Berta-Luxemburg26-Gesamt

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Gesamtes Urlaubstagebuch - Luxemburg Rundreise - 07.04.2026

Donnerstag, 16.04.2026 – Cockerill Minenmuseum, Kahler, Schloss Ansembourg, Schlossruine Pettingen, Burgruine Useldingen

68 km

Wetter: vormittags wolkig, zunehmend sonnig, 18 Grad

Wir hatten wieder eine gute und ruhige Nacht. Nach dem Frühstück verließen wir unseren Übernachtungsparkplatz, der uns so gute Dienste geleistet hatte.

Wir fuhren “um die Ecke” zum “Cockerill Minenmuseum”. Da wir schon einmal da waren, wollten wir auch einen Blick hinein werfen. Das Gelände hatten wir ja bei der Ankunft am Dienstagabend schon gesehen, jetzt wollten wir uns das Museum noch von innen anschauen.

Wie sich herausstellte, ist hier nicht nur ein Bergwerkmuseum, sondern auch das Naturschutzzentrum Ellergronn untergebracht. Der Besuch beider Einrichtungen ist umsonst und sie werden von demselben Personal betreut.

Der Eintritt erfolgt über das Naturschutzzentrum, durch das wir einen kurzen Rundgang machten.

Anschließend führte uns ein sehr freundlicher Angestellter auf Deutsch durch das Bergbaumuseum und erklärte uns die verschiedenen Räume und Exponate. Besonders eindrücklich war der Raum, in dem sich die Grubenarbeiter früher umzogen und dabei ihre Alltagskleider an Ketten an die Decke hochzogen.

Um 11 Uhr fuhren wir weiter nach Kahler mit einen kurzen Zwischenstopp bei einem Aldi. An ihm kamen wir zufällig vorbei und nutzten die Gelegenheit, unsere Vorräte an Obst, Gemüse und Milchprodukten nachzufüllen.

Das kleine Dorf Kahler wurde vom luxemburgischen Graffiti-Künstler Alain Welter aus Kahler unter dem Motto "Make Koler Kooler" in eine Art Freiluftgalerie verwandelt. Seit 2017 gestaltete er 16 Hausfassaden, Scheunen und Mauern mit bunten monumentalen Graffitis. Bis auf eines haben wir alle Fassadenbilder gefunden und bestaunt.

Danach war es Zeit für ein Mittagsvesper und eine kurze Mittagsruhe. Anschließend fuhren wir weiter zum Schloss Ansembourg, einem der sieben Schlösser im Eischtal in Guttland.

Schloss Ansembourg ist besonders für seine terrassenförmig angeordneten Gärten berühmt, die öffentlich zugängig sind. Das Schloss selbst ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Xenia hatte einen blühenden Garten erwartet und wurde ziemlich enttäuscht. Blumen sind hier eher Mangelware und die wenigen, die es gibt, waren entweder schon verblüht oder noch nicht aufgeblüht. Lediglich ein paar pinke chinesische Kirschbäume gab es, die wenigstens für etwas Farbe sorgten. Außerdem sahen wir verschiedene Springbrunnen und Skulpturen, wie die sogenannte „Mythologische Allee“, die zehn Statuen aus der griechischen und römischen Mythologie umfasst.

So war unsere Gartenbesichtigung relativ schnell abgeschlossen und wir entschieden uns, den herrlichen Frühlingstag noch für den Besuch zweiter Burgen zu nutzen.

Zuerst fuhren wir zum ehemaligen Wasserschloss Pettingen. Nach 20-minütiger Fahrt waren wir dort, konnten direkt davor parken und machten einen kleinen Rundgang durch die Burganlage. Wasser gibt es heute hier keines mehr, aber die Ruinen zeugen von einem ehemals mächtigen Schloss. Seit 1947 ist Schloss Pettingen luxemburgisches Staatseigentum.

Nach weiteren 15 Minuten Fahrt kamen wir am letzten Punkt unserer heutigen Reise an: Burg Useldingen. Sie lohnt einen Besuch wirklich. Wir fanden einen Parkplatz ganz in Burgnähe, der auch als Übernachtungsplatz taugte.

Nach einem Kaffee in der Berta machten wir uns auf zur Besichtigung. Die Burg hat einen Turm, den man besteigen kann und von dem aus man eine schöne Sicht über Useldingen und das Umland hat. Das machten wir zuerst und genossen die Aussicht im Sonnenschein.

Besonders an der Anlage ist, dass sowohl im Turm als auch rund um die Burg unter der Schirmherrschaft der UNESCO ein Kulturweg für Sehbehinderte geschaffen wurde. An 16 verschiedenen Stationen wird das Leben der Menschen und der verschiedenen Stände in Useldingen vorgestellt, und das immer zum Lesen und zum Fühlen – entweder durch Blindenschrift oder in Form von Exponaten, die betastet werden durften. Außerdem gab es an vielen Stationen auch Erklärungen zum Anhören in 4 verschiedenen Sprachen.

Die meisten Stationen befinden sich im Treppenaufgang des Burgturms. Wir sahen bzw. hörten uns das beim Abstieg an, wurden aber dabei von drei Sportlern (einer in voller Feuerwehrmontur) belästigt, die wie die Gestörten mehrfach und mit ordentlichem Getöse die Turmtreppen hinauf- und hinunterrannten. Wir waren froh, als wir ihrem Einflussbereich entfliehen konnten.

Nach einem Rundgang durchs Gelände und den Außenbezirk der Burg kehrten wir zur Berta zurück. Es gab noch ein paar Spaghetti zum Abendessen, dann war schon wieder ein Urlaubstag Geschichte.

Freitag, 17.04.2026 – Sauer-Radrunde Burfelt – Esch-Sauer

26 km, Radtour 33 km / 370 hm

Wetter: heiter bis wolkig, 19 Grad

Heute stand wieder eine schöne Radtour auf dem Programm, die an Wegen so ziemlich alles beinhaltete: kleine Wanderpfade, Waldwege, Radwege, Landstraßen und eine Bundesstraße.

Der Tag startete mit Sonnenschein, so wie es uns am liebsten ist. Auf dem Burgparkplatz haben wir gut geschlafen, die Straße hinter dem Parkplatz hat uns nicht gestört.

Nach dem Frühstück ging Udo noch einmal vor zur Burg aufs WC, dann verließen wir unseren Nachtplatz in Useldingen und fuhren 26 Kilometer bis zu einem Wanderparkplatz oberhalb des Naturschutzzentrums Burfelt an der Sauer. Zur Option standen für heute entweder zwei Wanderungen um Burfelt und um Esch-Sauer, oder eine Radtour, die beiden Ziele miteinander verbindet. Wir studierten noch einmal die Karte und entschieden uns für die Radtour.

Udo richtete die Räder, Xenia schmierte ein paar Vesperbrote und richtete das Gepäck, das wir mitnehmen bzw. nicht in der Berta lassen wollten.

Um 10:30 Uhr kamen wir los und radelten zuerst zur nur wenige hundert Meter entfernten Panoramaplattform Burfelt mit Aussicht auf eine Sauerschleife. Von diesen gibt es hier in der Region einige.

