Berta-Elsass-Tag05

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07.09.2022 - Chateaux de Haut-Barr, Schiffshebewerk Arzwiller, Wasselonne

In der Nacht hat es wieder geregnet, aber am Morgen begrüßten uns die Sonne und milde Temperaturen. Wir frühstückten vor dem Camper mit herrlichem Blick aufs Umland und unterhielten uns dann noch eine ganze Weile mit unseren Nachbarn, aus Cotbus. Sie waren mit einem Pössel und zwei kleinen Kindern auf Kletter- und Bolderurlaub. So kamen wir erst um 10:30 Uhr los. In Dossenheim fielen uns Wegzeiger zu einer Camperstation auf, denen wir folgten und tatsächlich vor einem Campingplatz eine frei zugängliche Dumpingstation fanden, wo wir unser Klo und Abwasser entsorgen und Frischwasser tanken konnten. So wieder gut ausgerüstet wollten wir als erstes den Tour Chappe, einen ersten mechanischen Telegrafenturm, besichtigen. Dort, wo wir ihn eigentlich vermuteten, fanden wir stattdessen eine wunderschöne Schlossruine, das Chateaux de Haut-Barr, mit herrlicher Aussicht und einem Restaurant im Burghof.

Wir aßen dort unseren ersten elsässischen Flamkuchen – sehr lecker! Von der Burg aus konnten wir dann auch den Telegrafenturm erkennen, aber auf ihm wehte nur eine Fahne, von faltbaren Flügeln war nichts zu sehen. Wir verzichteten auf den Fußmarsch dorthin und machten uns lieber auf den Weg zum Schiffshebewerk in Arzwiller. Die Zeit war inzwischen auch schon fortgeschritten. Dazu kam eine Umleitung, da die Straße von Saverne nach Arzwiller gesperrt war.

Um 15 Uhr kamen wir ziemlich müde auf dem Parkplatz in Saint Louis Arzwiller an und entschlossen uns zu einem kleinen Mittagschläfchen. Während dem sich daran anschließenden Kaffee begann es zu regnen, was uns dann eine insgesamt einstündige Pause verschaffte. Um 16 Uhr – der Regen hatte aufgehört – gingen wir zum Hebewerk und bestaunten die sehr massive Technik, wie bis zu drei Boote in 4 Minuten 45 Meter hoch- bzw. heruntergelassen wurden. Man konnte auch den Maschinenraum besichtigen, wo wir von einer sehr netten und kompetenten Dame der Anlage eine private Führung mit Erklärungen bekamen. In dieser Zeit muss es wieder geregnet haben, denn als wir das Werk verließen, waren die Straßen sehr nass.

Unser nächster geplanter Halt war Wasselonne, wo es laut Führer mehr als 50 Gewerbezeichen an den Häusern geben soll. Die Tourist-Info hatte um 18 Uhr aber geschlossen, sodass wir uns dort keine weiteren Infos mehr holen konnte.

Ein paar Häuser mit Gewerbezeichen haben wir trotzdem gefunden und vor allem ein nettes Restaurant, in dem wir nochmals sehr gute Flamkuchen gegessen haben. Einen Parkplatz hatten wir vor der Stadthalle neben der Kirche bekommen und da er sehr abgeschieden war und wir keine Lust mehr auf Übernachtungsexperimente hatten und mit Wasser und einem frischen Klo ausgestattet waren, beschlossen wir, dort über Nacht stehen zu bleiben und den Abend für weitere Planungen zu nutzen. Wir waren noch nicht lange im Camper, da begann es wieder zu regnen. Wie gut, ein Dach über dem Kopf zu haben!


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