Berta-Oberschw-Gardasee-Gesamt

Gesamtes Urlaubstagebuch Obereschwaben - Gardasee - 29.03.2023

Mi 29.03.2023 - Riedlingen - Fahrt über den Reschenpass

Pünktlich um 8:45 Uhr starteten wir in Richtung Riedlingen, wo Udo an einer Schulung vom Digitalkompass für den Umgang mit Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen teilnehmen wollte. Xenia begleitete ihn und es war eine insgesamt gelungene und interessante Veranstaltung.

Um 16:45 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Bodensee. In Lindau kauften wir am Grenzübergang zu Österreich eine Vignette und Xenia übernahm das Steuer bis zum Reschenpass. Das Wetter war recht ungemütlich, es regnete mal mehr mal weniger. Nach der italienischen Grenze am Reschensee legten wir gegen 21.30 Uhr einen kurzen Zwischenstopp ein. Es hatte aufgehört zu regnen, wir bewunderten den beleuchteten Kirchturm im Wasser und vertraten uns die Füße.


Anschließend übernahm Udo wieder und wir fuhren noch bis Tschars kurz vor Meran und übernachteten dort direkt am Etschtalradweg auf einem Parkplatz. Die Bundesstraße war zwar zu hören, aber wir waren müde genug, dass uns das nichts ausmachte und wir gut schliefen.


Do 30.03.2023 - Castel Beseno – Riva del Garda

Ein wolkenverhangener Himmel begrüßte uns am nächsten Morgen, aber die Temperatur war doch deutlich milder als in Deutschland. Heute sollte es an den Gardasee gehen. Leider ging es Udo nach dem Aufstehen gar nicht gut. Das Halsweh und der Husten der letzten 14 Tage waren schlimmer geworden. Doch nach einer heißen Honigmilch ging es wieder besser und nach einer kurzen Runde ums Wohnmobil (wir wollten schließlich wissen, wo wir geschlafen hatten) fuhren wir weiter.

Über Meran und Bozen ging es in Richtung Riva. Vor Rovereto sahen wir linkerhand eine imposante Burganlage oben auf einem Berg und entschlossen spontan, zu dieser hochzufahren. Wie sich dann herausstellte, war es das Castel Beseno, die größte Befestigungsanlage der Region. Auf einem kleinen Sträßchen fuhren wir hinauf zum Parkplatz – immer hoffend, dass uns keiner entgegenkommt, denn zwei Autos passten nicht nebeneinander auf die Straße. Aber wir hatten Glück, erreichten den Burgparkplatz und hatten von dort eine phantastische Aussicht auf das Etschtal und das Tal des Rio Cavallo.

Um 11:30 Uhr starteten wir zu einem Spaziergang rund um die Burg und dann zum Burgeingang.

Die Anlage ist ganzjährig geöffnet und wir waren fast die einzigen Besucher. Viel wurde restauriert und man kann einige Räume und Wehranlagen besichtigen. Auch einige Rüstungen sind dort untergebracht und die ganze Anlage ist ein Museum. Wir verbrachten fast 2 Stunden auf der Burg und waren um 14 Uhr wieder am Auto.


Inzwischen meldete sich der Magen und es gab Tortellini mit Salat. Nach dem Spülen entschieden wir uns für ein Mittagschläfle und so war es 16 Uhr, bis wir in Richtung Riva weiterfuhren.


Die Marmitte dei Giganti (Töpfe der Riesen) kurz vor Torbole haben wir leider nicht gefunden, aber der Blick vom Parkplatz auf Torbole und den Gardasee war phantastisch. Wir nutzten den Parkplatz und die Aussicht für einen Kaffee und suchten auf der Karte nach einem Parkplatz in Riva, von dem aus wir zu Fuß in die Altstadt gehen und die Nacht verbringen konnten. Den fanden wir dann auch hinter einer Musikschule und gesellten uns zu zwei italienischen Wohnmobilen, die bereits dort schon standen.


