wir zwar nicht einfuhren (das hätte 13 Euro gekostet), aber wo wir Müll und Klo entsorgten. Außerdem gab es dort noch eine Dusche in der Berta.

Wieder frisch fuhren wir noch zur nach Dornbirn in Österreich, wo wir auf dem Parkplatz direkt am Weg zur Rappenlochschlucht parken konnten. Ein Tagesticket ab 8 Uhr kostet hier 5,30 Euro, nachts darf man umsonst stehen. Wir lösten ein Ticket für den nächsten Tag, um morgens nicht dafür aufstehen und aus der Berta gehen zu müssen. Eva und Wolfi hatten angekündigt, um 10 Uhr zu uns zu stoßen und die Schlucht mit uns zu durchwandern.

Zum Tagesabschluss gab es angebratene Maultaschen vom Metzger Schmutz mit 2 Eiern und Speck und einen Salat. Dann ging der Tag seinem Ende entgegen.

Di 27.06.2023 - Dornbirn mit Eva und Wolfi

Am frühen Morgen regnete es. Bis wir aufstanden, war der Regen vorüber, es hatte deutlich abgekühlt und der Himmel war bewölkt. Eva schrieb eine Nachricht, dass sie unterwegs waren und um 10 Uhr wie ausgemacht bei uns sein würden.

So war es denn auch und wir starteten um 10:15 Uhr zu viert zu unserer Schluchtentour. Es war kein weiterer Regen mehr angesagt und so sollte es dann auch den Tag über sein. Die kühleren Temperaturen waren zum Wandern sehr angenehm. Wir beschlossen, auf eine Busfahrt zu verzichten und die Rappenlochschlucht und Alplochschlucht vom Parkplatz aus hinauf und dann wieder zurück zu gehen.

Die beiden Schluchten sind nur durch den kleinen Staufensee voneinander getrennt und können in einer Stunde gut durchwandert werden. So ging es zuerst 210 hm nach oben, teils auf wild romantischen Bohlenwegen und über mehrere Treppen. Obwohl die Rappenlochschlucht die berühmtere der beiden ist, hat uns die Alplochschlucht noch besser gefallen. Am Ende kommt man an einer Bushaltestelle an der Straße heraus.

Dort war ein Wegzeiger, der einen Wanderweg weiter den Berg hinauf zum „Kirchle“ auswies. Xenia hatte in einer Wegbeschreibung gelesen, dass sich dieser weitere Anstieg durchaus lohne, und so beschlossen wir, diesen Weg noch anzuschließen. Es ging recht steil bergauf, weitere 150 hm. Das „Kirchle“ erwies sich dann als kein Gebäude, sondern als einen sehr schönen Felsdurchbruch, der wie der Innenraum einer Kirche mit einem Gewölbebogen aussah. Wir waren alle vier beeindruckt uns uns einig, dass sich der anstrengende Anstieg doch gelohnt hatte. Nach dem Kirchle drehten wir um und gingen den ganzen Weg wieder zurück zur Berta.

Am Eingang (bzw. jetzt Ausgang) zur Rappenlochschlucht kehrten wir in einer Terrassenwirtschaft ein und gönnten uns Currywurst mit Pommes bzw. veganes Schnitzel mit Pommes. Jetzt kam die Sonne wieder heraus, es war angenehm warm und direkt am Fluss unter den Sonnenschirmen sehr schön.

Zurück an der Berta gab es noch einen Camping-Kaffee. Danach besichtigte Xenia das Krippenmuseum am Platz, die anderen drei machten Siesta in der Berta.

Um 16 Uhr war Xenia wieder zurück. Das Krippenmuseum ist wirklich einen Besuch wert. Gezeigt werden Krippen und Krippenfiguren aus fast der ganzen Welt. Die zwei größten Krippen stammen aus Italien und sind Auftragswerke des Krippenvereins: eine 16m² große Passionskrippe und eine 23 Meter lange Jahreskrippe mit 14 Stationen aus dem Leben von Jesus. Beide fand Xenia ganz besonders schön und sehenswert.