Weiter ging es durch den Wald den Berg hinab zum Naturschutzzentrum Burfelt. Eigentlich hätte es geöffnet sein müssen, aber an der Türe hing ein Schild: Closed. Die Türe war auch abgeschlossen. Udo wollte schon weiterfahren, aber Xenia hörte Stimmen hinter dem Haus, ging diesen Stimmen nach und bekam von einem sehr freundlichen Mann, der aber nur Französisch sprach, die Auskunft, dass heute leider den ganzen Tag geschlossen sei. Aber er frage mal nach …. Kurze Zeit später tauchte eine junge Frau auf, die jetzt Deutsch konnte und erklärte, dass sie Personalnotstand hätten und deswegen heute nicht öffnen könnten. Aber wenn wir nicht länger als eine halbe Stunde bleiben, würde sie uns aufschließen. Um 12 Uhr müsse sie allerdings weg.

. Eine halbe Stunde reichte uns völlig für den einen Raum. Wie in Ellergon war auch hier vieles auf Kinder ausgerichtet. Wir machten eine Runde durch den Raum und fuhren dann weiter.

Da wir keine Lust auf Fahrstraße hatten, probierten wir den Wanderweg direkt an der Sauer entlang. Das ging prima, der Weg war gut mit dem Rad zu befahren. Am Hang, teilweise entlang von Felsen und mit Sicht auf die Sauer hatten wir eine sehr schöne Fahrt. Nur ganz am Ende wurde der schmale Weg sehr steinig und steil. Xenia rutschte das Hinterrad weg und sie stürzte. Zum Glück ist nichts weiter passiert, nur bemerkten wir, dass Xenias Rückspiegel am Rad fehlte. Wir suchten alles ab, fanden ihn aber nicht. Weit konnte er doch eigentlich nicht sein! Xenia ging nochmal das ganze holprige Stück zurück, aber Fehlanzeige. Hatte er sich vielleicht schon am Naturschutzzentrum gelöst, als wir unsere Räder eng aneinander ketteten? Wir entschlossen uns, auf dem Rückweg nachzuschauen und fuhren erst einmal weiter.

Nach Insenborn und Bonnal überquerten wir den Ningserbaach, der hier in die Sauer fließt. Kurz darauf waren wir in Lutzhausen und nutzten von dort eine Fußgängerbrücke zum Überqueren der Sauer.

Auf einem Waldwanderweg ging es jetzt mäßig steil nach oben. Wir kamen an einer Bank mit schönem Blick auf die Sauer vorbei und da es inzwischen 12:30 Uhr geworden war, nutzten wir sie für eine Mittagsrast. Es war wunderschön, in der Natur und der Sonne zu sitzen, die Sauer im Blick zu haben dabei ein Vesperbrot zu verzehren.

Neu gestärkt und ausgeruht bewältigten wir den Rest des Anstiegs spielend. Kurz vor Kaundorf bogen wir noch einmal vor an die Kante ab. Die Karte hatte einen schönen Aussichtspunkt (Runtschelt) versprochen. Der Wanderweg wurde jetzt wirklich sehr schmal, aber wir wagten ihn trotzdem zu fahren und erreichten so den Aussichtspunkt.

Da es zurück nur unwesentlich kürzer gewesen wäre als den Wanderpfad weiter zu radeln, entschlossen wir uns zur Weiterfahrt und hatten Glück. Wir kamen ohne Stufen, große Steine oder hohe Wurzeln durch. So direkt am Hang war es aber zumindest für Xenia trotzdem eine Herausforderung.

Am Ende des Wanderpfades kamen wir wieder auf die Hauptstraße, ließen Kaundorf hinter uns und durften auf der CR316 nach Esch-Sauer hinuntersausen.

Udo bezeichnete das Dorf in einer Sauerschleife als „Klein-Blaubeuren“. Die schmalen Gassen, die Häuser aus Schiefergestein und die Lage direkt am Wasser verleihen Esch-Sauer ein Erscheinungsbild, das sich seit dem Mittelalter nur wenig verändert hat. Laut GEO+ gehört der Ort sogar zu den 20 schönsten Dörfern Europas.

Wir fuhren ins Dorfzentrum und stiegen von dort aus hinauf auf die Burg- die gibt es nämlich in Esch auch noch. Der Aufstieg war nur kurz und oben erwartete uns ein schöner Blick über die Dächer, die Felsen und das enge Tal.

Eines der Hotels hatte die Wellness-Werbung, dass man sich zu zweit in eine viel zu kleine Badewanne setzt (die schon für einen zu klein ist) und dann Sekt trinkt. Das muss ein wirkliches Erlebnis sein?!

Auf der Suche nach einem schönen Café oder besser noch Eiscafé fuhren wir zweimal eine Runde durch das Örtchen, aber bewirtschaftete Terrassen fanden wir nur zwei vorne am Dorfeingang. Bei einer war ein Tisch mit Sauerblick frei. Dort setzten wir uns hin und verspeisten jeder ein Tartelettes mit einem Cappuccino.

Von unserem Terrassenplatz aus sahen wir einen kleinen Weg mit vielen Treppenstufen hinter dem anderen Restaurant den Berg hinauf gehen bis zu einer Marienstatue und einem weiteren Burgturm. Wir entschlossen uns, dort noch hinaufzusteigen, legten aber davor noch eine kleine Siesta auf zwei Sonnenliegen vor dem Restaurant ein.

Um 15 Uhr machten wir uns auf den Weg nach oben. Der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt. Es war zwar anstrengend, aber die Aussichten waren phantastisch! (siehe die ersten Bilder von Esch)

Wieder zurück an den Rädern gönnten wir uns noch ein paar Kilometer “Genussradeln” auf einem schönen geteerten Radweg entlang der Sauer bis zum Campingplatz Bissen. Dort drehten wir um, radelten dieselbe Strecke wieder zurück nach Esch und dann weiter auf der Bundesstraße N27, bis wir in Insenborn auf den Wanderweg kamen, der zum Burfelt Naturschutzzentrum führt. Eigentlich war ein anderer Weg zurück zur Berta geplant gewesen, aber wir wollten ja nachschauen, ob wir vielleicht Xenias Rückspiegel am Naturschutzzentrum wiederfinden. Leider war dem dann nicht so und wir mussten ohne Spiegel den Berg hinauf zur Berta radeln.

Oben angekommen, duschten wir und setzten uns mit unseren Liegestühlen noch etwas ins Grüne. Dann gab es Abendessen: Spiegeleier mit Paprika, Zwiebeln und Speck, dazu Süßkartoffel-Bratkartoffeln und zum Nachtisch ein Joghurt.

Inzwischen waren wir die Einzigen, die noch auf dem Wanderparkplatz waren, und verbrachten hier eine ruhige Nacht.

Samstag, 18.04.2026 – Burg Bourscheid, Gringlay Aussichtspunkt, Ettelbruck

55 km, Wanderung 5 km / 140 hm

Wetter: sonnig und bewölkt, 19 Grad

Wir erwachten bei bedecktem Himmel, der sich aber schnell aufmachte und erst nachmittags wieder eintrübte. Es blieb den ganzen Tag trocken und recht warm.