Um 19 Uhr machten wir uns auf zur Altstadtbesichtigung – durch die Fußgängerzone zum Hafen, dort auf einem Bänkle den Seeblick genossen, dann weiter zu einer netten Pizzeria, wo wir eine gute, günstige aber leider nur mäßig warme Pizza verspeisten. Danach wieder zurück zur Berta, die wir wohlbehalten auffanden. Zuerst probte noch ein Blasorchester klassische und modernere Stücke im Haus, aber das war eigentlich nicht störend. Udo ging es inzwischen etwas besser.


Fr 31.03.2023 - Marmitte dei Giganti – Fahrt ans Südufer (Womostellplatz Desenzano del Garda)

Wir haben recht lange geschlafen und da es draußen neblig aussah, haben wir uns Zeit gelassen und sind erst um 9:45 Uhr zurück zu den „Töpfen der Riesen“ gefahren.

Wir parkten wieder auf dem kleinen Parkplatz mit Aussicht auf Torbole und diesmal haben wir die Maritte dei Giganti gefunden, nachdem wir uns am Vorabend eine genaue Wegbeschreibung im Internet angeschaut hatten. Es handelt es sich hier um Eislöcher, auch Gletschermühlen genannt, die in der Eiszeit vor 70.000 bis vor etwa 10.000 Jahren entstanden sind. Durch Gletscherschmelzwasser entstandene Strudel haben zu Auswaschungen des weicheren Gesteins geführt und zu den Formationen geführt, die wie große Töpfe aussehen, an denen Riesen ihren Durst gestillt haben. Neben dem großen Topf befindet sich ein Eingang zu einer kleinen Höhle, die aber militärischen Ursprungs ist. Man kann die Gänge und Räume mit einer Taschenlampe erkunden.

Nach der erfolgreichen Exkursion und einem kurzen Lidl-Besuch starteten wir zur Fahrt ans Südufer des Gardasees. Das Navi wählte die westliche Route und so fuhren wir, wie vor einem Jahr, durch die engen Tunnel am See entlang. Als ein Lastwagen an einer engen Stelle entgegen kam, ist Udo mit dem Seitenspiegel an der Wand hängengeblieben. Zum Glück ist nur das Glas um den Blinker herum zerbrochen, der Spiegel und der Blinker selbst sind heil geblieben.

Um 13:00 kamen wir an dem Wohnmobilstellplatz bei Desenzano del Garda an, den wir uns bei Park4Night ausgesucht hatten. Die Rezeption hatte noch eine halbe Stunde Mittagspause, so gab es erst mal ein Vesper auf dem Parkplatz vor der Schranke. Danach suchten wir uns einen Platz auf dem Glände aus, machten noch einen Kaffee und Mittagspause. Anschließend wurden die Räder ausgepackt und trotz trübem Wetter mit kühlen Temperaturen eine kleine Runde ins Hinterland geradelt, die Xenia in der Pause zusammengestellt hatte.

Zurück am Wohnmobil gab es Spaghetti mit Pesto und einem Salat, anschließend einen gemütlichen Abend in der Berta. Ab 18:45 Uhr verzogen sich die Wolken und die Sonne kam zum Vorschein. Leider bewahrheiteten sich die Bewertungen des Platzes, die bemängelten, dass es ein Lokal in der Nähe mit lauter Diskomusik am Wochenende bis 3 Uhr in der Frühe gibt. Ansonsten war der Platz okay.

Sa 01.04.2023 - Radtour durchs Hinterland und zurück am See

Die Disco hatte zum Glück um 22:30 Uhr die Musik eingestellt, worüber wir sehr froh und dankbar waren. So konnten wir ungestört schlafen und wurden am Morgen von der Sonne geweckt. Heute sollte es ein richtig schöner Frühsommertag werden mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis 22 Grad.

Da es morgens noch ziemlich frisch war, ließen wir uns Zeit und starteten erst gegen 10:30 Uhr zur unseren Radtour. Zuerst ging es durchs Hinterland bis Valeggio sul Mincio, dann am Fluss Mincio zurück an den Gardasee nach Peschiera del Garda und von dort aus am See entlang zurück zu unserem Wohnmobilstandplatz kurz nach Desenzano.

