05.09.2022 - Radtour nach Bitche

Nach dem Frühstück kauften wir im Hofladen Tannen- und Kastanien-Honig, Käse und ein paar Würste von den Ziegen. Die Würste packten wir ein und dann ging es bei herrlichem Sonnenschein und bis zu 29 Grad mit den Rädern nach Bitche.
Zuerst machten wir allerdings noch einen Abstecher in die andere Richtung zum einem Lochfelsen ganz in der Nähe unseres Platzes. Man sieht ihn direkt vom Tal aus und wir erkannten Ähnlichkeiten mit der Küssenden Sau von Blaubeuren. Wir radelten über grenzwertige Waldwege bis hinauf zum Felsen und genossen dort ein wunderbares Panorama.

Um nicht auf Verkehrsstraßen radeln zu müssen, hatte Xenia Wege durch den Wald ausgesucht, die uns einiges abverlangten. Es war alles dabei: von wunderschönen geteerten Forstwegen bis zu holprigen Naturwaldböden über Wurzeln, teilweise sandig und steinig. Dazu ging es über weite Strecken auf und ab – so wie die Landschaft halt hier ist. Es war ziemlich abenteuerlich, aber gerade noch so machbar, dass es auch Xenia Spaß machte.

In Bitche angekommen besuchten wir einen Lidl, an dem wir vorbeikamen, und deckten uns mit Brot und süßen Teilchen ein. Diese aßen wir dann oben an der Zitadelle, wo wir uns unter einen Baum in den Schatten setzten und die Aussicht von oben genossen.

Anschließend ging es zur Besichtigung der Zitadelle. Die Räder konnten wir am Eingang stehen lassen, bekamen Kopfhörer und wurden in die Burg geschickt. Dort war eine Audiotour durch die verschiedenen Gänge und Räume der Zitadelle vorbereitet, die wir zusammen mit einem holländischen Ehepaar unternahmen. Es wurden verschiedene Filmsequenzen in den Räumen gezeigt mit der Belagerungsgeschichte der Burg von 1870 und der Niederlage der Franzosen gegen die Bayern. Krieg war schon immer grausam … aber es war informativ und unterhaltsam aufgemacht.

Um 15:45 Uhr machten wir uns auf den Rückweg – inzwischen schon ziemlich müde. Wir waren sehr dankbar, dass der Rückweg überwiegend über geteerte oder gut zu fahrende Schotter- und Waldwege führte. So wie der Hinweg wäre uns schon schwer gefallen.
Um 18:00 Uhr waren wir zurück an der Berta, machten uns etwas zu essen (der Imbissstand hat wohl nur am Wochenende geöffnet) und duschten.
So ging ein schöner Tag zu Ende.
