Sa 01.04.2023 - Radtour durchs Hinterland und zurück am See
Die Disco hatte zum Glück um 22:30 Uhr die Musik eingestellt, worüber wir sehr froh und dankbar waren. So konnten wir ungestört schlafen und wurden am Morgen von der Sonne geweckt. Heute sollte es ein richtig schöner Frühsommertag werden mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis 22 Grad.
Da es morgens noch ziemlich frisch war, ließen wir uns Zeit und starteten erst gegen 10:30 Uhr zur unseren Radtour. Zuerst ging es durchs Hinterland bis Valeggio sul Mincio, dann am Fluss Mincio zurück an den Gardasee nach Peschiera del Garda und von dort aus am See entlang zurück zu unserem Wohnmobilstandplatz kurz nach Desenzano.
Das erste Highlight der Tour war der Torre di San Martino, bei dem wir um 11:40 Uhr ankamen. Wir konnten ihn besichtigen, mussten uns aber etwas beeilen, da das Gelände um 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr für eine Mittagspause geschlossen wird und man in dieser Zeit nicht mehr rauskommt. Den Turm kann man besteigen, es geht im Innern über eine Vielzahl von Rampen kreisförmig nach oben. Die Wände sind mit Fresken und verschiedenen Bildern mit Kriegsszenen bemalt. Der Turm wurde zu Ehren König Vittorio Emanueles II. und zum Gedenken der Menschen, die für die Unabhängigkeit und die Einheit Italiens in den Jahren 1848 bis 1870 gekämpft hatten, errichtet. Von oben hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Gardasee und das Hinterland, die wir bei Windstille und Sonnenschein genossen haben.
Weiter ging es nach Ponti sul Mincio, deren Burg, das Castello Scaligero Ponti sul, schon von Weitem zu sehen ist. Wir wollten sie besichtigen, aber es war Mittagspause. So fuhren wir weiter und aßen unterwegs auf einer Bank unsere mitgenommenen Vesperbrote.
Wir kamen zum Fluß Mincio und radelten am parallel verlaufenden Canale Virgillo bis zur Ponte Visconteo, einer mittelalterlichen Steinbrücke, und den romantischen Häuschen von Borghetto, einem Stadtteil von Valeggio sul Mincio. Die Häuser stehen teilweise im Wasser bzw. auf einer kleinen Insel zwischen Kanal und Fluss. Wir ketteten unsere Räder an und schlenderten zu Fuß durch die Gassen, aßen ein Eis und genossen die Sonne.
Anschließend radelten wir auf der anderen Flussseite wieder zurück an den Gardasee nach Peschiera del Garda, wo wir uns an einen Straßentisch setzten und ein zweites Eis verzehrten.
Inzwischen war der Tag schon recht fortgeschritten, wir wurden langsam müde und beschlossen, auf direkten Weg zurück zum Wohnmobil zu radeln und Sirmione noch einmal extra zu besuchen. Teilweise ging der Weg direkt am See entlang, teilweise auch auf Radwegen, aber immer wieder mussten wir auf der vielbefahrenen Straße radel n, was natürlich nicht so schön war. Unterwegs kauften wir noch Brot und ein bisschen Schinken, Salami und etwas Fleisch.
Nach 65 geradelten Kilometern kamen wir um 18:45 Uhr wieder bei unserer Berta an, duschten und machten uns zum Abendessen Schnitzel mit Salat und etwas italienischem Brot. Inzwischen hatte sich der Stellplatz komplett gefüllt. Alle Plätze, die wir sehen konnten, waren belegt. Da es jetzt auch merklich kühler geworden war, aßen wir im Wohnmobil und verbrachten dort den Rest des Abends.