Die Nacht war wie erwartet sehr ruhig. Heute schliefen wir etwas länger, ließen den Tag ganz gemütlich angehen und machten uns dann auf den Weg zur Burg Bourscheid.

Einen kurzen Zwischenstopp legten wir an einer sehr gepflegten öffentlichen Toilette in Lultzhausen ein, wo wir unsere Toilette entleeren konnten. Das war mal wieder nötig.

Anschließend benötigten wir 20 Fahrminuten bis zur Burg Bourscheid. Die kurzen Entfernungen zwischen den ausgesuchten Stopps machen das Reisen in Luxemburg sehr entspannt.

Um 10:45 Uhr kamen wir im Sonnenschein auf dem Burgparkplatz an. Es gab noch eine kleine Kaffeepause, dann starteten wir mit der Burgbesichtigung.

Burg Bourscheid mit ihren charakteristischen Rundtürmen ist Luxemburgs größte Burg. Sie liegt auf einem Felssporn 150 m über der Sauer, wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut, im 14. und 15. Jahrhundert vergrößert und erhielt dann die von sechs gotischen Türmen flankierte Festungsmauer. Heute kann man die Burg mithilfe eines Audio-Guides selbst erkunden. Neben der Burg selbst ist auch der fantastische Aussicht über das Tal ein Erlebnis.

Wir benötigten ca. 90 Minuten für den Rundgang mit den Erklärungen an 24 Stationen. Zum Schluss setzten wir uns noch ein paar Minuten auf die zur Zeit nicht bewirtschaftete Restaurantterrasse und genossen die Sonne und den schönen Ausblick.

Dann mussten wir uns entscheiden, wozu wir den Tag noch nutzen wollten. Für die Planung fuhren wir auf einen Parkplatz unten an der Sauer. Eine Idee war, mit den Rädern zum Gringlay Aussichtspunkt und dann weiter nach Ettelbruck in eine empfohlene Eisdiele zu fahren. Udo machte sein Mittagschläfle, Xenia plante in dieser Zeit die Tour. Das Problem waren hier nicht die 35 Kilometer, sondern die 550 Höhenmeter, die wir hätten bewältigen müssen. Xenia hätte das mit ihrem noch zu 70 % vollen Fahrrad-Akku geschafft. Udo hatte dagegen nur noch 55 % und da wäre es fraglich gewesen, ob ihm das reicht. Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns, mit der Berta auf die Hochfläche zu fahren und von dort aus den Gringlay-Aussichtspunkt zu Fuß zu erwandern.

Wir fanden tatsächlich einen Parkplatz an Ortsende von Lipperscheid und wanderten zuerst auf einem geteerten Weg, dann auf Waldpfaden zum Aussichtspunkt. Die Aussicht war wirklich toll, nur war leider die Burg wegen dem inzwischen bedeckten Himmel im Schatten und daher nicht so gut zu erkennen. Ganz ohne Höhenmeter ging es auch auf dieser Runde nicht ab. Wir mussten immerhin noch 140 Höhenmeter rauf und runter bewältigen, aber die Bewegung tat uns gut und wir kamen sogar etwas ins Schwitzen.

Um 16:30 Uhr waren wir wieder an der Berta und fuhren jetzt mit ihr weiter nach Ettelbrück. Der erste Anlaufpunkt war ein Leclerc, wo wir Lachs, Hühnchenfleisch, Brot und Cola für den Sonntag und die nächsten Tage einkauften. Alles andere hatten wir noch genug.

Dann parkten wir die Berta bei einem großen Sportplatz an der Alzette und gingen zu Fuß 13 Minuten in die Innenstadt. Da wir den ganzen Tag außer dem Frühstück noch keine richtige Mahlzeit zu uns genommen hatten, waren wir auf der Suche nach einem Lokal, wo wir das luxemburgische Nationalgericht „Judd mat Gaardebounen“, bestehend aus geräuchertem Schweinenacken (Judd), Saubohnen (Gaardebounen) und Salzkartoffeln, bekommen. Leider wurden wir nicht fündig. Die Innenstadt ist voll mit Chinarestaurants, Bars und Cafés, nur ein heimisches Speiselokal suchten wir vergeblich. Auch Google konnte uns nicht weiterhelfen. Dafür kamen wir an der Eisdiele vorbei, die wir ursprünglich auf dem Plan hatten. Wir nahmen das als Fügung und setzten uns auf die Außenterrasse. Xenia verspeiste einen Krokantbecher mit Eierlikör, Udo einen Mangobecher. Das Eis war wirklich sehr lecker!

Zurück an der Berta suchten wir mithilfe der EnBW-App eine Ladestation in der Nähe von Stolzemburg, um unsere Fahrrad-Akkus wieder aufzuladen und in der Nähe des Kupferminenmuseums, das wir morgen besichtigen wollen, die Nacht zu verbringen.

In Puttscheid wurden wir fündig, konnten die Berta an den Strom anschließen, alles wieder aufladen und auf einem Parkplatz ganz in der Nähe übernachten.

Sonntag, 19.04.2026 – Kupfermine Stolzembourg

7 km, 3,5 km Fußmarsch auf der Minentour

Wetter: heiter bis wolkig, 14 Grad

In der Nacht überquerte uns eine Gewitterfront mit starkem Regen, der aufs Bertadach prasselte. Am Morgen war der Spuk schon wieder vorbei. Die Sonne schien, aber es war deutlich kühler und auch windiger als am Tag zuvor. Unseren Schlafplatz hatten wir ja so gewählt, dass er direkt neben einer Ladesäule war und wir gestern Abend die Fahrradakkus laden konnten. Trotzdem, dass er direkt an der Straße war, hatten wir einen guten Schlaf und starteten ungestört in den neuen Tag.

Für den Nachmittag hatten wir uns Tickets für die Kupfermine in Stolzembourg besorgt. Die Mine kann man nur mit einem Guide besuchen und Touren gibt es zu dieser Jahreszeit nur sonntags um 14 Uhr.

Den Sonntagvormittag verbrachten wir in der Berta mit Chillen, Predigt anhören, ein bisschen Strecken- und Tourenplanung und Kochen. Zum Mittagessen gab es gebratenen Lachs mit Zitrone, Süßkartoffel-Bratkartoffeln und gemischtem Salat. Es war wirklich lecker!

Nach dem Spülen fuhren wir den Berg hinunter nach Stolzembourg. Nach 5 Minuten waren wir dort und konnten auf dem zentralen Schlossparkplatz parken. Die Mine selbst hat keinen Parkplatz. Das Schloss ist mehr ein feudales Haus und heute in Privatbesitz, man kann es also nicht besichtigen.

Da wir noch Zeit hatten, legte sich Udo ein bisschen aufs Ohr und Xenia machte eine kleine Erkundungsrunde an der Our entlang. Dieser Fluss bildet die Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg und als Udo noch vor der Minentour eine ausgeschilderte öffentliche Toilette benutzen wollte, war diese über der Brücke in Deutschland.

Püntklich um 14 Uhr begann die Führung mit einem Film über die Our-Region, die Kupfermine und den früheren Abbau. Die Mine war vom frühen 18. Jahrhundert bis 1944 ein bedeutendes, wenn auch oft unrentables Bergbauprojekt. Nach der ersten Konzessionierung im Jahr 1717 und der Gründung der „Société des Mines de Cuivre“ 1854 prägten Kampf gegen Wassereinbrüche, wechselnde Besitzer und technische Modernisierungen (Dampf-/ Elektropumpen) die Entwicklung. Heute ist sie nur noch ein Besucherbergwerk.