Das erste Highlight der Tour war der Torre di San Martino, bei dem wir um 11:40 Uhr ankamen. Wir konnten ihn besichtigen, mussten uns aber etwas beeilen, da das Gelände um 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr für eine Mittagspause geschlossen wird und man in dieser Zeit nicht mehr rauskommt. Den Turm kann man besteigen, es geht im Innern über eine Vielzahl von Rampen kreisförmig nach oben. Die Wände sind mit Fresken und verschiedenen Bildern mit Kriegsszenen bemalt. Der Turm wurde zu Ehren König Vittorio Emanueles II. und zum Gedenken der Menschen, die für die Unabhängigkeit und die Einheit Italiens in den Jahren 1848 bis 1870 gekämpft hatten, errichtet. Von oben hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Gardasee und das Hinterland, die wir bei Windstille und Sonnenschein genossen haben.

Weiter ging es nach Ponti sul Mincio, deren Burg, das Castello Scaligero Ponti sul, schon von Weitem zu sehen ist. Wir wollten sie besichtigen, aber es war Mittagspause. So fuhren wir weiter und aßen unterwegs auf einer Bank unsere mitgenommenen Vesperbrote.

Wir kamen zum Fluß Mincio und radelten am parallel verlaufenden Canale Virgillo bis zur Ponte Visconteo, einer mittelalterlichen Steinbrücke, und den romantischen Häuschen von Borghetto, einem Stadtteil von Valeggio sul Mincio. Die Häuser stehen teilweise im Wasser bzw. auf einer kleinen Insel zwischen Kanal und Fluss. Wir ketteten unsere Räder an und schlenderten zu Fuß durch die Gassen, aßen ein Eis und genossen die Sonne.

Anschließend radelten wir auf der anderen Flussseite wieder zurück an den Gardasee nach Peschiera del Garda, wo wir uns an einen Straßentisch setzten und ein zweites Eis verzehrten.

Inzwischen war der Tag schon recht fortgeschritten, wir wurden langsam müde und beschlossen, auf direkten Weg zurück zum Wohnmobil zu radeln und Sirmione noch einmal extra zu besuchen. Teilweise ging der Weg direkt am See entlang, teilweise auch auf Radwegen, aber immer wieder mussten wir auf der vielbefahrenen Straße radel n, was natürlich nicht so schön war. Unterwegs kauften wir noch Brot und ein bisschen Schinken, Salami und etwas Fleisch.

Nach 65 geradelten Kilometern kamen wir um 18:45 Uhr wieder bei unserer Berta an, duschten und machten uns zum Abendessen Schnitzel mit Salat und etwas italienischem Brot. Inzwischen hatte sich der Stellplatz komplett gefüllt. Alle Plätze, die wir sehen konnten, waren belegt. Da es jetzt auch merklich kühler geworden war, aßen wir im Wohnmobil und verbrachten dort den Rest des Abends.

So 02.04.2023 - Chillen am See

Heute sind wir erst um 8:45 Uhr aufgewacht. In der Nacht hatte es geregnet, aber jetzt war der Himmel wieder blau mit ein paar Wölkchen. Wir überlegten, wie wir die Reise weiter gestalten wollen. Irgendwie kamen wir nicht so richtig in die Gänge und machten zuerst einmal einen Spaziergang am Strand. Der See hatte schon wenig Wasser, das sah man an vielen Stellen. Xenia wunderte sich, dass der Strand neben Kies auch aus vielen kleinen Muscheln bestand.


Zurück an der Berta gab es eine Suppe und ein Vesper. Eigentlich hatten wir vorgehabt, nach dem Essen weiterzufahren, aber jetzt stand uns der Sinn mehr nach einem gemütlichen Nachmittag am Wohnmobil. Zuerst zog noch ein kurzer Schütter durch, aber dann kam die Sonne wieder und da es windstill war, wurde es sogar richtig warm. Wir setzten uns vors Wohnmobil und genossen die Sonne bei einer Tasse Tee. Nach einer halben Stunde war uns so warm geworden, dass wir die kurzen Hosen und Sandalen rausholten, es uns gemütlich machten und das Kommen und Gehen um uns herum beobachteten. Xenia löste noch erfolgreich 2 Sudokus.

