14.09.2022 - Grand Ballon (Großer Belchen), Colmar
Am Morgen war es zwar trocken, aber windig und neblig. Wir entschlossen uns, die Route des Crêtes (Vogesenhochstraße) trotzdem weiterzufahren und den Großen Belchen zu besuchen.
Auf der Fahrt fuhren wir immer wieder durch Nebelschwaden, dann riss es auch einmal auf und wir hatten noch ein paar schöne Ausblicke. Am Parkplatz des Großen Belchen, den wir um 10:15 Uhr erreichten, sah es eigentlich nicht schlecht aus, aber die Bergkuppe war noch in Wolken. Da Regen angesagt war, starteten wir trotzdem zu einer kleinen Rundwanderung zur Bergstation. Oben war leider immer noch alles im Nebel, aber zumindest waren wir einmal dort gewesen 😉 und hatten die Station für uns alleine.
Auf dem großen Belchen
Wir waren kaum wieder an der Berta angekommen, begann es zu regnen, und wie! Alle Wanderer und sonstigen Personen, die jetzt noch draußen waren, wurden klitschenass. Wir hatten im Café am Parkplatz zwei Croissants gekauft, die aßen wir jetzt mit einer Tasse Kaffee. Danach fuhren wir im Regen die Route des Crêtes weiter in Richtung Cernay, bogen aber kurz vor der Stadt nach Colmar ab. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen, aber in Richtung Colmar sah es gar nicht gut aus. Was tun?
In Colmar angekommen machten wir Lagebesprechung und entschieden uns, den Campingplatz abzusagen und stattdessen auf einen Wohnmobilstandplatz zu fahren, der zwar weniger Service hat, aber dafür näher an der Altstadt liegt. Wasser hatten wir noch genug, Strom auch – also kein Problem. Um 13:30 Uhr fuhren wir durch die Schranke des Parkplatzes und bezahlten vorerst für einen Tag. Ausgerüstet mit Regenjacken und Schirm gingen wir los in die Altstadt mit Ziel Touristen-Information, die wir nach einem 20-minütigen Fußmarsch erreichten. Den Schirm benötigten wir nicht, die Jacken wurden uns auch schnell zu warm.
Direkt gegenüber der Info liegt das Museum unter den Linden, dem wir natürlich einen Besuch abstatten mussten. Xenia interessierte besonders der berühmte Isenheimer Altar von Matthias Grünewald, den wir ausgiebig mithilfe eines Audioguides studierten.
Ein paar weitere Räume durchstreiften wir noch und hörten uns einige Erklärungen vom Audioguide an, aber es wurde dann alles zu viel und nach eineinhalb Stunden verließen wir das Museum wieder. Während des Besuches konnten wir durch ein Fenster sehen, wie draußen wieder ein Wolkenbruch niederging, aber als wir wieder im Freien waren, schien die Sonne und das sollte auch bis zum Abend so bleiben. Wir gingen ein paar Stationen des Stadtspaziergangs ab, den es auch in Colmar gibt. Hier zeigen die in den Boden eingelassenen Wegzeiger eine Abbildung der Freiheitsstatue, da sie vom Colmarer Bildhauer Auguste Bartholdi entworfen wurde. Nach der 8. Station verließen wir den Stadtspaziergang und schlenderten zu Petite Venice. Dort schauten wir von einer Brücke auf die Gondeln und Barkassen, die auf der Lahn unterwegs waren.
Weiter ging es zur Markthalle, die aber gerade am Schließen war. So langsam wurden die Füße müde und wir setzten uns in ein nettes Lokal und genossen noch einmal Tarte flambée und Quiche Lorraine. Frisch gestärkt und etwas ausgeruht machten wir uns auf den Rückweg zur Berta, genossen dort eine schöne warme Dusche und telefonierten mit Claudia und Gisela. Da der Wetterbericht jetzt nur noch Regen ansagte, beschlossen wir, am Donnerstag heimzufahren und auf der Fahrt noch einen Stopp in Bernhausen einzufügen.