Im Anschluss an den Film gingen wir in der Gruppe 1,5 km den Berg hinauf zum Bergwerkseingang. Wir waren mit einer gemischten Gruppe unterwegs, die meisten sprachen Deutsch oder Französisch und abwechselnd in diesen beiden Sprachen erklärte uns auch die Führerin, was es zu sehen bzw. zu lernen gab. Wer nicht deutsch oder französisch verstand, hatte für die Erklärungen einen Audioguide in seiner eigenen Sprache bekommen. Auf einem Lehrpfad mit insgesamt 10 Stationen bzw. Tafeln stiegen wir den Berg zum Mineneingang hinauf.

Bevor wir in die Mine konnten, mussten wir uns zuerst noch umziehen. Jeder bekam ein paar Gummistiefel, einen Regenponcho und einen Helm. Das war nötig, da der Zugang zur "Gallerie" im Bergwerk durch den ehemaligen Entwässerungsstollen erfolgt, in dem auch heute noch Wasser fließt. Der Gang ist eng und die Decke teilweise sehr niedrig. Von der Decke tropft Wasser, mal mehr, mal weniger.

So patschten wir nacheinander durch einen langen geraden Stollengang und lernten, dass wir uns auf dem Level 3 von insgesamt 12 Leveln befanden. Wir gingen nur 350 Meter, aber das gesamte Tunnelsystem ist mehrere Kilometer lang. Alles unter Level 3 steht heute unter Wasser und die Führerin erzählte, dass vor 20 Jahren hier Leute illegal in den Gängen tauchten. Das war sehr gefährlich, da aufgewühlter Schlick das Wasser trübte und ein Taucher ist auch tatsächlich nicht mehr zurückgekehrt und konnte nicht mehr gefunden werden.

Am Ende des Ganges bogen wir noch ein kurzes Stück rechtwinklig ab in einen weiteren Gang, wo man jetzt Kupfer und Kupfersedimente an den Wänden sehen konnte und der in die sogenannte "Gallerie" führte. Dort stand eine Vorrichtung, mit der früher Loren hinauf- und hinuntergelassen wurden.

Nun mussten wir umkehren, den Quergang noch ein kleines Stück weitergehen und kamen dann an eine sehr steile Treppe, auf der wir wieder nach oben gelangten. Heraus kamen wir direkt bei dem Häuschen, wo wir wasserdicht eingekleidet wurden, und konnten jetzt die Gummistiefel und Helme wieder abgeben. Alles andere kam in Mülleimer.

Die Tour war damit beendet und jeder konnte für sich selbst wieder hinunter in die Stadt gehen.

Um 17 Uhr waren wir wieder in der Berta und stärkten uns mit Kaffee, Schokolade und Marmeladebrötchen. Udo suchte einen Parkplatz direkt am Fluss in der Ourschleife aus, wo wir hinfuhren und den Abend und die Nacht verbrachten. Autoverkehr gab es hier keinen, aber eine Bushaltestelle war direkt am Platz. Jetzt am Abend haben uns die Busse nicht gestört – mal sehen, wie das morgen Früh wird?

Montag, 20.04.2026 – Hoscheid Wanderung Molberlee und Klangpfad, Landmuseum Binsfeld, Insektenpfad Hachiville

59 km, 4 km/190 hm Molberlee-Runde, 3 km Insektenpfad

Wetter: heiter bis wolkig, 10 Grad

Trotz Bussen und ein paar Schulkindern am Morgen (Xenia hörte sie nicht) schliefen wir gut und relativ lang. So langsam sind wir im Urlaubsmodus angekommen …

Am Morgen schien die Sonne, aber es war mit 6 Grad doch sehr frisch. Da es ab übermorgen wieder deutlich wärmer und sonnig sein soll, entschieden wir uns, die Our-Radtour zu verschieben und starteten um 10 Uhr nach Hoscheid.

Auf dem Wanderparkplatz in der Ortsmitte standen bereits zwei Wohnmobile, zu denen wir uns gesellten. Wir schnürten unser Ränzlein, zogen warme Jacken an und machten uns auf zum Molberlee, einem besonderen Wanderabschnitt auf einem Bergkamm. Wie wir später auf einer Tafel lesen konnten, handelt es sich beim Molberlee um einen Schiefersporn, wahrscheinlich den charakteristischsten der Luxemburger Ardennen. Namensgebend für „Molberlee“ ist der luxemburgische Begriff für Felsformationen „Lee“ und die hier anzutreffende charakteristische „Molbier“, die Blaubeere.

Die Sonne schien, als wir die Berta verließen und in Richtung Molberlee wanderten. Zuerst ging es ein Stück durch den Ort, dann über das Feld, wo der geteerte Weg in einen nicht befestigten Wanderweg überging und uns stetig bergab ins Tal des kleinen Flüsschens Schlenner führte. Überhaupt sind tiefe Flusstaleinschnitte charakteristisch für diese Gegend.

Nach ein paar hundert Metern begann der 500 Meter lange Kammpfad Molberlee. Links und rechts von uns ging es den Hang hinab, aber der Schieferpfad war sehr griffig und im Sonnenschein mit dem gelb blühenden Ginster wunderschön.

Das letzte Stück führte durch einen Wald, bis wir unten im Schlennertal ankamen. Hier trafen wir auf den Hodscheider Klangpfad, den wir das Tal entlang und dann wieder den Berg hinauf zurück nach Hodscheid gingen. Künstler aus dem In- und Ausland haben hier an mehreren Stationen Lauschpunkte und Klangskulpturen aufgestellt, an denen man verschiedene Sachen machen konnte. Der Klangpfad ist sicher ein Erlebnis für Kinder, aber auch uns hat er großen Spaß gemacht.

Zum Abschluss kamen wir noch durchs Dorf Hoscheid und waren beeindruckt von den schönen Häusern und Gärten.

Wieder in der Berta gab es ein kleines Mittagessen: den restlichen Lachs, frisch angebraten mit Salat und Brot.

Um 14 Uhr fuhren wir weiter ganz in den Norden von Luxemburg an die belgische Grenze. Einen Zwischenstopp legten wir in Binsfeld ein, wo wir ein sehr schönes und liebevoll gestaltetes Landmuseum besuchten.

In einem umgebauten Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert wird in 21 Räumen das frühere ländliche Leben dargestellt. Die Zimmer sind thematisch sehr gut zusammengestellt mit Alltagsgegenständen aus vergangenen Jahrhunderten. An manchen Stellen bemerkten wir, wie alt wir inzwischen doch schon sind, denn einige Ausstellungsstücke wie z.B. eine alte Schreibmaschine, ein Dreirad, einen alten Toaster oder ein altes Radio kannten wir noch aus unserer Kindheit. Zum Abschluss des Museumsbesuches tranken wir in der Taverne des Museums einen Kaffee und eine heiße Schokolade und aßen dazu eine warme Apfel-Tarte.

