Berta-Oberschw-Gardasee-Tag07

Di 04.04.2023 - Madonna della Corona und Bergwanderung Monte Cimo

Nach einer ruhigen Nacht, einer morgendlichen Dusche im Camper und unserem Müsli-Frühstück starteten wir zur letzten Etappe unseres Gardasee-Urlaubs.

Eigentlich hatten wir vor, uns auf einen Parkplatz bei Peschiera zu stellen und etwas durch den Ort am See zu bummeln, aber wegen eines Eingabefehlers der Reihenfolge im Navi wurden wir zuerst an unser zweites Ziel gelotst, dem hoch im Gebiet des Monte Baldo liegenden Wallfahrtsort Madonna della Corona bei Spiazzi. Bis wir den Eingabefehler registrierten, waren wir schon so weit über Peschiera hinausgefahren, so dass wir beschlossen, diesen Ort auszulassen und gleich in die Berge zu fahren. Das Wetter war herrlich, strahlend blauer Himmel den ganzen Tag.

Unsere Berta bewältigte die Bergstraße mit Bravour und wir kamen kurz vor Mittag in Spiazzi an. Xenia erkundigte sich, wo man ein Wohnmobil parken darf, da überall an den Parkplätzen Schilder mit Wohnmobilparkverbot standen. Aber ca. 100 Meter oberhalb des Ortes gab es einen Stellplatz für uns und wie wir erfreut feststellten, konnten wir direkt von dort über viele Treppenstufen und entlang eines imposanten Kreuzweges zu der Wallfahrtskirche kommen.

Um 12 Uhr starteten wir mit einem Vesper im Rucksack, das wir auf einer Bank kurz vor der Kirche verspeisten. Es waren schon einige Leute da – aber wir wollten uns nicht vorstellen, wie es hier in den Hauptsaison zugeht ….


Das in den Fels gebaute Heiligtum ist schon beeindruckend. Nach der Besichtigung fügten wir noch eine kleine Rundwanderung am Bergkamm des Monte Cimo an. Die Route war wunderschön mit herrlichem Ausblick, zuerst auf die Madonna della Corona, dann das Tal mit der Autobahn und schließlich auf den Gardasee. Auf der Windseite war es recht frisch, im Windschatten in der Sonne sehr angenehm. Wir genossen das beeindruckende Bergpanorama, die gute Luft und die Einsamkeit – wir begegneten auf der Tour keinem einzigen Menschen. Die ganze Wanderung war nur 6,2 km lang, aber durch die 240 Höhenmeter hatten wir doch das Gefühl, etwas getan zu haben.



Um 16 Uhr waren wir zurück an der Berta und machten eine Kaffee- und Ausruhpause. Wie weit wollten wir noch gen Heimat fahren und wo die Nacht verbringen? Nach intensivem Kartenstudium und verschiedenen Bewertungen anderer Urlauber vor uns entschieden wir uns gegen einen Stopp in Bozen oder Meran. In Bozen wurde eindringlich vor Einbrüchen und davor gewarnt, das Wohnmobil unbeaufsichtigt zu lassen. Wir vermuteten, dass das in Meran nicht viel anders sein würde und wir hatten keine Lust auf ein ähnliches Erlebnis wie auf der Heimfahrt aus der Toskana in Mailand.

Xenia entdeckte in Park4Night einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz an einem Autobahnparkplatz mit besten Bewertungen kurz vor Bozen und so entschlossen wir uns, noch bis dorthin zu fahren und dort zu übernachten. Da wir tanken mussten und die italienischen Autobahngebühren sparen wollten, fuhren wir auf der Bundesstraße. Was wir dabei total übersahen war, dass ein Autobahnparkplatz natürlich nur über die Autobahn zu erreichen ist. So fuhren wir übers Ziel hinaus, sogar auf einer verbotenen Straße, die uns das Navi ansagte, und kamen in den kleinen Ort Birti. Dort war kaum jemand unterwegs und wir stellten uns um 19 Uhr auf einen kleinen Parkplatz an der Dorfstraße.

Xenia kochte Geschnetzeltes mit Gnocci und Salat, Udo schaute sich ein Fledermaus-Seminar über Zoom an. Anschließend machten wir die Schotten dicht und ließen den Tag in der Berta ausklingen.

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