Um 19 Uhr wurde es langsam frisch. Wir zogen die langen Hosen wieder an, sattelten unsere Räder und fuhren in ein Restaurant um die Ecke, das wir auf der gestrigen Radtour entdeckt hatten. Es war nur von Italienern besucht und es gab verschiedene Burger, Gegrilltes und Brathähnchen. Wir bestellten uns eine gemischte Grillplatte und ließen es uns schmecken.

Zum Tagesabschluss gab es noch einen kleinen Spaziergang am Strand. Der Mond schien und das Lichterpanorama mit den Spiegelungen im See war sehr romantisch.

Mo 03.04.2023 - Radrunde im Hinterland Castiglione delle Stiviere – Soferino

Der Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein. Nach dem Frühstück und einem Camperservice fuhren wir eine halbe Stunde gen Süden nach Castiglione delle Stiviere und stellten uns dort auf den Stadtparkplatz. Es war ein reges Kommen und Gehen und wir passten einen Doppelparkplatz ab, um die Berta so zu stellen, dass sie nicht in den Fahrweg ragte. Udo machte die Räder startklar, Xenia schmierte ein paar Vesperbrote.

Um 11:45 Uhr starteten wir zu einer Rundtour durch ein Landschaftsschutzgebiet 'Parco Colline Moreniche Castiglione', die Xenia auf komoot gefunden hatte. Das Wetter sollte uns den ganzen Tag nicht im Stich lassen, die Sonne schien, aber es war etwas windig und von dem Temperaturen so, dass man eine Jacke gut vertragen konnte.

Es ging auf meist kleinen Straßen oder Holter-di-Polter-Schotterwegen kreuz und quer durchs Land. Nur ab und zu mussten wir ein kurzes Stück auf vielbefahren Bundesstraßen radel . Die Landschaft ist ähnlich der Alb: grün, Äcker und Wiesen und recht hügelig. Auf 32 km kamen 430 Höhenmeter. An einer Stelle mit einer wunderschönen Aussicht übers Land (nach Cascina Albana) machten wir Mittagspause und verzehrten unser Vesper.


Dann ging es weiter nach Soferino, wo wir an der Rocca di Solferino vorbei, durchs Tor hindurch an einen Park kamen, wo wir an einem Kiosk eine Tasse Cappuccino tranken und uns zwei süße Stückchen teilten. Die freundliche Kioskdame empfahl uns, im Ort Capunsei zu essen, eine Spezialität der Region. Es handelt sich dabei um Teignudeln mit Butter und Parmesan. Wir radelten in den Ort und erkundigten uns nach dieser Spezialität, aber die Restaurants hatten jetzt geschlossen (es war 14:15 Uhr) und öffneten erst wieder um 19 Uhr. Eine freundliche Frau aus einer Bar telefonierte für uns, gab uns diese Info und empfahl uns ein Restaurant, das „Da Renato“. Wir radelten zurück zur Berta, vorbei an einem romantischen kleinen See mit weißer Ente, wo wir noch eine kurze Pause einlegten. Dann ging es kreuz und quer zurück zur Berta, die wir um 16 Uhr wohlbehalten wiederfanden.

Udo veräumte die Räder, Xenia kochte Kaffee. Wir entschlossen uns zu einer Lese- und Schlafpause auf dem Parkplatz. Um 19 Uhr starteten wir nach Solferino ins „Da Renato“, wo sich in der Nähe ein größerer Parkplatz für Busse und PKWs befindet. Hinten in der Ecke konnten wir prima und ungestört parken und gönnten uns ein Dreigängemenue im Restaurant: Zuerst die Capuntei, dann Filets mit gegrilltem Gemüse und frittierten Kartoffeln und zum Abschluss ein Eis. Sehr köstlich!

Um 21:30 waren wir wieder in der Berta und verbrachten den Rest den Abends mit unseren Laptops und Reiseplanungen für unseren letzten Urlaubstag.


Di 04.04.2023 - Madonna della Corona und Bergwanderung Monte Cimo

Nach einer ruhigen Nacht, einer morgendlichen Dusche im Camper und unserem Müsli-Frühstück starteten wir zur letzten Etappe unseres Gardasee-Urlaubs.