Wir überlegten, was wir noch zusammen unternehmen könnten, und entschlossen uns zu einer Seilbahnfahrt auf den Karren. Die Talstation istz nur wenige Kilometer von unserem Parkplatz entfernt. So ließen wir die Berta stehen und fuhren zu viert mit Evas Auto. Mit der Seilbahn oben angekommen, besuchten wir die ausgesetzte Aussichtsplattform und genossen auf der Aussichtsterrasse im warmen Sonnenschein Apfelstrudel und Topfenstrudel mit Vanilleeis. Wolfi entschied sich für einen Kartoffelsalat.

Um 18:30 Uhr waren wir wieder unten auf dem Parkplatz angekommen. Eva fuhr uns zurück zum Gütle und unserer Berta, dann machte sie sich mit Wolfi auf die Rückfahrt nach Babenhausen. Udo schaute sich einen Fledermauskurs online an, Xenia las etwas, dann gab es noch eine Dusche und ein schöner Tag ging zu Ende.

Mi 28.06.2023 - Bergwanderung Staufenrunde - Wangen im Allgäu

Wir verbrachten wieder eine ruhige und erholsame Nacht auf dem „Gütle“ und fuhren nach dem Frühstück und Vesperbrote-Schmieren zur Talstation der Karren-Seilbahn.

Bis wir am Gipfel angekommen und die Wanderung (Staufenrunde) aufs Handy geladen hatten, war es 10:30 Uhr geworden. Der Himmel war bewölkt und es war etwas kühler als gestern, aber die Jacken zogen wir nach wenigen hundert Meter aus und benötigten sie heute nicht mehr.

Unsere 2,5-Stunden-Wanderung führte uns rund um den Staufen herum und hatte 300 Höhenmeter. Udo wäre noch gerne auf den Gipfel gestiegen, aber Xenia verweigerte die zusätzlichen 300 Höhenmeter steil in Serpentinen nach oben. Der Weg führte viel durch den Wald, aber auch über Abschnitte mit schöner Aussicht. Besonders gefallen hat uns unser Vesperplatz, den wir zufällig entdeckten. Wieder zurück an der Bergstation der Seilbahn kam mehr und mehr die Sonne heraus und in Richtung Norden sah es sehr gut aus.

Um 13:15 Uhr waren wir wieder an der Berta und gönnten uns ein Mittagschläfle auf dem Parkplatz, bevor wir nach einem Kaffee mit einer Tafel Milka-Nuss-Schokolade um 14:15 Uhr wieder in Richtung Deutschland starteten. Unser Ziel war Wangen im Allgäu und dort ein Wohnmobilplatz, um Frischwasser nachzutanken. Das war nämlich inzwischen ziemlich aufgebraucht.

Um 15:00 Uhr kamen wir auf dem Platz an, ließen das Abwasser und das restliche Frischwasser ab und tankten neues Wasser. Auch den am Platz vorhandenen Strom nahmen wir gerne in Anspruch.

Udo holte und richtete die Räder, Xenia stellte auf komoot eine kleine Radtour zusammen. Inzwischen schien die Sonne und es war ein herrlicher angenehm temperierter Sommertag.

Um 16 Uhr starteten wir mit den Rädern gen Süden. Die 30-km-Runde führte uns quer durchs Allgäu, an Kühen, Wiesen und Gehöften vorbei, durch kleine Dörfer und durch eine Sumpflandschaft. Meistens ging es auf geteerten Wegen und kleinen Straßen, ab und zu aber auch auf Wald- und Wiesenwegen. Den Abschluss der Runde bildete die Altstadt von Wangen, durch die wir um 18:30 Uhr kamen und uns einen Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle im Straßenrestaurant des Hotels Mohren-Post gönnten. Es war ausgesprochen lecker! Der kurze Rückweg zur Berta führte dann „zufällig“ noch an einer Eisdiele vorbei …. wo ein kleiner Nachtisch den kulinarischen Genuss vervollständigte.

