06.09.2022 - Fahrt nach Dossenheim-sur-Zinsel und Radtour zu Felsenwohnungen, Saverne, Mont-Saint-Michel

In der Nacht zog ein kräftiges Gewitter über den Platz. Morgens hatte es Nebel, der sich dann aber schnell auflöste und der Sonne Platz machte.
Auf kleinen Sträßchen machten wir uns auf den Weg gen Süden. Wir wollten die Felsenwohnungen in Graufthal besuchen. Da sich das Wetter wunderschön herausputzte, entschlossen wir uns, zuerst einen Stellplatz von France Passion in Dossenheim-sur-Zinsel anzufahren und von dort aus mit den Rädern zu den Felsenwohnungen zu fahren.
Wir bekamen einen Platz im Garten mit sehr schöner Aussicht, allerdings auch einer Baustelle vor dem Haus. Wir verzehrten unterwegs gekaufte Brezeln und süße Stückle, dann packten wir die Räder und starteten zu einer 55-km-Runde: zuerst zu den Felsenwohnungen, dann nach Saverne und über den Mont Saint Michel wieder zurück zur Berta.
Den kleinen Pfad neben der Landstraße, den Xenia herausgesucht hatte, fuhren wir nur ein kurzes Stück. Er war dann einfach zu schlammig und unwegsam. So planten wir um und nahmen die Straße.

So sah es früher aus, als die Abtei noch stand.
Hier wohnte bis 1958 noch eine alte Dame.
Hier wurde für die 10-köpfige Familie gekocht.
Die Besichtigung der Felsenhäuser war in 30 Minuten erledigt und es ging weiter, teils auf großen Straßen, aber auch auf schönen Radwegen und am Kanal entlang nach Saverne (Zabel). Der Himmel zog sich immer mehr zu und wir hatten Sorge, in einen Regen zu kommen. Am Kanal entlang fuhren wir tatsächlich auch auf nassen Straßen, sind selbst aber verschont geblieben.
In Saverne gönnten wir uns in der Innenstadt eine Pause mit Kaffee, Kuchen und Salat. Der Himmel wurde wieder strahlend blau, sodass wir unsere Runde gut zu Ende fahren konnten. Einen Abstecher den Mont Saint Michel hinauf unternahmen wir noch und genossen von oben eine herrliche Aussicht auf Saverne und das Elsass. Auf der Karte waren noch schöne Felsen eingezeichnet, aber der Weg dorthin war für Räder nichts und wir drehten nach wenigen Metern wieder um. Es war zu sandig und zu schmal. Xenia ist einmal sogar das Rad weggerutscht.
Um 18:30 Uhr waren wir nach 65 km Radtour wieder zurück beim Gastgeber Martin Kuhm, der uns ein Stromkabel für unsere Akkus legte. Inzwischen war ein Camper aus Belgien angekommen und im Laufe des Abends gesellte sich noch ein Pössel aus Coburg dazu. Die Belgier mit Hund, die Coburger mit 2 Kids. Wir unterhielten uns noch ganz nett, machten Abendessen, duschten und waren einfach nur müde … aber zufrieden. Wir entschlossen uns, am nächsten Tag das Schiffshebewerk in Arzviller zu besuchen und dann nach Straßburg zu fahren. Wir brauchten jetzt auch Wasser und eine Möglichkeit, das Klo zu leeren und Abwasser zu entsorgen.