Nun war es 16:30Uhr geworden und wir starteten zur letzten Fahrt des heutigen Tages. Es ging nach Hachiville zu einem Insektenpfad, den wir im Internet gefunden hatten. Udo wollte sich durch ihn ein paar Anregungen für seinen geplanten Fledermauspfad an der Sontheimer Höhle holen.

Nach einer kurzen Ruhepause auf dem Waldparkplatz bei der Kapelle Helzer Klaus, wo der Insektenpfad beginnt, machten wir uns um 17:30 Uhr nochmals auf und marschierten den 3 Kilometer langen Rundweg durch den Wald. Der Insektenpfad mit seinen neun interaktiven Stationen ist für Kinder gemacht, aber auch für Erwachsene interessant und unterhaltsam. Man erfährt einiges über die Vielfalt, die Sinne und die Bedeutung von Insekten für unsere Umwelt. Jede Station bietet dabei nicht nur Informationen, sondern auch interaktive Spiele zu den erstaunlichen Fähigkeiten der Insekten. Wir haben sie alle durchprobiert und hatten Spaß dabei.

Zum Tagesabschluss gab es eine Dusche und ein paar Spaghetti mit Pesto. Den absolut ruhigen Waldparkplatz nutzten wir als Stellplatz für die Nacht.

Dienstag, 21.04.2026 – Wanderung Eislek-Pad Asselborn, Clerf (Clerveaux)

18 km, Eislek-Pad-Wanderung 7,8 km, Stadtspaziergang Clerf 2,5 km

Wetter: vormittags heiter bis wolkig, nachmittags bewölkt, 11 Grad

Vogelgezwitscher und Sonnenschein weckten uns am Morgen; nur kalt war es, gerade einmal 4 Grad. Wieder einmal waren wir sehr froh an unserer Heizung!

Heute stand eine kleine Wanderung mit Startpunkt Mühle Asselborn auf dem Programm, danach wollten wir nach Clerf fahren, um das Schloss und evtl. eine Ausstellung darin zu besichtigen und ein bisschen durch das Städtchen zu bummeln.

In Anbetracht der Außentemperatur ließen wir uns Zeit, fuhren erst um 10:15 Uhr los und waren um 10:30 Uhr an der Asselborner Mühle.

Wir verschafften uns einen kurzen Überblick über das Mühlenanwesen, durchstreiften das kleine Fluss- und Moorgebiet direkt bei der Mühle und machten uns dann auf zum Wanderpfad entlang des Tretterbaachs.

Als wir auf diesen abbogen, bemerkten wir eine Lauschtour-Station am Wegesrand. Wir haben schon auf vergangenen Reisen gute Erfahrungen mit der Lauschtour-App gemacht, die in vielen Ländern Besichtigungswege mit Erläuterungen anbietet. Kurzerhand suchten wir die Tour, auf der wir offensichtlich gelandet waren, und wurden schnell fündig: “Eislek Pad in Asselborn”.

Die Tour war etwas weiter, als Xenia das ursprünglich geplant hatte, aber da die Erklärungen entlang des Weges unterhaltsam, interessant und informativ waren, entschieden wir, diesen Weg weiterzugehen. Statt der ursprünglich geplanten 5 Kilometer wurden es jetzt 7,8 Kilometer, aber die Sonne schien und die Bewegung tat uns gut.

Wir erfuhren, dass sich hier das letzte Feuchtbiotop Luxemburgs befindet, das einer Vielzahl von Tieren (Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse ...) Heimat und Lebensraum gibt.

Außerdem waren wir auf einem alten Postkutschenweg unterwegs und durchwanderten eine lange Allee von gepflanzte Kirschbäumen. Es waren immer zwei Bäume von derselben Sorte und das Ziel war, die alten Sorten vor dem Aussterben durch den Klimawandel zu bewahren und herauszufinden, welche Sorten weiterhin gut gedeihen.

Auf dem weiteren Weg kamen wir an einem stillgelegten Schieferabbaustollen vorbei, wo heute Fledermäuse Unterschlupf gefunden haben.

Nach 2,5 Stunden Wanderung kamen wir um 13:30 Uhr wieder an der Mühle an und besuchten das dortige Mühlenrestaurant. Es hatte geöffnet und wir waren anfangs die einzigen Mittagsgäste. Die Führerin in Stolzembourg hatte uns Schinken mit Salat oder Pastete als typisch luxemburgische Gerichte empfohlen. Da wir auf der Speisekarte einen Schinkenteller mit Salat sahen, nahmen wir diesen. Xenia hatte ein warmes Schinkenstück erwartet, doch es wurde eine kalte Platte mit Blattsalat, etwas Tomate und reichlich Schinken von drei verschiedenen Sorten serviert. Wir hatten noch eine Portion Pommes dazu bestellt und ließen uns das Essen gut schmecken.

Als wir das Restaurant verließen, hatte sich leider der Himmel zugemacht. Es sah verdächtig nach Regen aus, aber abgesehen von ein paar vereinzelten Tropfen auf der Fahrt und später in Clerf blieb es trocken.

Wir fuhren zehn Minuten nach Clerf und fanden einen Parkplatz in Schlossnähe. Dort stellten wir die Berta ab und gingen zuerst durch die kleine Fußgängerpassage und dann hinauf zum Schloss. Es war geöffnet, allerdings gibt es kein Schloss zu besichtigen, sondern nur drei Ausstellungen in den Schlossräumen. Heute hatte nur das Museum „Bataille et Châteaux“ geöffnet; morgen ist dann die im Jahr 2003 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommene Fotoausstellung „The Family of Man“ zu sehen.

Mit einem Ticket können im Museum „Bataille et Châteaux“ zwei Ausstellungen besucht werden: die „Ardennenoffensive“ und eine Sammlung von Modellen luxemburgischer Schlösser im Maßstab 1:100.

Der Rundgang startet mit nachgestellten Szenen rund um das Schloss aus der Zeit der Ardennenschlacht, die von Dezember 1944 bis Januar 1945 dauerte und über 80.000 Soldaten das Leben kostete. Die Soldaten tragen echte Uniformen und authentische Waffen. Dadurch sollen der Schrecken und die Grausamkeit des Krieges veranschaulicht werden.

Im Anschluss gelangen die Besucher in verschiedene Räume, in denen 22 detaillierte und mit großer handwerklicher Präzision angefertigte Modelle von Schlössern und Burgen in Luxemburg ausgestellt sind.

Nachdem wir diese bestaunt und uns insbesondere an denjenigen erfreut hatten, die wir schon selbst gesehen hatten, verließen wir das Schloss wieder und begaben uns auf einen 2,5 Kilometer langen Lauschtour-Weg. Diesen gibt es nämlich auch für Clerveaux.

Los ging es beim großen Hotel Koener.

Um die Ecke befindet sich ein 1983 errichtetes GI-Denkmal, eine Bronzestatue zu Ehren der amerikanischen Befreier der 6. US-Panzerdivision nach der Ardennenoffensive im Jahr 1944. Es stellt einen erschöpften amerikanischen Soldaten dar, der den Frieden nach dem Kampf symbolisiert. Interessant ist die Plastik an der naheliegenden Hauswand, die die Einwohner zeigt, wie sie den Amerikanern zujubeln.