Um 20:15 Uhr waren wir wieder an der Berta, duschten und ließen den Abend ruhig ausklingen.

Do 29.06.2023 - Illerbergen Bauernmuseum, Radtour Iller - Memmingen

Nach unserem Müslifrühstück packten wir zusammen und fuhren weiter gen Süden nach Illerbergen ins Schwäbische Bauernmuseum. Wir parkten auf dem dazugehörigen Wohnmobilparkplatz und mussten diesen nur mit einem weiteren Camper und einem PKW teilen. Zu Fuß waren wir in 5 Minuten im Museum.

Auf dem Gelände gibt es original eingerichtete Häuser und Höfe vom 17. bis in das 20. Jahrhundert aus dem bayerischen Schwaben zu sehen. Man bekommt einen guten Einblick in die Baugeschichte und die verschiedenen Haustypen der Region. Auch verschiedene Handwerksstätten sind aufgebaut und zeigen, wie man früher gelebt und gearbeitet hat.

Neben den alten Häusern gibt es auf dem Gelände auch noch das Schwäbische Schützenmuseum und eine Landmaschinenausstellung, denen wir ebenfalls einen Besuch abstatteten. Im Schützenmuseum kann man mit dem Aufzug auf den Turm fahren und das Gelände von oben anschauen.

Um 12:30 Uhr hatten wir genug und verließen die Ausstellung. In der Museumsgaststätte aßen wir auf einer schönen Terrasse unter Bäumen, Xenia einen Salatteller und Udo eine hausgemachte Tellersülze.

Zurück an der Berta gab es eine kleine Pause, anschließend wurden die Räder gesattelt zu einer schönen 43-km-Tour. Der Start gestaltete sich etwas schwierig, da die Route wegen einer Baustelle gesperrt war, aber die paar Kilometer Umweg machten uns dann auch nichts aus. Wir fuhren in Richtung Süden und überquerten die Iller auf dem Illererlebnissteg. Am Ufer kann man einen Turm besteigen, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Allerdings waren wir froh, als wir wieder auf den Rädern waren, da es doch ziemlich heiß war und der Fahrtwind für eine willkommene Kühlung sorgte.

Weiter ging es steil den Berg hinauf zum Schloss Kronberg, das aber den Abstecher nicht wert war. Bis auf einen schönen Innenhof konnten wir dort nichts anschauen und eine schöne Aussicht gab es auch nicht. Weiter ging es durch den Wald und dann auf einer alten Bahntrasse nach Memmingen.

Die geplante Tour wäre kurz vor Memmingen abgebogen, aber wir entschieden uns, weiter in die Stadt hinein zu radeln. In der Fußgängerzone kauften wir uns bei einem Bäcker ein paar Brötchen und ließen uns von der freundlichen Verkäuferin eine Eisdiele empfehlen. An dieser waren wir zuvor schon vorbeigekommen, aber da kein Platz im Straßencafé frei gewesen war und es auch keine Möglichkeit dort gibt, sich irgendwo in den Schatten zu setzen, waren wir weitergezogen. Nun fuhren wir also wieder zurück und hatten Glück. Nachdem wir die Räder abgeschlossen hatten, wurde ein Tisch frei und wir konnten eine schöne Eispause einlegen.

Frisch gestärkt und erholt ging es danach wieder zurück nach Illerbergen. Kurz vor dem Ziel machten wir einen Abstecher zu einer Illerausbuchtung, wo wir am Ufer ganz ungestört und für uns alleine Wasservögel beobachten und ein Vesperbrot verzehren konnten.

Um 19 Uhr waren wir wieder an der Berta. Die Räder wurden verräumt und die anschließende Dusche lohnte sich. Wir waren beide müde und froh, auf dem Parkplatz stehen bleiben und die Nacht dort verbringen zu können. Inzwischen waren Wolken aufgezogen, aber es war immer noch ziemlich warm und dämpfig. Erst der um 21:30 Uhr einsetzende Regen brachte Frische und Abkühlung.

Fr 30.06.2023 - I

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