Eigentlich hatten wir vor, uns auf einen Parkplatz bei Peschiera zu stellen und etwas durch den Ort am See zu bummeln, aber wegen eines Eingabefehlers der Reihenfolge im Navi wurden wir zuerst an unser zweites Ziel gelotst, dem hoch im Gebiet des Monte Baldo liegenden Wallfahrtsort Madonna della Corona bei Spiazzi. Bis wir den Eingabefehler registrierten, waren wir schon so weit über Peschiera hinausgefahren, so dass wir beschlossen, diesen Ort auszulassen und gleich in die Berge zu fahren. Das Wetter war herrlich, strahlend blauer Himmel den ganzen Tag.

Unsere Berta bewältigte die Bergstraße mit Bravour und wir kamen kurz vor Mittag in Spiazzi an. Xenia erkundigte sich, wo man ein Wohnmobil parken darf, da überall an den Parkplätzen Schilder mit Wohnmobilparkverbot standen. Aber ca. 100 Meter oberhalb des Ortes gab es einen Stellplatz für uns und wie wir erfreut feststellten, konnten wir direkt von dort über viele Treppenstufen und entlang eines imposanten Kreuzweges zu der Wallfahrtskirche kommen.

Um 12 Uhr starteten wir mit einem Vesper im Rucksack, das wir auf einer Bank kurz vor der Kirche verspeisten. Es waren schon einige Leute da – aber wir wollten uns nicht vorstellen, wie es hier in den Hauptsaison zugeht ….


Das in den Fels gebaute Heiligtum ist schon beeindruckend. Nach der Besichtigung fügten wir noch eine kleine Rundwanderung am Bergkamm des Monte Cimo an. Die Route war wunderschön mit herrlichem Ausblick, zuerst auf die Madonna della Corona, dann das Tal mit der Autobahn und schließlich auf den Gardasee. Auf der Windseite war es recht frisch, im Windschatten in der Sonne sehr angenehm. Wir genossen das beeindruckende Bergpanorama, die gute Luft und die Einsamkeit – wir begegneten auf der Tour keinem einzigen Menschen. Die ganze Wanderung war nur 6,2 km lang, aber durch die 240 Höhenmeter hatten wir doch das Gefühl, etwas getan zu haben.



Um 16 Uhr waren wir zurück an der Berta und machten eine Kaffee- und Ausruhpause. Wie weit wollten wir noch gen Heimat fahren und wo die Nacht verbringen? Nach intensivem Kartenstudium und verschiedenen Bewertungen anderer Urlauber vor uns entschieden wir uns gegen einen Stopp in Bozen oder Meran. In Bozen wurde eindringlich vor Einbrüchen und davor gewarnt, das Wohnmobil unbeaufsichtigt zu lassen. Wir vermuteten, dass das in Meran nicht viel anders sein würde und wir hatten keine Lust auf ein ähnliches Erlebnis wie auf der Heimfahrt aus der Toskana in Mailand.

Xenia entdeckte in Park4Night einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz an einem Autobahnparkplatz mit besten Bewertungen kurz vor Bozen und so entschlossen wir uns, noch bis dorthin zu fahren und dort zu übernachten. Da wir tanken mussten und die italienischen Autobahngebühren sparen wollten, fuhren wir auf der Bundesstraße. Was wir dabei total übersahen war, dass ein Autobahnparkplatz natürlich nur über die Autobahn zu erreichen ist. So fuhren wir übers Ziel hinaus, sogar auf einer verbotenen Straße, die uns das Navi ansagte, und kamen in den kleinen Ort Birti. Dort war kaum jemand unterwegs und wir stellten uns um 19 Uhr auf einen kleinen Parkplatz an der Dorfstraße.

Xenia kochte Geschnetzeltes mit Gnocci und Salat, Udo schaute sich ein Fledermaus-Seminar über Zoom an. Anschließend machten wir die Schotten dicht und ließen den Tag in der Berta ausklingen.

Mi 05.04.2023 - Gardasee

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