Weiter führte der Weg durch den “Tiergarten”, das einstige Jagdrevier des Schlossherrn, zur Lorettokapelle.

Nun ging es wieder den Berg hinunter zurück in die Stadt und dort zur beeindruckenden katholischen Kirche St. Cosmas und Damian.

Den Abstecher zum Schloss schenkten wir uns – den hatten wir ja schon zu Beginn gemacht – und gingen wieder zurück zur Berta. Unterwegs holten wir uns in einer Chocolateria Kuchen und Eis zum Mitnehmen. Ein Platz war leider nicht mehr frei.

Während der Lauschtour waren wir durch eine Sackgasse gekommen, an der es einen Seitenstreifen mit Parkplätzen gab. Einige Wohnmobile standen hier bereits, aber es war noch reichlich Platz vorhanden. Dorthin parkte Udo die Berta um, und wir verbrachten den Abend und die Nacht dort.

Mittwoch, 22.04.2026- Fotoausstellung “The Family of Man”, Radtour durchs nördliche Eislek

20 km, Radtour 41 km

Wetter: sonnig, teils windig, 16 Grad

Heute war der Himmel den ganzen Tag strahlend blau, aber es hat zeitweise ziemlich gewindet, weshalb es auf unserer Radtour trotz Sonnenschein streckenweise ziemlich kalt wurde.

Am Vormittag hatten wir viel Zeit, da wir vor der Radtour noch die Fotoausstellung “The Familiy of Man” im Clerfer Schloss anschauen wollte. Sie hatte aber erst ab 12 Uhr geöffnet. So machten wir uns um 11:15 Uhr noch einen Kaffee mit Keksen, Xenia richtete ein paar Vesperbrote und Udo kümmerte sich um die Räder.

Bis wir startklar waren, war es 12:20 Uhr geworden, aber 10 Minuten später standen wir an der Kasse im Schloss und lösten Tickets für die Ausstellung.

Mit über 10 Millionen Besuchern seit ihrer Schaffung ist die Fotoausstellung „The Family of Man" eine Legende in der Geschichte der Fotografie. Von Edward Steichen kreiert und 1955 erstmals im Museum of Modern Art in New York präsentiert, gilt sie als Manifest für den Frieden und die fundamentale Gleichheit der Menschen, ausgedrückt durch die humanistische Fotografie der Nachkriegszeit. Die Sammlung umfasst insgesamt 503 Aufnahmen von 273 Fotografen aus 68 Ländern. Nach einer Reise durch mehr als 150 Museen weltweit ist die letzte vollständige Version von "The Family of Man" seit 1994 als Dauerausstellung im Schloss von Clervaux untergebracht und wurde 2003 ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

Die Bilder sind alle schwarz-weiß und zeigen das menschliche Leben und Zusammenleben in vielen Facetten. Wenn man sie sich anschaut, wird es immer unverständlicher, dass Menschen sich gegenseitig bekriegen, diskriminieren und schaden.

Nach einer Stunde hatten wir den Ausgang erreicht und starteten zu unserer Radtour in Richtung Norden. In dem kleinen Luxemburg ist es kaum möglich, eine große Tour zu radeln, ohne das Land zu verlassen. So führte auch unsere 40 km lange Runde ein kleines Stück durch Belgien. Wir merkten das nur an den anderen Ortsschildern und andersfarbigen Nummernschildern an den Autos.

Luxemburg hat ein wunderbar ausgebautes Radwegenetz, sodass man nur selten auf größeren Verkehrsstraßen radeln muss. Wir fuhren zuerst entlang einer Bahnlinie, dann über die Hochfläche des Eislek. Dort machte uns ein kalter Gegenwind etwas zu schaffen, aber mit einer Windjacke war es gut auszuhalten.

An einem kleinen See legten wir eine Vesperpause ein und genossen die Sonne.

Anschließend ging es mehrfach bergauf und bergab durch mehrere kleine Flusstäler, bis wir eine ehemalige Eisenbahntrasse erreichten. Ein besonders schönes Stück radelten wir auf der „Vennbahn“ bis Troisvierges. Die Vennbahn ist mit 125 Kilometern eine der längsten Bahntrassen-Radwege Europas und führt von Aachen bis Troisvierges.

Unterwegs kamen wir immer wieder an Orten oder Strecken vorbei, die wir bereits mit der Berta erreicht hatten. Mit dem Rad hat man jedoch einen ganz anderen, intensiveren Eindruck von der Landschaft als mit dem Auto.

Nach einer sehr schönen Tour waren wir um 17 Uhr wieder bei der Berta angelangt, verließen Clerf und fuhren nach Wiltz. Dort kauften wir noch ein paar Lebensmittel ein und mieteten uns anschließend auf dem Campingplatz Kaul ein. Wir brauchten mal wieder einen Camperservice und Strom für unsere Fahrradakkus. Dafür war der Campingplatz die komfortabelste Lösung. Morgen wollen wir von hier aus eine weitere Radtour unternehmen.

Xenia kochte Hähnchengeschnetzeltes mit Reis und Salat, das wir uns vor der Berta schmecken ließen. Bald wurde es jedoch zu kühl, um weiter draußen zu sitzen. Wir wuschen ab, gingen noch duschen und verbrachten den restlichen Abend in der Berta.

Donnerstag, 23.04.2026 – Brauerei- und Ardennenmuseum im Schloss Wiltz, Wiltz-Radtour

0 km, Radtour 4,5km/80hm zum Schloss, 35km/480hm Wiltz-Runde

Wetter: sonnig, 20 Grad am Nachmittag, 1 Grad in der Nacht

In der Nacht war es so kalt, dass der Frostwächter ansprang und uns eine halbe Tankfüllung Wasser abließ. Zum Glück sind wir auf einem Campingplatz, wo wir problemlos Wasser nachtanken können. Unterwegs ist so etwas ziemlich blöd und ärgerlich.

Entsprechend kalt war es natürlich auch am Morgen, aber die Sonne tat ihren Dienst und als wir um 10:45 Uhr losradelten, war das mit einer Windjacke gut möglich. Direkt an der Rezeption haben wir einen aus Heroldstatt getroffen - einen Regiomat, der von der Firma Stüwer in Heroldstatt vertrieben wird.

Zuerst ging es zum Schloss, wo wir um 11 Uhr ankamen. Im Schloss befinden sich eine Info, ein Museum und ein paar Verwaltungsräume. Wir erkundeten den Schlossgarten und waren von der Veranstaltungsbühne angetan. Eine eigentliche Schlossbesichtigung gibt es hier ebenso wenig wie in Clerf.

Das Museum beinhaltet zwei Ausstellungen: einmal das Nationale Brauereimuseum in den ehemaligen Pferdeställen des Schlosses und zum anderen ein Ardennenmuseum. Beides interessierte uns jetzt nicht brennend, aber da wir schon mal vor Ort waren, gingen wir hinein. Immerhin bekamen wir einen Audioguide auf Deutsch, mit dessen Hilfe wir die Ausstellungen erkunden konnten, und wir waren die einzigen Besucher.

