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Sonntag, 18.05.2025 – Wanderung Papingo mit Papingo Rock Pools, Stone Forest, Oxya Viewpoint, Monodendri mit Holy Monastery of Saint Paraskevi, Alte-Steinbrücken-Tour, Monument Greek Fighter
Vom Campingplatz bei Kleidonia bis zum Monument eines griechischen Kämpfers - 110 km / Wanderung Papingo 5 km, 200 hm / Wanderung Monodendri 3,5 km, 100 hm
Wetter: am frühen Morgen Nebel, dann Sonne, nachmittags ein paar Quellwolken - 5 bis 18 Grad
Heute hatten wir noch einmal einen wunderschönen Tag in der Region Zagori und dem Nationalpark Vikos-Aoos.
Der Tag begann sehr frostig. Schon in der Nacht hatten wir gefroren und um 6:30 Uhr die Heizung angestellt. Als wir dann um 7:30 Uhr aufstanden, hatte es 5 Grad Außentemperatur und Nebel.
Bis wir mit Frühstücken fertig waren, hatte sich der Nebel gelichtet, die Sonne schien und als wir um 9:15 Uhr den Platz verließen, zeigte das Autothermometer immerhin schon 7 Grad, Tendenz steigend.
Unsere erste Unternehmung war eine Wanderung von Papingo durch ein bewaldetes Tal nach Mikro Papingo, von dort weiter zu den Papingo Rock Pools und wieder zurück nach Papingo. Unser Weg führte uns nach Aristi, einem Ort mit einer so engen Ortsdurchfahrt, dass eine Ampel den Verkehr regeln muss. Danach ging es über eine schmale Brücke zu unserer Boot-Einsetzstelle beim Rafting.
Das erste Stück bis Mikro Papingo gingen wir auf einem schönen kleinen Wanderweg, der an sich ganz okay war, aber leider ohne Aussicht. Mikro Papingo ist wie Papingo ein typisches Zagori-Dorf mit schönen Steinhäusern und schmalen Gassen.
Dann ging es die wenig befahrene Fahrstraße hinunter zum Highlight der Wanderung, den Papingo Rock Pools. Hier kann man ein Stück in eine enge Schlucht hineingehen, wo der Fluss Rogova Felsenbecken mit klarem Wasser in die Kalksteinfelsen gegraben hat. Wir gingen bis zu einer Stelle, wo man vor einem Wasserfall eine tiefe Gumpe durchschwimmen müsste, um evtl. danach weiterzukommen. Wir hatten zwar Wasserschuhe und Badebekleidung dabei, aber bei 17 Grad war uns das dann doch zu kalt. So sind wir an dieser Stelle umgekehrt. Aber das, was wir gesehen und durchwandert haben, war sehr schön und das Gehen auf den schmalen Felsen mit immer wieder Wechseln der Flussseite hat Spaß gemacht.
Danach ging es wieder ein Stück den Berg hinauf bis Papingo, wo die Berta auf uns wartete. Bevor wir sie erreichten, kamen wir an einem wunderschön gelegenen Restaurant vorbei. Wir wurden auf es aufmerksam, weil direkt davor ein Geldautomat war und wir dringend Bargeld benötigten. Das Restaurant hatte eine Gartenterrasse mit phantastischem Blick auf das Pindos-Massiv. Das Essen war ebenfalls sehr gut und wir genossen es im Sonnenschein. Xenia aß gegrilltes Hähnchen, Udo Fleischküchle.
Um 14 Uhr waren wir wieder an der Berta und fuhren fast den ganzen Weg mit vielen steilen Serpentinen rauf und runter wieder zurück, um in Aristi nach Monodendri abzubiegen. Dort wollten wir zuerst zum Oxya-Viewpoint vorfahren, um noch einmal einen Blick in die Vikos-Schlucht werfen zu können.
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt kamen wir am “Steinwald” vorbei, wo Udo ein kleines Mittagschläfle machte und Xenia sich das Gebiet anschaute. Ihr gefallen die Kalksteinformationen sehr, die wie riesige Türme aufgeschichtet sind, und diese gibt es hier zuhauf. Auf einer kleinen Lichtung zwischen ihnen haben Besucher hunderte von Steinmännchen errichtet.
Weiter ging es zum Oxya Aussichtspunkt, zu dem man fast ganz vorfahren kann. Es waren schon einige Leute dort, aber für einen Sonntag war es ganz okay. Uns hat die Aussicht hier mindestens so gut gefallen wie vom Beloi-Balkon, zu dem wir doch ein gutes Stück gehen mussten.
Nachdem wir uns sattgesehen hatten, fuhren wir zum Städtchen Monodendri und parkten kurz vor dem Ortsschild. Das war eine gute Entscheidung, denn außer der Hauptstraße sind die meisten anderen Straßen für Autos nicht geeignet. Von Monodendri aus marschierten wir einen knappen Kilometer zum Kloster “Holy Monastery of Saint Paraskevi”, von wo aus man ebenfalls eine tolle Aussicht in eine Schlucht hat. Für die meisten Besucher ist der Weg am Aussichtspunkt zu Ende, wir gingen noch ein Stück weiter auf einem schmalen Felsenwegle, wo man schon schwindelfrei sein sollte, wenn man es geht. Nach einer Viertelstunde war aber auch hier Schluss und wir mussten umkehren.
Um 18:15 Uhr waren wir wieder an der Berta und entschlossen uns vor dem Hinausfahren aus den Nationalpark noch ein paar der berühmten alten Steinbrücken aufzusuchen, die in der Gegend von Kipi zuhauf zu finden sind. Die berühmteste und am besten erhaltene Brücke ist die Plakidas Bridge mit ihren drei Bögen, die den Fluss überspannen. In ihrer Nachbarschaft befinden sich die Lazaridi Brücke und die Wassermühlenbrücke, denen wir auch noch einen Besuch abstatten.
Nun war es aber Zeit, zu einem Nachtplatz zu fahren. Dazu mussten wir den Nationalpark verlassen, in dem man nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang parken darf. Xenia hatte zwei Optionen auf dem Weg nach Albanien herausgesucht: entweder beim Monument eines griechischen Kämpfers, sofern wir dort einen geeigneten Parkplatz finden, oder auf einem für Wohnmobile erlaubten Parkplatz in der Stadt Kalpaki, wo wir morgen unbedingt noch einkaufen müssen, bevor wir nach Albanien fahren.
Oben beim Kämpfer gab es keine Stellmöglichkeit, aber etwas unterhalb konnten wir prima parken und wir vermuten, dass dies auch der Parkplatz fürs Monument ist.
Es war jetzt schon 20 Uhr, höchste Zeit zum Abendessen. Viel Auswahl gab es nicht mehr. Unsere Vorräte waren fast aufgebraucht, da wir in den letzten Tagen keine Einkaufsmöglichkeit hatten. Aber ein paar Tomaten, ein Rest Brot und etwas Marmelade und Aufschnitt waren noch da. Das genügte uns und wir waren dankbar für einen sehr schönen Tag und einen ruhigen Nachtplatz.
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