11.09.2022 - Hochkönigsberg, Adlerwarte Kintzheim, Bergheim

Wir verbrachten eine ruhige gute Nacht und wachten bei Sonnenschein auf. Es war noch ziemlich kühl, Udo machte sogar für ein paar Minuten die Heizung an. Aber der Tag sollte sich noch wunderbar entwickeln – strahlender Sonnenschein bei ca. 22 Grad.
Wir starteten nach dem Frühstück mit den Bikes zur Burg Hochkönigstein. Der Weg gestaltete sich ziemlich anstrengend und herausfordernd, da wir wieder einmal versuchten, die Autostraßen zu umgehen. Auf der Karte hatten die Wege gar nicht so schlecht ausgesehen, aber in Natura waren es dann zum Teil steinige Wurzelpfade, die wir streckenweise steil nach oben schieben mussten. So kamen wir um 10 Uhr ziemlich durchgeschwitzt an der Burg an, ketteten unsere Fahrräder an und machten uns auf den Weg zur Burgbesichtigung. Wir nahmen uns einen Audioguide auf Deutsch, der uns die Burganlage und die verschiedenen Zimmer, die zum Teil originalgetreu restauriert und möbliert sind, erklärte. Außerdem hatten wir eine fantastische Aussicht und konnten sogar unsere Berta von oben erkennen.
Wir waren nicht die einzigen Besucher – aber als wir die Burg um 12 Uhr wieder verließen, standen Menschenmassen an der Kasse Schlange. Gut, dass wir so früh gekommen waren!
Weiter ging die Fahrt – diesmal auf Teerstraßen – zur Burg und zum Adlerhorst Kintzheim, wo heute ein besonderer Tag mit ermäßigtem Eintritt und mehreren Greifvögelvorführungen war. Als erstes kauften wir uns zwei Schnitzelbaguettes – sie nennen es Sandwiches – und verzehrten diese vor der Burg. Dann ging es ins Burggelände, wo wir im Hof eine 40-minütige recht beeindruckende Greifvögelvorführung sahen.
Es hat uns gut gefallen, auch wenn die Erklärungen dazu nur auf Französisch waren. Im Anschluss spazierten wir an den Volieren vorbei und machten zusammen mit anderen Besuchern einen Rundgang durch die Burg.
Um 15:30 Uhr schwangen wir uns wieder auf die Räder und radelten durch die Weinberge nach Bergheim. Auf dem gut ausgebauten Radweg ging das ziemlich flott und problemlos. In Bergheim angekommen, durchquerten wir einmal den Ort und setzten uns dann in ein Café und aßen Heidelbeerkuchen. War echt lecker! Wir hatten in Stélestat in der Tourist-Info einen Plan mit den Sehenswürdigkeiten des Ortes bekommen, den wir jetzt studierten. Nach der Kaffeepause fuhren wir zuerst kreuz und quer durch den Ort, dann einmal auf dem Wall um den kompletten Ort.
Anschließend machten wir uns auf den Rückweg und kamen um 17:30 Uhr wieder an der Berta an. Unser schweizer Nachbar war immer noch da und begrüßte uns. Ein weiteres deutsche Ehepaar aus Hildesheim war ebenfalls angekommen und wir unterhielten uns eine ganze Weile sehr nett zu fünft.
Wir beschlossen, nach Ribeauvillé weiterzufahren und dort auf den Campingplatz zu gehen, um ausgiebig duschen und die Bikes wieder laden zu können. Außerdem wollten wir gerne auf diesen Campingplatz, da es dort Störche geben soll, die zu den Menschen kommen. Daher war unsere Enttäuschung groß, als wir dort ankamen und erfuhren, dass der Platz komplett belegt war. Die freundliche Dame am Empfang empfahl uns einen Camperstellplatz im Ort, der ebenfalls Strom hat, aber auch dieser war komplett voll. Es blieb uns nichts weiter übrig als ins nächste Ort zu fahren. Der erste Parkplatz, den wir in Riquewihr anfuhren, war uneben, ohne Strom und dazu noch sehr teuer – 15 Euro bis am nächsten Vormittag um 9 Uhr. Darauf hatten wir nun wirklich keine Lust und so fuhren wir weiter zum Campingplatz des Ortes. An der Einfahrt stand wieder ein Schild: completed. Wieder nichts! Inzwischen bereuten wir es schon, unseren schönen Standplatz in den Weinbergen aufgegeben zu haben. Wir suchten in der Karte nach neuen Optionen, als plötzlich eine Frau an unser Fenster klopfte und fragte, ob wir einen Platz suchten? Es war die Dame vom Empfang und sie sagte, dass ihr gerade eine Reservierung storniert worden sei und wenn wir wollten, könnten wir den Platz haben. Natürlich wollten wir und kamen so doch noch zu Strom und einer schönen warmen Dusche. So nahm ein wunderschöner Tag noch ein gutes Ende.