Die Ausstellungsobjekte im Brauereimuseum gewähren einen Einblick in die verschiedenen Zyklen der Bierherstellung und veranschaulichen die Entwicklung des Luxemburger Brauereiwesens und seiner jahrhundertalten Brautradition. Heute werden in Wiltz verschiedene Biergetränke hergestellt, von denen sich der Besucher am Ende eine Flasche als Kostprobe aussuchen und mitnehmen darf.

Im Ardennenmuseum wird ähnlich wie in Clerf die Geschichte der Ardennenschlacht im Winter 1944/45 erzählt. Am 16. Dezember 1944 griffen deutsche Einheiten die amerikanische Frontlinie in den Ardennen an, die den Norden Luxemburgs und den Osten Belgiens umfasste. Dies war der Auftakt zu einer der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieg: der Ardennenoffensive. Tausende amerikanische und deutsche Soldaten verloren in den unerbittlichen Kämpfen, die in einem der härtesten bekannten Winter stattfanden, ihr Leben. Im Januar 1945 lag ein großer Teil der luxemburgischen Éislek-Region infolge der schweren Kämpfe in Trümmern, und viele Einwohner waren tot, auf der Flucht oder froren in den Überresten ihrer Existenz. Gegen Ende Januar 1945 erlangten die Amerikaner und der Führung von General George S. Patton die Kontrolle über die Region zurück. Am 12. Februar 1945 wurde mit Vianden die letzte luxemburgische Stadt befreit, was die deutsche Herrschaft über Luxemburg beendete.

Eine nette Geschichte in diesem grausamen Zusammenhang ist, dass ein G.I. Schokolade und Kekse von seinen Kameraden einsammelte. Er schneiderte sich ein Nikolauskostüm und kam mit einem Jeep zu den Kindern, denen er die Süßigkeiten und Schokolade austeilte.

Nach einer Stunde verließen wir das Museum und radelten zurück zum Campingplatz. Udo richtete Tisch und Stühle her, Xenia kochte Bratwürste mit Bratkartoffeln und Salat. In der Sonne konnte man gut draußen sitzen und mittagessen.

Um 14:30 Uhr starteten wir zu einer sehr schönen Wiltz-Radtour. Wiltz ist nicht nur eine Stadt, sondern auch der Name des Flusses, der durch Wiltz fließt.

Wir fuhren südöstlich die Wiltz entlang, wieder auf sehr schönen kleinen Straßen und Radwegen. An der Stelle, wo der Himmelbaach in die Wiltz fließt, bogen wir ab und fuhren ein Stück den Himmelbaach entlang bis Erpeldange. Nun ging es über Land, wo sich hin und wieder größere Landstraßen nicht vermeiden ließen, bis wir dann ins wunderschöne Clerve-Tal abbiegen und die Clerve entlang radeln konnten.

In Lellingen gab es eine kleine Furt, danach machten wir Rast auf einer schönen Bank am Bächlein Pentsch.

In Kautenbach fließen Wiltz und Clerve zusammen. Hier bogen wir ab auf die “Piste cycable de la Wiltz” PC20, wieder ein wunderschöner Radweg, der uns zurück nach Wiltz führte.

Auch diese Radtour hat uns sehr gut gefallen! Luxemburg ist ein Geheimtipp für Radler.

In Wiltz machten wir Halt am Supermarkt und kauften einen Liter Vanilleeis und gefrorene Himbeeren. Bis zum Campingplatz sind es nur 500 Meter und dort genossen wir um 17:30 Uhr im Sonnenschein vor der Berta Vanilleeis mit heißen Himbeeren und noch eine Butterbrezel hinterher, damit wir nicht mehr vespern müssen.

Mit einer Dusche beendeten wir den schönen Urlaubstag.

Freitag, 24.04.2025 – Our-Radtour, Schloss Vianden

36 km, Radtour 40km/710hm

Wetter: sonnig, bis 20 Grad

In der Nacht hat wieder der Frostwächter zugeschlagen und uns Wasser abgelassen, obwohl wir auf 12 Grad durchgeheizt haben. Die Nächte sind einfach eisig kalt. Mal sehen, wie das in der nächsten Nacht wird?

Am Morgen schliefen wir aus. Nach dem Frühstück machte Udo in aller Ruhe einen Camperservice, Xenia schmierte Vesperbrote für die Radtour, klopfte die Fußmatten aus und fegte zum letzten Mal in diesem Urlaub den Boden. Um 11 Uhr waren wir reisefertig und fuhren nach Putscheid, ganz in die Nähe von der Stelle, wo wir schon einmal Akkus geladen und übernachtet hatten. Diesmal wollten wir nur die Berta parken und von hier aus eine schöne Runde hinunter ins Our-Tal machen.

Um 11:30 Uhr kamen wir an und machten vor dem Radelstart noch ein kleines Vesper. Kurz vor 12 Uhr ging es dann los, bei strahlendem Sonnenschein und nochmal etwas höheren Temperaturen als am Tag zuvor. Kurzes T-Shirt und ärmellose Windjacke waren zum Radeln völlig ausreichend.

Zuerst führte uns die Route ein Stück über die Hochfläche, dann ging es steil bergab ins schöne Our-Tal. Dort radelten wir mal auf luxemburgischer, mal auf deutscher Seite die Our hinab. Durch die Our verläuft die Grenze, die wir mehrfach bei Brückenüberquerungen passierten.

Wir kamen durch Stolzemburg, das wir schon von der Kupferminenbesichtigung kannten, und an dem Platz vorbei, wo wir geschlafen hatten. Ein kleines Stück weiter setzten wir uns auf eine Bank und verzehrten unser Vesper.

Nun folgte ein traumhaftes Stück: die Our-Schleife bei Bivels. Dort gibt es einen Wanderweg, der auch für Radfahrer erlaubt ist, direkt am Wasser und am Hang entlang. An einer besonders engen Stelle führt der Weg sogar über einen Steg übers Wasser, weil sonst kein Platz da ist. Die ganze Schleife und auch ein Stück davor und danach war reines Genussradeln.

Nun war es nicht mehr weit bis Vianden. Das Schloss sahen wir schon von Weitem. Kurz vor Vianden überquerten wir die Our-Talsperre und fuhren, wieder unten an der Our, ein kleines Stück zurück, um das besondere Wandbild zu bewundern. Die Köpfe sind von Klaus Dauven gestaltet, einem Künstler aus Nordrhein-Westfalen. Er verwendete die Technik des “Reverse Graffiti”, bei der er mit einem Hochdruckreiniger Dreck und Patina von der Staumauer entfernte und so das Wandbild kreierte. Die Firma Kärcher war Sponsor und technischer Partner bei diesem Projekt.

Weiter ging es ins Städtchen Vianden, unter der kleinen Seilbahn hindurch und hinauf zum Schloss. Mit der izi.Travel-App erkundeten wir das Schloss mit seinen vielen Räumen und Ausstellungen. Im Vergleich zu den sonstigen Besichtigungen, die wir in den letzten Tagen unternommen hatten, war recht viel los auf dem Gelände. Es war aber auch ein herrlicher Freitagnachmittag!

Nach erfolgreicher Besichtigung gönnten wir uns ein Eis in einer Eisdiele in Vianden. Dabei beobachteten wir eine moderne Familie. Papa und Mama hatten ihr eigenes Handy, die Kinder mussten sich eines teilen.

