Berta-Aalen-Tag05

Fr 11.08.2023 - Limeseum, Radtour nach Dinkelsbühl und auf den Hesselberg

Heute sollte es ein wunderbarer Sommertag werden, ohne ein Wölkchen am Himmel.

Zuerst statten wir dem Limeseum einen Besuch ab, wo wir pünktlich um 10 Uhr zur Eröffnung an der Kasse und bis fast zum Schluss die einzigen Besucher waren. Auch das Limeseum ist schön gemacht, allerdings kannten und wussten wir jetzt schon einiges und das Limesmuseum in Aalen ist informativer. Die Ausstellung hier informiert über das Kastell Ruffenhofen und dessen Zivilsiedlung, den Vicus, während der römischen Kaiserzeit. Nach einer Stunde waren wir durch und gingen zurück zur Berta.

Udo machte die Räder startklar, Xenia richtete noch ein kleines Vesper, das wir vor dem Radeln verspeisten. Bevor es auf Tour ging, machten wir noch eine Runde durch den Römerpark. Der konnte jetzt nicht wirklich begeistern und so starteten wir gen Dinkelsbühl.

Die Fahrt war schön, zuerst auf wenig befahrenen Landstraßen, an einigen Störchen vorbei und entlang der Wöritz, bis wir dann auch auf Radwege kamen.

Um 13:20 Uhr kamen wir in Dinkelsbühl am ehemaligen Rathaus an, wo sich jetzt das Stadtmuseum und die Touristinfo befinden. Udo erkundigte sich, ob es vielleicht eine Stadtführung gibt? Und tatsächlich: um 14:30 Uhr startete eine. Wir kauften Karten dafür und verbrachten die Stunde Wartezeit in den Kellergewölben des ehemaligen Rathauses, wo eine kostenlose Dokumentation zur Hexenverfolgung in Dinkelsbühl zu sehen ist. Eigentlich nicht das, was wir uns ausgesucht hätten, aber es war dann doch sehr informativ und interessant. Es gibt keine Bilder, dafür wird auf verschiedenen Tafeln über die Umstände und Voraussetzungen, die in Deutschland zu den Hexenprozessen führten, berichtet. Auch wie die Gerichtsverfahren abliefen und Parallelen oder Unterschiede zu Nachbarstädten wird erklärt. Das war alles gar nicht so willkürlich, wie wir manchmal denken – aber natürlich trotzdem ein Verbrechen.

Nach dieser Ausstellung hatten wir noch 20 Minuten Zeit bis zur Stadtführung, die wir mit einem Eis aus der Eisdiele um die Ecke sinnvoll und mit Genuss überbrückten.

Die Stadtführung begann pünktlich um 14:30 Uhr und dauerte eine gute Stunde. Die junge Führerin machte das sehr nett, mit Anekdoten und Sprichwörtern, wie zum Beispiel „Der Klügere baut vor“, weil die Dinkelsbühler nur Grundsteuer auf ihre bebaute Fläche bezahlen mussten, nicht auf Vorbauten am Gebäude in den oberen Stockwerken. Die Führung endete am Eingang des katholischen Doms, wo just zu diesem Zeitpunkt ein kleines kostenloses Orgelkonzert stattfand. So ließen wir das Innere des Doms mit Orgelmusik auf uns wirken und hörten uns 3 Stücke an.

Nun hatten wir uns vor der Weiterfahrt eine Kaffeepause verdient, fanden wir übereinstimmend. In einem Straßencafé ließen wir uns Quarksahnetorte mit Kaffee gut schmecken.

Um 16:30 Uhr schwangen wir uns wieder auf die Räder und radelten auf einem anderen Weg zurück, noch mit einem Abstecher auf den Hesselberg. Unser Wohnmobilnachbar, der immer wieder hier in der Gegend ist, hat uns das wärmstens empfohlen. Man hat von dort einen wunderschönen Blick und kann wohl an besonders klaren Tagen sogar die Alpen und die Zugspitze sehen. Das war heute nicht der Fall, aber der Blick vom Gipfel war wirklich herrlich! Wir mussten ihn allerdings hart erarbeiten, denn komoot führte uns kleine Wanderwege hinauf auf den Berg, die eigentlich nur für Wanderer oder Mountainbiker tauglich sind. Aber Xenia hielt tapfer durch und hat ihre Moutainbike-Prüfung bestanden.

Dafür war die Abfahrt auf der anderen Bergseite auf der Autostraße ein Genuss!

Um 21 Uhr kamen wir wieder auf dem Womo-Parkplatz an. Wie gut tat jetzt eine Dusche! Und auch die Spaghetti, die Xenia noch kochte, haben uns gut geschmeckt. Wir saßen noch bis in die Dunkelheit draußen und unterhielten uns mit einem Nachbarn, der ziemlichen Redebedarf hatte, da er alleine unterwegs war. So ging ein schöner und ereignisreicher Urlaubstag zu Ende.

Page last modified on 11.08.2023, at 11:20 PM CEST
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