Nun war es schon 17:30 Uhr geworden und höchste Zeit, die Weiterfahrt und den vor uns liegenden Anstieg in Angriff zu nehmen. Mit dem Bauch voller Eis und Sahne schnauften wir auf immer steiler werdender Straße den Hang hinauf. Oben kamen wir am Staubecken des Wasserkraftwerks vorbei und stiegen auf einen Aussichtsturm, um einen Blick ins Becken werfen zu können. Das Pumpspeicherkraftwerk bewegt täglich bis zu 7,3 Millionen Kubikmeter Wasser über eine Höhendifferenz von ca. 280 Metern. Das Innenleben des Kraftwerks versteckt sich dabei weitgehend im Nikolausberg.

Nun war es nicht mehr weit bis zur Berta und die letzten kleinen Hügel bis dahin schafften wir auch noch. Um 19 Uhr kamen wir an, Udo räumte die Räder weg, Xenia kochte noch ein paar Nudeln. Nach dem vielen süßen Eis und der Sahne hatten wir noch das Verlangen nach etwas Deftigem.

Um 19:45 Uhr fuhren wir ein kleines Stück in Richtung Süden und stellten uns auf einen Parkplatz an einer wenig befahrenen Straße. Ein weiterer kleiner Camper und ein großer LKW standen schon da. Wir gesellten uns dazu, duschten und verbrachten den Rest des Abends und die Nacht auf diesem Platz.

Samstag, 25.04.2026 – Burg Brandenbourg, Biodiversum Haff Remerschen, Schengen Europamuseum und Museumsschiff

Unsere Wege durch Luxemburg

Unsere Wanderungen und Radtouren

107 km, kurzer Marsch auf die Burg Brandenbourg, Rundgang durchs Haff Remerschen

Wetter: sonnig, bis 23 Grad

Von der Straße haben wir nicht viel gehört, dazu haben wir zu tief geschlafen. Auch der LKW verhielt sich ruhig und stand am Morgen noch genauso da wie am Abend zuvor. Der Ausblick aus dem Fenster war ein Kunstwerk.

Die erste gute Meldung des Tages: Das Wasser war noch da! Wir standen am Waldrand doch geschützter als auf der freien Fläche des Campingplatzes.

Von unserem Nachtplatz waren es nur 3 Kilometer bis zur Burg Brandenbourg, an der wir auf unserer Luxemburgreise schon mehrfach vorbeigefahren sind. Das Wetter passte, Zeit hatten wir auch - also entschlossen wir uns, noch einen kleinen Abstecher zur Burg zu machen.

Nachdem wir zuerst versucht hatten, zur Burg hochzufahren, parkten wir dann doch unten im Ort und wanderten die kurze Strecke hinauf zur Burg. Zuerst waren wir allein, dann kam noch eine luxemburger Familie dazu – die Ersten, die nicht nett grüßten und uns einfach links liegen ließen, sowohl die beiden Kids wie auch die Eltern. Wir ließen sie vorausgehen und waren nach wenigen Minuten wieder ungestört.

Die Burg Brandenbourg war um 900 eine Holzburg, die um 1250 zu einer Steinburg umgebaut wurde. Heute steht nur noch eine mächtige Ruine, die man selbst erkunden kann. Bei dem herrlichen Wetter war das ein schönes Erlebnis.

Nun folgte eine für luxemburger Verhältnisse lange Autofahrt in den südöstlichsten Zipfel von Luxemburg. Wir waren immerhin eine knappe Stunde unterwegs, bis wir beim Biodiversum im Naturschutzgebiet “Haff Reimech” ankamen. Udo inspizierte das Bistro, kam aber enttäuscht zurück. So gab es ein paar Tortellini mit Gurkensalat in der Berta, bevor wir zu unserer Erkundungstour starteten.

Zuerst kamen wir an Steinobjekten vorbei, die wohl verschiedene Techniken zeigten, wie man mit Steinen eine Bank, einen Torbogen oder ein Trockenbeet gestaltet.

Zuerst machten wir eine wunderschöne Runde durch das Naturreservat. Ein ehemaliges Kiesgrubengebiet wurde von Menschenhand zu einem Moorgebiet mit mehreren Seen umgestaltet, das zur Heimat für seltene Pflanzen und Tiere geworden ist. Im Besucherzentrum kann man sich Ferngläser ausleihen, um die Vögel, Enten und Gänse beobachten zu können. Besonders gut geht das von extra dafür um die Seen herum aufgestellten Beobachtungshütten.

Wir durchstreiften das Gebiet mit Unterstützung und Informationen von einer Lauschtour. Mithilfe der Ferngläser konnten wir tatsächlich verschiedene Wasservögel beobachten, auch brütende Haubentaucher und besondere Enten, die mit ihren Jungen unterwegs waren und sie fütterten. Der Rundgang war wirklich ein schönes Erlebnis, bei dem wir uns viel Zeit ließen.

Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher ins Biodiversum Besucherzentrum. Es sieht aus wie ein umgedrehtes Holzschiff und präsentiert auf drei Stockwerken Wissenswertes rund um die lokale Natur.

Nun war es 15:45 Uhr geworden, Zeit für eine Kaffeepause! Im schönen Restaurant gegenüber war so viel Betrieb, dass wir wieder umkehrten und den Kaffee mit ein paar Keksen in der Berta einnahmen.

Um 16:30 Uhr war es Zeit, nach Schengen weiterzufahren. Wir wollten doch auch noch das Europamuseum besichtigen! Die Fahrt dauerte nur 5 Minuten, allerdings unterbrochen von einem Tankstopp. Das musste in Luxemburg noch sein, wo der Sprit trotz Wochenendaufschlag immer noch 25 Ct billiger war als in Deutschland.

Das Europamuseum ist digitalisiert. Man bekommt eine Karte, mit der man verschiedene Infotafeln in seiner eigenen Sprache starten kann. Wir erfuhren einiges über die Entwicklungen und Veränderungen im Schengenraum und die Bedeutung des Schengenabkommens für Europa.

Zum Museum gehört auch das Schiff, in dem das Schengenabkommen unterzeichnet wurde. Heute ist es ein Museumsschiff und liegt ein paar Meter vom Europamuseum entfernt in der Mosel. Wir schafften es gerade noch vor der Schließung um 18 Uhr hineinzukommen.

Mit diesem Event war unsere Luxemburg-Besichtigungstour am Ende angekommen. Udo ruhte sich in der Berta etwas aus, Xenia unternahm noch einen kurzen Spaziergang über die Moselbrücke zum Apacher Eiffelturm. Auf den 1,1 Kilometern kam sie durch 3 Länder: Von Schengen in Luxemburg über die Moselbrücke nach Deutschland und kurz vor Apach über die Grenze nach Frankreich.

Um 19 Uhr starteten wir die Heimreise. Wir fuhren aber nur bis Rehlingen und übernachteten dort auf einem ruhigen Parkplatz kurz nach der Autobahnausfahrt an einer gesperrten Straße. Es gab noch ein gemischtes Reste-Abendessen, dann beendeten wir unseren Luxemburgurlaub mit einer letzten Nacht in unseren Berta-Betten.

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